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... und Er existiert doch!
... und Er existiert doch!

Aus dem Inhalt: „Klar ist, dass niemand beweisen kann, dass es keinen Gott gibt, aber ist andererseits seine Existenz beweisbar? Wenn das Letztere möglich ist, dann sind die atheistischen Verbände einem Irrtum aufgesessen. Kann man darüber hin­aus zeigen, dass es den biblischen Gott gibt, dann gehen die Atheisten auf die Hölle zu, denn die Bibel sagt: „Deren Los ist die dunkelste Finsternis“ (Judas 13b).“ Dieses Traktat eignet sich besonders gut zur Weitergabe an suchende Menschen! ... und Er existiert doch! An dem Thema „Gott“ versuchen sich viele Menschen vorbei zu mogeln. So richtig will es ihnen jedoch nicht gelingen. In London haben Athe­isten an den roten Dop­pel­deckerbussen dafür werben wollen, dass es keinen Gott gibt. Das scheiterte allerdings an dem englischen Wer­be­gesetz, nach welchem nur etwas beworben werden kann, das mit konkreten Fakten belegbar ist. Keiner der Agitatoren aber konnte nachweisen, dass es keinen Gott gibt. Als Ausweg änderten sie ihren Slogan um, dass es „wahrscheinlich“ keinen Gott gibt. Ihr Ausspruch enthielt aber konsequenterweise auch eine Wahrscheinlichkeit dafür, dass es einen Gott gibt, was manch einen zum Nachdenken über die Gottesfrage brachte. In Deutschland wurde die Werbekampagne der Atheisten an öffentlichen Bussen gar nicht erst erlaubt. Daher entschloss man sich, einen eigenen Werbebus auf eine Deutschlandrundtour zu schicken. Der deutsche Slogan wurde gegenüber dem englischen noch verschärft: „Es gibt [mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit] keinen Gott.“ Man fragt sich doch als denkender Mensch, warum ziehen die Atheisten gegen etwas zu Felde, das es doch nach ihrer Auffassung gar nicht gibt? Klar ist, dass niemand beweisen kann, dass es keinen Gott gibt, aber ist andererseits seine Existenz beweisbar? Wenn das Letztere möglich ist, dann sind die atheistischen Verbände einem Irrtum aufgesessen. Kann man darüber hin­aus zeigen, dass es den biblischen Gott gibt, dann gehen die Atheisten auf die Hölle zu, denn die Bibel sagt: „Deren Los ist die dunkelste Finsternis“ (Judas 13b). Auf einen größeren Verlust kann man nicht setzen. Wir wollen hier auf die Gottesfrage mit Hilfe von zwei neuen Gottesbeweisen antworten. Die Formulierung in Römer 1,21 „Denn obwohl sie von Gott wussten“ ist eine sehr starke Aussage und bezeugt uns, dass Gott sich auch außerhalb der Bibel offenbart und somit beweisbar gemacht hat. Wenn auch Gottesbeweise nicht direkt zum Glauben führen, so haben sie doch eine wichtige Funktion: Sie widerlegen den Atheismus und sind geeignet, mancherlei Glaubenshindernisse abzubauen oder gar zu beseitigen. Ältere Gottesbeweise stammen z. B. von Aristoteles, Anselm von Canterbury und Thomas von Aquin. An dieser Stelle nennen wir zwei Gottesbeweise, die erst in den letzten Jahren von dem Autor dieser Schrift entwickelt wurden, nämlich den aus der naturgesetzlichen Information und den prophetisch-mathematischen: Der Gottesbeweis aus den Naturgesetzen der Information Aufgrund der Naturgesetze über Information wissen wir, dass die riesigen Informationsmengen in den Zellen aller Lebewesen einen intelligenten Urheber benötigen. Gegenüber den historischen Gottesbeweisen, die weitgehend philosophisch orientiert sind, haben wir hier erstmals einen naturgesetzlichen Beweis für die Existenz eines intelligenten Senders und damit für die Existenz eines Gottes. Auf Kant, der vor 200 Jahren lebte und als der große Zerschmetterer der Gottesbeweise angesehen wird, können wir uns keineswegs berufen, da damals nur ein Bruchteil der heutigen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse bekannt war. Ausführlich ist die Beweisführung in meinem Buch Am Anfang war die Information [1] erläutert. Der „Prophetisch-mathematische Gottesbeweis“ Die Bibel enthält über 3000 prophetische Aussagen, die sich bereits erfüllt haben. Als ein gut nachvollziehbares Beispiel sei hier die in 5. Mose 28,64-65 von Gott angekündigte Zerstreuung des Volkes Israel genannt, dann die in Jeremia 16,14-15 zugesagte Rückkehr in das verheißene Land, die im Jahre 1948 nach fast 2000 Jahren durch die Staatsgründung Israels in Erfüllung ging. Diese Qualität weist kein anderes Buch der Weltgeschichte auf. Damit ist uns ein einzigartiges Kriterium zur Prüfung der Wahrheit an die Hand gegeben. Ist es möglich, dass Menschen, über einen Zeitraum von 1500 Jahren verteilt, so viele präzise Voraussagen treffen konnten? Haben sie sich zufällig erfüllt oder war das nur möglich, weil Gott der Autor der Bibel ist, der aufgrund seiner Allwissenheit Prophetien geben kann, die dann auch am geschichtlichen Ablauf nachprüfbar sind? Können wir es uns vorstellbar machen, was das bedeutet? Wir wollen es uns in einem Modell veranschaulichen: Man stelle sich einen ungewöhnlich großen Ameisenhaufen vor, in dem sich unter den ansonsten schwarzen Ameisen nur eine einzige rote Ameise befindet. Es ist leicht einzusehen: Je größer der betrachtete Haufen wird, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit, die eine rote Ameise zufällig (z.B. mit verbundenen Augen) herauszugreifen. Die Frage lautet nun: Bei welcher Ameisenzahl ist die Wahrscheinlichkeit, die eine rote Ameise zufällig herauszugreifen, gerade genau so groß, wie die, dass sich 3268 Prophetien zufällig erfüllen können? Wir beginnen mit einer Schätzung: Reicht eine Badewanne voller Ameisen aus, oder muss die Wassermenge des Bodensees durch Ameisen ersetzt werden oder ist gar das Volumen einer Erdkugel mit Ameisen zu füllen? Die Berechnung zeigt: Es sind immer noch zu wenige. Was nun? Muss man vielleicht denken, unser riesiges und unvorstellbar großes Universum sei dicht mit Ameisen zu füllen oder gar zwei oder drei solcher Universen; vielleicht sogar hundert (10 hoch 2) oder tausend (10 hoch 3)? Erst die mathematische Rechnung übersteigt alle unsere Vorstellungen und nennt uns die tatsächliche Menge an Universen; es sind unfassbare 10 hoch 896. Was drückt eine solche immense Zahl – also eine Eins, gefolgt von 896 Nullen – von randvoll mit Ameisen gefüllten Universen aus? Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die über 3000 Prophetien zufällig erfüllen konnten, ist somit praktisch Null. Die Zahlenergebnisse der mathematischen Berechnungen wachsen derart ins Gigantische und Transastronomische, dass unser Denken und Vorstellungsvermögen weit überfordert sind, um diese Realität noch angemessen einzuschätzen. Der ausführliche rechnerische Nachweis ist in meinem Buch So steht’s geschrieben [2] erbracht worden. Das staunenswerte Ergebnis lässt sich kurz zusammenfassen: Durch den „Prophetisch-mathematischen Gottesbeweis“ kann die Existenz eines allwissenden und allmächtigen Gottes nachgewiesen werden, der mit dem Gott der Bibel identisch ist. Daraus ergeben sich drei bedeutsame Konsequenzen: 1. Die Bibel ist von Gott, und sie ist wahr Kein Mensch ist in der Lage, Prophetien zu formulieren, die sich dann auch ausnahmslos erfüllen. Der wahre Autor der Bibel ist der allwissende und allmächtige Gott (2. Timotheus 3,16). Darum ist die ganze Bibel wahr. Jesus betet zum Vater: „Dein Wort ist die Wahrheit“ (Johannes 17,17) und Paulus bekennt: „Ich glaube allem, was geschrieben steht“ (Apostelgeschichte 24,14). Er vertraute Gott auch ohne den „Prophetisch-mathematischen Gottesbeweis“. 2. Es gibt keinen anderen Gott als den Gott der Bibel Keiner der in der Vergangenheit erbrachten Gottesbeweise bestätigt einen bestimmten Gott. Sie sind allesamt so allgemein gehalten, dass jede Religion sie für sich nutzbar machen kann. Der „Prophetisch-mathematische Gottesbeweis“ hingegen weist eindeutig auf den Gott der Bibel und auf seinen Sohn Jesus Christus hin. Ein derartiger Nachweis kann über keinen der Götter in den anderen Religionen erbracht werden. Dazu passend sagt die Bibel, dass die Menschen in ihren Religionen unzählige Götter benannt haben: „Und obwohl es solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele Götter und Herren gibt, so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn“ (1. Korinther 8,5-6). In Psalm 96,5 verwirft die Bibel alle Götter in den Religionen: „Alle Götter der Völker sind Götzen.“ Den Götzen zu dienen ist keine neutrale Angelegenheit. In der Versuchungsgeschichte (Matthäus 4,8-10) verlangte der Teufel, dass Jesus ihn anbeten sollte. Mit einem Gotteswort verjagte er ihn: „Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen“ (Matthäus 4,10). Nach den Aussagen des Neuen Testaments dient man im Götzendienst den bösen Geistern, also den Dämonen (1. Korinther 10,20) und gewährt damit letztlich dem Teufel die Anbetung, die Jesus ihm so vehement versagte. Götzendienst ist eine Sünde, die zu denen zählt, die vom Reich Gottes ausschließen (1. Korinther 6,9ff; Galater 5,20-21; Offenbarung 21,8; 22,15). 3. Der Atheismus ist widerlegt Der Atheismus konnte auf zweifache Weise widerlegt werden – mit Hilfe der Naturgesetze der Information und durch den „Prophetisch-mathematischen Gottesbeweis“. Die Bibel bewertet das atheistische Denken in Psalm 14,1: „Die Toren sprechen in ihrem Herzen: ‚Es ist kein Gott‘.“ Weiterhin heißt es: „Dem Gottlosen wird es (in Ewigkeit) nicht wohlergehen“ (Prediger 8,13). Die Atheisten greifen somit nicht nur ins Leere, sondern befinden sich auf dem Weg zur ewigen Verdammnis: „Wer aber nicht (an den Herrn Jesus) glaubt, der wird verdammt werden“ (Markus 16,16). Es ist Rettung möglich Diese Schrift möchte niemanden wegen seines bisherigen Weges anklagen – weder die Ehebrecher noch Betrüger, weder die Vertreter verschiedener Religionen noch die Missionare des Atheismus. Vielmehr ist es unser Anliegen, auf Wege der Verlorenheit aufmerksam zu machen und allen Lesern einladend zuzurufen: In diesem Leben ist noch für jeden Sünder Umkehr möglich. In Johannes 3,17-18 ist die weitreichende Konsequenz, die das Evangelium für uns hat, kurz zusammengefasst: „Denn Gott hat seinen Sohn (Jesus) nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.“ Weil Gott die Ewigkeit in unser Herz gelegt hat (Prediger 3,11), können wir in all den Dingen unseres irdischen Lebens keine wirkliche Erfüllung finden. Wir sind Ewigkeitsgeschöpfe, und darum wird unsere Existenz auch niemals ausgelöscht. Jenseits der Todesmauer gibt es nur zwei Aufenthaltsorte – den Himmel oder die Hölle. Der erste ist unaussprechlich herrlich, der andere unvorstellbar schrecklich. Gottes Wunsch ist es, uns einmal im Himmel zu haben. Dazu brauchen wir den Herrn Jesus. Er ist der Türöffner zum Himmel, weil er uns von unserer Schuld befreit und uns eine neue Lebensperspektive schenkt. Wenn Sie den Wunsch haben gerettet zu werden und in den Himmel zu kommen, müssen Sie sich von Ihrem alten Weg ohne Jesus abwenden und Jesus in Ihr Leben aufnehmen. Diese Lebenswende können Sie in einem Gebet vollziehen, das in etwa wie folgt lauten könnte: »Herr Jesus Christus, Deinen Namen kenne ich. Ich habe aber bisher so gelebt, als wenn es Dich überhaupt nicht gäbe. Jetzt habe ich erkannt, wer Du bist, und darum wende ich mich erstmals in einem Gebet zu Dir. Ich weiß nun, dass es einen Himmel und auch eine Hölle gibt. Errette mich darum vor der Hölle, in die ich wegen all meiner Schuld, besonders des Unglaubens, eigentlich hinkäme. Es ist mein Wunsch, einmal in alle Ewigkeit bei Dir im Himmel zu sein. Mir ist bewusst, dass ich nicht durch eigene Verdienste, sondern nur durch den Glauben an Dich in den Himmel kommen kann. Weil Du mich liebst, bist Du auch für mich am Kreuz gestorben und hast meine Verfehlungen auf Dich genommen und für mich bezahlt. Ich danke Dir dafür. Du siehst alle meine Schuld, auch die von meiner Kindheit an. Jede einzelne Sünde meines Lebens ist Dir bekannt – alles, was mir jetzt bewusst ist, aber auch alles, was ich längst vergessen habe. Du weißt alles über mich, denn Du kennst mich ganz genau. Mit jeder Regung meines Herzens bist Du vertraut, ob es Freude oder Trauer, Wohlergehen oder Verzagtheit ist. Vor Dir bin ich wie ein aufgeschlagenes Buch. So, wie ich bin und wie ich bisher gelebt habe, kann ich vor Dir und dem lebendigen Gott nicht bestehen, und darum würde ich den Himmel verpassen. Darum bitte ich Dich, vergib mir alle meine Schuld. Meine Sünden tun mir von Herzen Leid. Bitte hilf mir, alles abzulegen, was vor Dir nicht richtig ist und schenke mir neue Gewohnheiten, die unter Deinem Segen stehen. Öffne mir den Zugang zu Deinem Wort, der Bibel. Hilf mir, dass ich verstehe, was Du mir darin sagen willst und dass ich in Deinem Wort neue Kraft und Lebensfreude finde. Du sollst von jetzt an mein Herr sein, zu dem ich gerne gehöre und dem ich folgen will. Gib mir dazu ein gehorsames Herz. Zeige mir bitte den Weg, den ich nun gehen soll. Ich danke Dir, dass Du mich erhört hast. Ich glaube Deiner Zusage, dass ich jetzt durch meine Hinwendung zu Dir ein Kind Gottes geworden bin, das einmal ewig bei Dir im Himmel sein wird. Ich freue mich über den großen Gewinn, Dich jetzt schon in jeder Situation an meiner Seite zu haben. Bitte hilf mir dabei, Menschen zu finden, die auch persönlich an Dich glauben und lass mich eine biblisch orientierte Gemeinde finden, wo ich regelmäßig Dein Wort hören kann. Amen.« Direktor und Professor a. D.Dr.-Ing. Werner Gitt

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2x geboren
2x geboren

Jeder kennt sein Geburtsdatum, den Tag, an dem er von seiner Mutter in diese Welt hineingeboren wurde. Die Bibel spricht davon, dass der Mensch noch ein zweites Mal geboren werden kann. Bei diesem Vorgang ist der allmächtige Gott sein Vater und durch den Heiligen Geist wird er in die göttliche Familie hineingeboren. Das ist die Wiedergeburt. Leni Furrer schildert in diesem Traktat, wie sie zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist. Nach einer Evangelisation, zu der sie von einem Freund eingeladen wurde, wies sie der Evangelist darauf hin, dass sie sich bekehren müsse. Zuvor war sie der Meinung, kein schlechter Christ zu sein, da sie ab und zu die Kirche besuchte, konfirmiert war und jeden Abend betete. Doch in den folgenden Tagen durchlebte sie einen inneren Kampf, der sie schlussendlich in Gottes Hände führte. Mit einfachen Worten spricht sie von diesem Moment und schildert kurz ihren Werdegang als Christ. „Nun verstehen Sie, warum ich zweimal Geburtstag feiern kann: Am 8. Januar, weil ich ein Menschenkind wurde, und am 29. April, weil ich ein Gotteskind werden durfte. Dieses Geschenk eines neuen Lebens wünsche ich auch Ihnen!“ Zweimal geboren So wurde mein Leben völlig neu! Wir alle kennen unser Geburtsdatum, den Tag, an dem wir von unserer Mutter in diese Welt hineingeboren wurden. Nun spricht die Bibel davon, dass wir ein zweites Mal geboren werden können. Bei diesem Vorgang schenkt Gott dem Menschen ein völlig neues Leben. Jemand, der Jesus Christus, den Sohn Gottes, in sein Leben aufnimmt, wird in geistlicher Hinsicht wiedergeboren und gehört fortan zur großen göttlichen Familie. Lange Zeit wusste ich nichts von diesem wunderbaren Angebot. Eines Abends lud mich ein Freund zu einer Evangelisationsveranstaltung mit Wilhelm Pahls ein. „Evangelisation“ klang nach „evangelisch“ und das war ich ja. Also ging ich mit. Die Vorträge waren großartig, der Saal war immer voll. An einem Abend forderte der Redner seine Zuhörer auf, mit Handerheben zu bezeugen, dass sie mit seiner Botschaft einverstanden seien. Ich kannte diese Art von Bestätigung von Generalversammlungen her und hob daher die Hand. Eigentlich galt dieser Aufruf nur denen, die ihr Leben Jesus Christus anvertrauen wollten, doch das merkte ich zu spät! Nun war ich dem Redner aufgefallen. Nach dem Vortrag kam er zu mir und bat um ein Gespräch. O Schreck, wozu? Was wollte er von mir? Mit viel Geduld machte er mir klar, dass ich mich „bekehren“ müsse: Ich sollte mich abwenden von meinem alten Weg ohne Gott, Jesus meine Sünden bekennen und ihn bitten, mein persönlicher Erretter und Herr zu werden. Wie bitte? Bekehrung – das war doch etwas für Heiden in Afrika, die noch nichts vom Christentum wussten! Wieso sollte gerade ich mich bekehren? Ich hatte christliche Eltern, war getauft und konfirmiert und versuchte, ein anständiges Leben zu führen. Ich betete auch jeden Abend vor dem Schlafengehen, wie ich es als Kind gelernt hatte. Obwohl ich selten zur Kirche ging, meinte ich, ein einigermaßen guter Christ zu sein. Doch jetzt wagte es dieser Evangelist zu sagen: „Leni, du musst dich bekehren, sonst gehst du verloren!“ Sollte ich diesen Schritt wagen? Aber wie? Und würde ich diesen „Vorsatz“ auch halten können? Während der folgenden Tage kam ich mir wie zwischen zwei Seilen vor, von denen mich jedes auf seine Seite ziehen wollte. Wem sollte ich mehr Glauben schenken? „Lass dich nur nicht in dieses fromme Zeug einwickeln! Du bist schon recht so, wie du bist!“, wurde ich gewarnt. Erst später verstand ich, dass sich dieser Kampf auch in der unsichtbaren Welt abspielte. Mein Leben war von Natur aus in der Hand des Widersachers Gottes, dem Teufel. Doch jetzt sollte ein Herrschaftswechsel stattfinden. Gott wollte mich befreien, meinem Leben eine neue Bedeutung geben und mich zu seinem Eigentum machen. Es kam der Moment, wo ich nicht mehr weiter wusste und jeden Widerstand aufgab. Ich war am tiefsten Punkt meines Lebens angelangt und fühlte mich wie ein entwurzelter Baum. Hilflos, ratlos schluchzte ich unter vielen Tränen: „Herr Jesus, hier bin ich! Nimm mich an! Mache du mit mir, was du willst!“ Mein ganzes Leben, mein Sein und Haben, alles warf ich in die Hände Gottes, den ich eigentlich kaum kannte. Ich lieferte mich ihm völlig aus und wagte den Sprung ins Ungewisse. – Doch da stand ein liebevoller Gott, der schon auf mich wartete und mich mit seinen Armen auffing. Augenblicklich strömte Frieden in mein Herz, ein Glücksgefühl, eine unaussprechliche Freude und die felsenfeste Gewissheit: „Gott hat mich als sein Kind angenommen! Jetzt gehöre ich ihm!“ Ich hätte jubeln können! Staunend empfand ich diese väterliche Liebe. Nie vorher hatte ich mich so rein gefühlt und auch so schwebend leicht, als wäre ein schwerer Rucksack von meinen Schultern gefallen. Das war meine Sündenlast, die ich mir im Laufe der Jahre unmerklich aufgeladen hatte. Gott nahm sie mir ab und ich war frei! Dieses Erlebnis war meine Bekehrung und Wiedergeburt, der Start zu vielen neuen Erlebnissen mit meinem Herrn. Die Wiedergeburt im biblischen Sinne hat nichts mit der Reinkarnationslehre zu tun. Sie ist das Geschenk eines neuen Lebens an alle Menschen, die sich Jesus Christus anvertrauen. Vorher kannte ich Jesus nur theoretisch. Er schien weit weg zu sein. Doch nun ist er mein bester Freund, mit dem ich über alles reden kann. Die verstaubte Bibel entpuppte sich als ein interessantes Buch, als ein Liebesbrief Gottes an mich persönlich und auch als Trost in Nöten. Ich trat einer Gemeinde von ebenfalls wiedergeborenen Menschen bei und erlebe herzliche Gemeinschaft mit diesen meinen Glaubensgeschwistern. Ich bekam aber auch eine neue Liebe zu meinen Mitmenschen, die – wie ich vorher – ahnungslos am größten Geschenk vorbeilaufen. Nun verstehen Sie, warum ich zweimal Geburtstag feiern kann: Am 8. Januar, weil ich ein Menschenkind wurde, und am 29. April, weil ich ein Gotteskind werden durfte. Dieses wunderbare Geschenk wünsche ich auch Ihnen! Leni Furrer

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Alles Gute kommt von oben
Alles Gute kommt von oben

Der Volksmund sagt: „Alles Gute kommt von oben!“ Diese Aussage hat sich in Jesus erfüllt. Das beste, vollkommene und wertvollste Geschenk, das es überhaupt gibt, kommt vom höchsten und reichsten Geber. Die Segnungen Gottes sind mehr als überragend. Für sie gibt es nichts Vergleichbares auf der Erde. Jesus Christus ist derjenige, der uns das beste Geschenk machen kann. Wir empfangen diese herrlichen Gaben, wenn wir ihn als unseren Erretter in unser Leben aufnehmen.   Alles Gute kommt von oben Stellen Sie sich vor, Sie sind an einem nebeligen Tag mit einer Wandergruppe in der schönen Bergwelt unterwegs. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse sind die ersten Stunden eher langweilig und wenig interessant. Doch plötzlich wird die nachdenkliche Stille durch einen anderen Wanderer unterbrochen. Dieser ist bereits auf dem hohen Berggipfel angekommen. Aus voller Kehle ruft er fröhlich von oben herab und winkt. Ihre Blicke gehen zu ihm hinauf und Sie hören: „Komm schnell rauf! Hier oben ist es wunderschön: blauer Himmel, strahlende Sonne, ein toller Ausblick!“ Welch eine Motivation ist doch das, schnell höher zu steigen! Ist es nicht so, dass viele Menschen gern mal eine andere Plattform einnehmen möchten? Man begnügt sich nicht gern mit der kurzsichtigen „Froschperspektive“. Wir möchten weitersehen, hinter die Kulissen schauen, einen weiteren Horizont haben! Die erweiterte Perspektive Wer wünscht sich nicht, wie ein Adler zu sein und alle Dinge souverän von oben her zu betrachten? Auch der Ausblick aus einem Flugzeug vermittelt uns einen Eindruck von Erhabenheit und Unbegrenztheit. Wer möchte nicht einmal viele Ereignisse aus einem anderen Blickwinkel sehen? Vom Wert des Höheren Das Streben nach außerirdischen Informationen und die Sehnsucht, etwas Neues zu erfahren, steckt tief in uns. Schlagzeilen wie: „UFO entdeckt!“ oder: „Ein Besuch von Außerirdischen?“ finden rasante Verbreitung. Gehen unsere Wunschvorstellungen jetzt vielleicht in Erfüllung? Gibt es verlässliche Informationen von ganz oben, von unerreichbarer Höhe oder sogar aus dem Jenseits? Jesus Christus, der Sohn Gottes, sagte zu seinen Zeitgenossen: „Ihr seid von unten her, ich bin von oben her, ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.“ (Johannes 8,23) Und weiter bezeugt die Bibel über Jesus: „Der von oben kommt, ist über allen. Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde. Der vom Himmel kommt, der ist über allen.“ (Johannes 3,31) Jesus kam von Gott aus dem Himmel auf die Erde und erklärte uns die wichtigsten Wahrheiten über uns. Er sieht alles aus einer himmlischen Perspektive. Er hat einen viel höheren Standpunkt. Treffend wird darum in der Bibel über Gott gesagt: „Er thront über dem Kreis der Erde, und die darauf wohnen, sind wie Heuschrecken.“ (Jesaja 40,22a) Somit hat Gott den vollen Überblick über alles, was auf der Erde geschieht. Vor ihm ist nichts verborgen. Er sieht viel tiefer als wir. Die einmalige Nachricht Jesus Christus, der als „Himmelsbürger“ bezeichnet werden kann, kam zu uns und wurde ein „Erdenbürger“. Er möchte uns Aufschluss über das göttliche und ewige Jenseits geben. Da er von einer ganz anderen Dimension kommt, kann nur er uns himmlische Geheimnisse mitteilen, die auch absolut verlässlich sind. Gott sagt uns: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ (Jesaja 55,8-9) Es ist eine Tatsache, dass wir vielen Menschen unser Vertrauen schenken. Was durch Literatur und digitalen Medien verbreitet wird, nehmen wir zum großen Teil ungeprüft an und füllen damit unsere Gedankenwelt. Fragwürdige Berichte über Nahtoderfahrungen scheinen sehr ernst genommen zu werden. Worte von größter Bedeutung Weil Jesus von oben, vom Himmel her, zu uns Menschen kam, sind seine Worte von größter Bedeutung. Seine Worte sind auch gewichtiger und glaubwürdiger als die eines Königs. Jesu Botschaft ist „göttlicher und himmlischer Natur“. In der Bibel steht: „Wenn wir [schon] der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis doch größer.“ (1. Johannes 5,9) Die meisten Gedanken unserer sterblichen Zeit­genossen bewegen sich im Bereich des Irdischen, sie bleiben somit auf der horizontalen Ebene. Es mag um alltägliche Dinge oder auch um übersinnliche Dinge gehen. Tatsache ist, dass sie der Quelle des menschlichen Herzens entspringen. Jesus Christus allein konnte sagen: „Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme.“ (Johannes 18,37b) Das beste Geschenk Das beste, vollkommene und wertvollste Geschenk, das es überhaupt gibt, kommt vom höchsten und reichsten Geber. „Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis.“ (Jakobus 1,17) Wie wunderbar ist doch diese Tatsache! Weil Gott absolut vollkommen ist, kann er uns die besten Geschenke anbieten, die es gibt. Der Volksmund sagt: „Alles Gute kommt von oben!“ Diese Aussage hat sich in Jesus erfüllt. Die Bibel bezeugt: „Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ (Johannes 6,68) Jesus Christus ist derjenige, der uns das beste Geschenk machen kann. Die Segnungen Gottes, des Allerhöchsten, sind mehr als überragend. Für Gottes Gaben gibt es nichts Vergleichbares hier auf der Erde. Zu seinen Segnungen gehören: Liebe, Vergebung, Barmherzigkeit, Treue, Freundlichkeit, Frieden, Hei­lung, Wiederherstellung, Gemeinschaft mit ihm für alle Ewigkeit und vieles mehr. Eine herzliche Einladung Sie sind nun eingeladen, diese herrlichen Gaben Gottes zu empfangen. Durch Jesus will Gott Sie „himmlisch“ beschenken. Er gibt gerne. Das Wort Gottes bezeugt uns: „Der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.“ (Römer 6,23) „[Gott] Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken.“ (Römer 8,32) Wie werde ich von Gott beschenkt? Glauben Sie, dass Gottes Sichtweise die eines Menschen weit übertrifft? Sein Blick geht in unser Herz und bis in unsere Gedankenwelt hinein. Das, was wir vor Menschen verbergen können, ist vor ihm offenbar. Gott ist Licht und er kennt jegliche Art von Finsternis. Er kennt alle Unreinheit unseres Herzens, allen Schmutz und jede Sünde unseres Lebens. Nun bietet Gott uns in Jesus Christus eine vollkommene Erneuerung und Reinigung an. Gott will uns Gnade und Vergebung schenken. Er will uns durch Jesus mit sich ins Reine bringen. Anstatt uns für alle Fehltritte zu bestrafen, hat er seinen Sohn stellvertretend für uns leiden und sterben lassen und von den Toten auferweckt. Glauben Sie nun von ganzem Herzen dieser besten Nachricht von oben! Jesus starb für unsere Sünden am Kreuz. Aus Liebe zu uns ging er in den Tod, um uns Frieden und ewiges Leben zu schenken. Nur durch Jesus können wir wieder in eine intakte und geordnete Beziehung mit Gott kommen. Wenden Sie sich nun in einem aufrichtigen Gebet an Jesus Christus. Sagen Sie ihm, dass es Ihnen leidtut, dass Sie die Worte von Menschen höher geachtet haben als Gottes Wort. Erkennen Sie, dass Ihr Unglaube und alle Ihre Sünden Sie von Gott trennen. Bekennen Sie von ganzem Herzen Jesus Ihre Lebensschuld. Gott ist reich an Vergebung und vergibt jedem, der ihn ehrlich darum bittet. Er will Sie damit beschenken und Ihnen einmal den ewigen, himmlischen Standort ermöglichen. Nehmen Sie jetzt Jesus von Herzen als Ihren persönlichen Erretter und Erlöser an. Übergeben Sie ihm Ihr Leben vorbehaltlos. Vertrauen Sie völlig seinem Wort, der Bibel. Jesus ist der beste, vertrauenswürdigste Führer nach oben – in den Himmel. Johannes Tauberschmidt

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Auf der Lebensreise
Auf der Lebensreise

Gertraud Fischer-Hübner erzählt die Geschichte ihrer Bekehrung. Als Pfarrerstochter mit relativ anständigem Leben sah sie keinen Grund für irgendwelche Veränderungen. Doch immer häufiger stellte sie sich ernsthaft die Frage, was nach dem Tod kommen würde. Ihre Nichte wies sie darauf hin, dass ihr frommer Lebensstil sie nicht erretten würde. Weil sie merkte, dass ihre Nichte Recht hatte, befasste sie sich intensiver mit Gott und ging in eine lebendige Gemeinde. Eines Morgens dann traf sie die Entscheidung für Jesus. Diese Verteilschrift eignet sich besonders zur Weitergabe an ältere Menschen. Auf der Lebensreise Jede Reise beginnt an einem Ausgangspunkt und endet an einem Ziel. Unsere Lebensreise beginnt mit der Geburt. Sie endet mit dem Tod. Viele Stationen liegen dazwischen. Im fortgeschrittenen Alter können die meisten Menschen auf einen reichen Schatz an Erfahrungen und auf einen großen Reichtum an Lebensweisheit zurückblicken. Doch sie sind noch nicht am Ziel. Gewöhnlich haben wir als ältere Menschen eine festumrissene Weltanschauung. Für neue Gedanken, neue Gewohnheiten und für eine neue Lebenseinstellung sind wir kaum noch zu gewinnen. Wir wollen in Ruhe gelassen werden. Uns gefällt es nicht, wenn jemand an unserer Überzeugung rüttelt. Doch trotz unserer reichen Lebenserfahrung gibt es ungelöste Fragen, insbesondere Fragen über den Tod und die Ewigkeit, Fragen über Gott und über das Leid in der Welt. Als wir jung waren, hatten wir Träume. Wir hatten hohe Ziele und Erwartungen. Manches konnte umgesetzt werden. Vieles aber blieb nur ein Traum. Wenn wir älter geworden sind und über unser vergangenes Leben nachdenken, fragen wir uns, was davon bleibt. Im fortgeschrittenen Alter ist es schwer, neue Wege einzuschlagen. Wenn wir aber erkennen, dass es nötig ist, sollten wir es wagen. Jeder von uns, ob jung oder alt, hat Schwächen und Fehler, so auch ich. Meine Nichte machte mir deutlich, dass meine Rechtgläubigkeit aus meinem Verstand kommt und im Grunde genommen nicht echt ist. Aus diesem Grunde könne ich das Endziel, die Ewigkeit bei Gott, den Himmel, nicht erreichen. Beim Nachdenken musste ich mir eingestehen, dass sie Recht hatte. Meine schuldbeladene Vergangenheit wurde mir bewusst. Eine persönliche Beziehung zu Gott kannte ich nicht. Um mir zu helfen, lud mich meine Nichte zum Gottesdienst in einer lebendigen, christlichen Gemeinde ein. Ich bekam immer mehr Hunger nach Gottes Wort und hörte mir Vorträge über die wichtigste Entscheidung des Lebens an. Dadurch wurde mir meine Schuld vor Gott noch klarer. Ich erkannte auch, dass ich Jesus Christus brauche, um gerettet zu werden und um Frieden mit Gott zu finden. Eines Morgens erwachte ich und die Tränen liefen und liefen. Ich wollte nicht länger ohne Gott leben und so weiter machen wie bisher. Im Gebet wandte ich mich an Jesus und bekannte ihm meine Sünden. Ich entschied mich, ihm mein Leben anzuvertrauen. Er sollte ab jetzt die weitere Führung meines Lebens übernehmen. Im Gebet bat ich Jesus aber auch um ein deutliches Zeichen seiner Vergebung. Daraufhin kam mir der Liedvers „Mir ist Erbarmung widerfahren ...“ in den Sinn. Die Betonung lag auf dem kleinen Wort „ist“. Plötzlich konnte ich glauben, dass Jesus für mich persönlich am Kreuz auf Golgatha gestorben ist und dass er mir alle meine Schuld vergeben hat. Satan hat an meinem Leben keinen Rechtsanspruch mehr, denn Jesus hat mich errettet. Ihm will ich folgen, ihm danken und ihm Loblieder singen. Jesus will jeden Menschen von seinen Sünden und Ängsten retten und ihn fröhlich machen. In der Bibel steht in Johannes 3,16: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn [Jesus] dahingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ Gott sehnt sich nach Gemeinschaft mit uns Menschen. Er möchte auch Ihnen Ihre Schuld vergeben und Ihnen Herzensfrieden schenken. Wollen Sie Jesus annehmen und ihm Ihr Leben anvertrauen? Dann können Sie mit Ihren eignen Worten ungefähr so zu ihm beten: „Herr Jesus Christus, bitte vergib mir alle meine Sünden. Du sollst ab jetzt mein Herr sein. Komm in mein Leben. Ich nehme dich an als meinen persönlichen Erretter und Herrn. Dein Wille soll mein Leben bestimmen. Ich danke dir für deine Vergebung, Gnade und Barmherzigkeit, die du mir zugesagt und jetzt auch geschenkt hast. Ich will dir folgen, solange ich lebe.“ Wenn Sie das von Herzen beten, wird eine nie erlebte Freude in Ihr Leben strömen. Sie bekommen eine persönliche Beziehung zu Jesus. Er wird Ihr Freund, mit dem Sie über alles reden können. Er versteht Sie, begleitet Sie und gibt Ihnen inneren Frieden. Diesen Frieden hat Gott mir im Alter von 56 Jahren geschenkt. Nun gehe ich dankbar dem wahren Ziel des Lebens entgegen. Kein Mensch ist zu alt, um noch einen Kurs­wechsel auf seiner Lebensreise zu vollziehen. Ich möchte Ihnen sagen, dass der Augenblick der Lebensübergabe an Gott das schönste und größte Ereignis ist, das Sie auf dieser Erde erleben können. Gertraud Fischer-Hübner

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Auf der Suche
Auf der Suche

Billy Graham geht auf die elementarste Frage der Menschen ein: Die Frage nach dem Sinn des Lebens. Im Prinzip sucht jeder Mensch nach Erfüllung und Sinn, doch jeder sucht sie woanders. Obwohl die westliche Welt als zivilisiert, hoch entwickelt und modern gilt, bleiben die Menschen doch leer und sind keineswegs glücklich. Doch kann ein Mensch nicht von sich aus seinem Leben einen Sinn geben, denn das Wesen des Menschen ist verdorben - in diesem Punkt gab es über all die Jahrtausende keinen Fortschritt. Aber es gibt eine Antwort auf unser Suchen: „Wenn Du in den Himmel kommen und ein sinnerfülltes Leben führen möchtest, musst du dich bekehren.“ Wie das geht, erklärt Billy Graham in drei Schritten. Auf der Suche Deine große Suche begann bereits, als Du auf die Welt kamst. Vielleicht dauerte es viele Jahre, bis Dir klar wurde, dass Du ständig auf der Suche nach etwas bist, das Dir fehlt. Manchmal versuchtest Du, Deine innere Leere zu vergessen und Dich mit anderen Dingen abzulenken. Für Augenblicke gelang es Dir, dieses ständige Suchen aus Deinem Denken zu verdrängen. Aber immer wieder begannst Du mit Deiner Suche von neuem. Du bist nicht der Einzige In Stunden des Alleinseins hast Du auf andere Menschen gesehen und Dich gefragt, ob sie wohl auch etwas suchen, das sie nicht beschreiben können. Einige von ihnen schienen viel glücklicher und unbeschwerter zu sein als Du. Manche schienen in der Ehe und im Familienleben Erfüllung gefunden zu haben. Andere gingen ins Ausland und machten dort Karriere. Wieder andere blieben zu Hause und hatten Erfolg. Beim Nachdenken über sie kamen Dir folgende Gedanken: „Diese Leute sind nicht auf der großen Suche. Sie haben ihren Weg gefunden. Sie wussten, was sie wollten und haben es erreicht. Nur ich befinde mich auf einem Weg, der nirgendwo hinführt. Nur ich bin immer auf der großen Suche.“ Aber Du bist nicht der Einzige. Die ganze Menschheit wandert mit Dir. Alle sind auf der großen Suche. Sie suchen eine Antwort auf die Verwirrung, Unmoral und die geistige Leere, welche die Welt bedrückt. Die ganze Menschheit schreit nach einer Veränderung. Sie sehnt sich nach Geborgenheit und Frieden. Eine Epoche der Unsicherheit Man sagt, dass wir im Zeitalter der Angst leben. Historiker weisen darauf hin, dass es nur wenige Epochen in der Geschichte gab, in denen die Menschheit so sehr von Furcht und Unsicherheit bestimmt war wie heute. Alle vertrauten Stützen scheinen umgestoßen zu sein. Wir reden vom Frieden, stehen aber vor dem Krieg. Wir erarbeiten ausgeklügelte Konzepte für unsere Sicherheit und wissen doch, dass wir keine Sicherheit finden werden. Wir schlagen immer wieder neue Wege ein und sagen jedesmal: „Das ist der richtige Weg.“ Doch immer wieder irren wir uns. Hohe Bildung und leere Herzen Viele Menschen versuchten, mit Freiheit und Bildung ihre innere Sehnsucht zu stillen. Sie setzten ihr ganzes Vertrauen darauf und meinten, politische Freiheit, verbunden mit Bildung, wird zum Ziel führen. Sie be­mühten sich mit ganzem Einsatz um Bildung. Eine Zeitlang schien es ein vernünftiger Weg zu sein. Aber wohin führte er? Du weißt die Antwort. Wir gehören zu den gebildetsten Völkern in der Geschichte der Zivilisation. Die Schüler unserer höheren Schulen wissen mehr über die physikalischen Gesetze des Weltalls als der größte Naturwissenschaftler in den Tagen des Aristoteles. Doch obwohl unsere Köpfe mit Wissen vollgestopft sind, bleiben unsere Herzen leer. Falsche Antworten auf wichtige Fragen Sieh Dich einmal um. Du siehst jetzt ein Land vor Dir, das eine politische Freiheit genießt wie in kaum einer anderen Zeit. Du siehst das großartigste öffentliche Bildungssystem, das Menschen je geschaffen haben. Manche Länder sind neidisch auf unseren hohen Lebensstandard. „Westliche Lebensweise“, so nennen wir unsere computergesteuerte und vollautomatische Wirtschaft. Aber hat sie uns glücklich gemacht? Gibt sie uns echte Freude und den Lebenssinn, nach dem wir uns sehnen? In Wirklichkeit leben wir in einer Zeit zahlreicher Krisen. Wir müssen erkennen, dass uns alle unsere Anstrengungen nicht aus der Ausweglosigkeit herausbringen. Milliardenbeträge werden von Männern und Frauen für Wahrsagerei ausgegeben, durch die sie nur falsche und oft gefährliche Antworten auf ihre Fragen bekommen. Warum sind wir so leer? Jeden Tag höre ich von Eltern, dass sie nicht wissen, was mit ihren Kindern los ist. Sie wollen sich nicht mehr anstrengen, sondern alles fertig vorgesetzt bekommen. Die Eltern scheinen nicht zu merken, dass ihre Kinder innerlich leer sind. Warum sind sie so leer? Weil sie nicht wissen, woher sie kommen, wozu sie leben und wohin sie gehen. Sie gleichen einem schönen Auto, das zwar in allen Einzelheiten vollkommen ist, dem aber der Treibstoff fehlt. Und so rosten sie vor Langeweile vor sich hin. Die Menschen in westlichen Ländern sollen den höchsten Prozentsatz an Langeweile haben. Das merken wir daran, dass wir die größte Vielfalt an Vergnügungseinrichtungen haben. Viele Menschen sind so leer geworden, dass sie sich nicht einmal mehr unterhalten können. Sie brauchen andere Leute, die sie bezahlen müssen, um lachen zu können. Langeweile ist einer der zuverlässigsten Maßstäbe, um die eigene innere Leere zu messen. Dieser Maßstab ist so genau wie ein Thermometer und sagt Dir, wie hohl Dein inneres Leben wirklich ist. Warum bleiben wir so leer? Jeder von uns muss entscheiden, womit er seine innere Leere füllen will. Wir haben versucht, sie mit Wissenschaft, Bildung, einem besseren Lebensstil, Vergnügen und vielen anderen Dingen zu füllen. Warum gelingt es uns trotz aller Bemühungen nicht, diese Leere zu beseitigen? Die Bibel gibt uns eine eindeutige Antwort: Unser Schöpfer hat uns als sein Gegenüber geschaffen. Ohne die Gemeinschaft mit Ihm werden wir niemals Erfüllung und Zufriedenheit finden. Vor langer Zeit sagte uns Jesus (Lukas 4,4): „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein!“ Wir aber haben nicht darauf geachtet und uns mit Brot jeder Art vollgestopft, bis wir davon krank wurden. Die geplante Verwirrung In unserer Welt ist alles in Verwirrung. Aber es ist eine planvolle Verwirrung – nach dem Plan Satans. Die Bibel sagt uns, dass Satan der große Betrüger ist, der hinter unseren großen Selbsttäuschungen steht. Er hat uns verführt zu glauben, dass die Dinge besser werden sollen, während sie tatsächlich immer schlechter werden. Trotz des Fortschritts haben wir das grundlegende Problem der Menschheit nicht gelöst. Wir kön­nen Atome spalten und Planeten erkunden, aber wir bringen es nicht fertig, in Einigkeit und Frieden zusammenzuleben. Wir entwickeln neue, bessere Medikamente, aber wir erfinden kein Heilmittel gegen unsere innere Leere. Unsere Probleme sind dieselben, wie die, unter denen die Menschen schon immer gelitten haben. Sie scheinen nur noch größer und zahlreicher geworden zu sein. Die Wahrheit über uns Die wahre Geschichte des Menschen beinhaltet folgende Tatsachen: Seine Vergangenheit ist geprägt von der Sünde, seine Gegenwart ist erfüllt von Kummer und Sorge, und in der Zukunft erwartet ihn der unumgängliche Tod. Der Mensch ist von Natur aus mit Hass, Neid, Habsucht und Eifersucht erfüllt. Der Fluch der Sünde liegt auf ihm, die Furcht vor dem Tod quält ihn. Sein erfindungsreicher Geist hat ihn befähigt, vieles zu ändern, nur nicht sich selbst. Trotz des offensichtlich großen Fortschritts unseres Jahrhunderts ist der Mensch so geblieben, wie er immer war: sündig und von Gott getrennt (vgl. Römer 3,23). Die Sünde ist unverändert geblieben. Wir haben versucht, ihr andere Namen zu geben. Wir haben neue Beschriftungen auf dieselbe alte Giftflasche geklebt. Wir haben versucht, die Sünde als „Irrtum“, „Fehler“ oder „schlechtes Urteilsvermögen“ zu bezeichnen, aber Sünde ist Sünde. Wir versuchen, unser Gewissen zu beruhigen, wissen aber genau, dass wir Sünder sind. Und die Ergebnisse der Sünde sind immer noch Krankheit, Enttäuschung, Verzweiflung und Tod. Der Weg zurück Die Bibel zeigt uns, dass Gott ein heiliger und gerechter Gott ist. Er kann Sünde nicht dulden. Sünde trennt uns von Gott. Sie ruft den Zorn Gottes über uns hervor. Wenn wir mit Gott versöhnt werden wollen, brauchen wir mehr als eine Verbesserung unserer Moral. Wir können nicht durch ein besseres moralisches Verhalten zu Gott zurückfinden, weil der Charakter des Menschen durch die Sünde verdorben ist. Aus unserer eigenen Kraft heraus werden wir nie so leben können, wie Gott es von uns erwartet. Da stellt sich die Frage: Was muss ich denn tun? Wo soll ich anfangen? Wie komme ich zu Gott zurück? Es gibt nur einen Weg, der zu Gott zurückführt. Dieser Weg ist Jesus (vgl. Johannes 14,6). Die Antwort auf unser Suchen Jesus ist gekommen, um uns die Antwort auf die Fragen über Sünde, Leid und Tod zu geben. Denn Jesus Christus ist ewig und unveränderlich. Er ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit (vgl. Hebräer 13,8). Alle anderen Dinge mögen sich ändern, Christus ändert sich nicht. Ich erinnere mich, wie in einer meiner Veranstaltungen ein Alkoholiker zu mir kam und sagte: „Herr Graham, ich bin mir sicher, dass in dem, was Sie sagen, eine gewisse Wahrheit liegt. Ich bin bereit, Christus eine Gelegenheit zu geben. Wenn er mir auch nur ein wenig entgegenkommt, will ich Jesus mein ganzes Leben anvertrauen.“ Einige Wochen später sagte er mir, es sei ihm völlig unbegreiflich: Jedesmal, wenn er wieder trinken wollte, schien es so, als ob ihn jemand daran hinderte. Jesus hatte ihm den Sieg über die Sucht gegeben. Er kehrte zu seiner Familie zurück und führt jetzt ein Leben mit Christus. Mit anderen Worten: Er änderte seine Denkweise, er bekehrte sich. Konkrete Schritte Wenn Du in den Himmel kommen und ein sinnerfülltes Leben führen möchtest, musst Du Dich bekehren. Das habe nicht ich gesagt, das sagte Jesus. Das ist nicht die Meinung eines Menschen, es ist Gottes Meinung. Jesus sagte (Matthäus 18,3): „Wenn ihr nicht umkehrt..., könnt ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen.“ Damit forderte er eine radikale Umkehr und Sinnesänderung, eine Bekehrung. Die biblische Bekehrung umfasst drei Stufen; die ersten beiden sind aktiv, die dritte ist passiv: Die erste Stufe heißt „Buße“. Du musst erkennen und zugeben, dass Du gesündigt hast und vor Gott schuldig geworden bist. Im Gebet bekennst Du Jesus Christus, dass Du ein Sünder bist, und bittest Ihn um Vergebung Deiner ganzen Schuld. Du wendest Dich ab von Deinem sündigen Leben ohne Gott (vgl. 1. Johannes 1,9), um mit Jesus ein neues Leben zu beginnen. Die zweite Stufe heißt „Glaube“. Der Glaube ist die bewusste Hinwendung zu Gott. Du setzt Dein Vertrauen auf Jesus Christus, der stellvertretend für Dich gestorben ist, und nimmst Ihn als Herrn in Dein Leben auf. In diesem Augenblick bewirkt der Heilige Geist das Wunder Deiner Wiedergeburt. Du wirst tatsächlich ein neuer Mensch (vgl. 2. Korinther 5,17). Dies ist die dritte Stufe. Durch den Geist Gottes zieht Jesus Christus in Dein Leben ein. Er macht Dich zu einem Kind Gottes und gibt Dir einen neuen Sinn in Deinem Leben. Die Bibel sagt in Johannes 1,12: „Allen aber, die ihn [Jesus] aufnahmen und an seinen Namen glaubten, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden.“ Willst Du das nicht jetzt tun? Bitte Jesus Christus in einem ehrlichen Gebet um die Vergebung Deiner Sünden und mache Ihn zum Herrn Deines Lebens. Dann wirst Du merken, dass Du in Jesus genau das gefunden hast, wonach Du so lange gesucht hast. Nur bei Ihm wird Deine Sehnsucht gestillt. Komm zu Ihm! Er wartet auf Dich! Billy Graham Dieser Text wurde dem Buch von Billy Graham „Friede mit Gott“ mit freundlicher Genehmigung des R. Brockhaus Verlags, Wuppertal, entnommen. Gern senden wir Ihnen eine Auswahl weiterer kostenloser Schriften zu.  Mit seelsorgerlichen Fragen dürfen Sie sich gern an uns wenden. Wir empfehlen Ihnen auch unseren Online-Bibelfernkurs: Komm-zu-Jesus.de Bruderhand-Medien ist ein Arbeitszweig im Missionswerk Bruderhand e.V. Das Missionswerk hat die Bibel, das Wort Gottes, als Grundlage und arbeitet überkonfessionell. Diese Verteilschrift dient der Verbreitung des Evangeliums, der guten Nachricht von Jesus Christus. Die Weitergabe erfolgt in Eigenverantwortung der verteilenden Privatperson, Einrichtung oder Gemeinde.

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Auf neuem Kurs
Auf neuem Kurs

Aus dem Inhalt: „Das habe ich so nicht gewusst!“ – So lautete mein erstaunter Ausspruch, als ich erfuhr, dass man durch gute Werke nicht in den Himmel kommt. Diese Vorstellung war für mich damals einfach unfassbar! ... Auf neuem Kurs „Das habe ich so nicht gewusst!“ – So lautete mein erstaunter Ausspruch, als ich erfuhr, dass man durch gute Werke nicht in den Himmel kommt. Diese Vorstellung war für mich damals einfach unfassbar! Nach der Konfirmation hatte ich tief in mir das Verlangen, etwas Gutes zu tun und anderen zu helfen. So arbeitete ich als Jugendlicher in der Kirche mit und erzählte den Kindern in Kinderbibelwochen die Geschichten aus dem Alten Testament der Bibel. Im Gegensatz zu vielen meiner Altersgenossen glaubte ich der Bibel. Ich akzeptierte nie die Theorie von einem Urknall, durch den angeblich die Erde entstanden sein soll. Nein, ich glaubte, dass Gott der Schöpfer aller Dinge und dass Jesus Gottes Sohn ist. Ich wusste, dass er am Kreuz gestorben und am dritten Tag auferstanden war. Doch eins begriff ich überhaupt nicht: Ich verstand nicht, dass er am Kreuz für mich gestorben ist und ich ihn persönlich als meinen Retter annehmen muss. Im Konfirmandenunterricht wurde mir dies so nie vermittelt. Ich war überzeugt, dass es einen Himmel und eine Hölle gibt. Ich glaubte, dass ich in der Hölle landen werde, wenn ich mich nicht gut benehme, stehle oder andere Sünden begehe. Daher war es mein Bestreben, Gutes zu tun, immer wieder aufs Neue, jeden Tag. Doch das gelang mir überhaupt nicht. Ich war deswegen nicht nur traurig, sondern sogar fast wütend. Daraufhin nahm ich die Bibel zur Hand, um dort eine Antwort zu finden. Früher dachte ich immer, die Bibel sei lediglich ein hilfreiches Buch, das man aber nach einmaligem, vielleicht zweimaligem Lesen ruhig zur Seite legen könne. Heute sehe ich das anders: Die Bibel ist mehr als ein Buch mit guten Ratschlägen. Sie ist Gottes Fahrplan für unser Leben, sie zeigt uns den richtigen Kurs und sie ist gefüllt mit kostbaren Schätzen für jeden Tag. Als ich 20 Jahre alt war, erzählte mir jemand mit großer Überzeugung von dem, was Jesus in seinem Leben verändert hat. Mich hatte das dermaßen interessiert und gepackt, dass ich unbedingt mehr über Jesus wissen wollte. Mir wurde klar, dass Jesus am Kreuz für die Sünden eines jeden Menschen und somit auch für meine Sünden gestorben ist. Im Gespräch fielen einige Sätze, die für mich neu waren, wie z.B.: „Du musst dich hier auf der Erde einmal für ein Leben mit oder ohne Gott entscheiden. Wenn du dich gegen Gott entscheidest, dann bist du ein Kandidat für die Hölle!“ – Das saß! Und ich habe mich so geärgert! Je länger ich allerdings darüber nachdachte, desto mehr merkte ich, dass ich mich nicht allein aus dem Strudel meiner Unzulänglichkeiten und Sünden herauswinden konnte. Ich war ja so gefangen in meinem Denken, alles im Leben gut hinzukriegen und mir durch gute Werke den Himmel zu erkaufen. Ich wurde eingeladen, an den Gottesdiensten einer lebendigen, christlichen Gemeinde teilzunehmen. In die­ser Zeit sprach Gott durch verschiedene Predigten zu meinem Herzen. Ich hörte von der Liebe Gottes und was Jesus aus Liebe für mich getan hat. Auf dem Rückweg von einigen Gottesdiensten weinte ich in meinem Auto darüber, dass ich es wieder nicht ge­schafft hatte, eine persönliche Entscheidung für Jesus zu treffen. Die Tränen liefen mir nur so über die Wangen, dass ich kaum die Fahrbahn sehen konnte. Nachts konnte ich nicht mehr richtig schlafen und mich quälte der Gedanke: „Du bist ein Kandidat für die Hölle!“ An einem Sonntagmorgen er­wachte ich und es drängte mich, zum Gottes­dienst zu gehen, obwohl ich es gar nicht vorhatte. Ich hörte dort die Worte Jesu aus Johannes 8, Vers 46: „Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht?“ Wie oft hatte ich diese Wahrheit bereits gehört? Ich hatte auch selber schon viel in der Bibel gelesen und doch hatte ich das Angebot Gottes noch nicht angenommen. In diesem Gottesdienst wusste ich genau, dass ich mich bekehren sollte. Ich stand auf und rief im Gebet Jesus an. Ich bat ihn, mir meine Sünden zu vergeben und mich als sein Kind anzunehmen. Ich gab mein ganzes, altes Leben an Jesus ab und kann heute sagen, dass dieses Erlebnis die wichtigste Entscheidung in meinem Leben war. Seit diesem Tag habe ich die Gewissheit, dass ich ewiges Leben habe und einmal im Himmel bei Jesus sein werde. Ich habe einen neuen Sinn im Leben gefunden. Jetzt ist es mein Wunsch, anderen weiterzusagen, was ich selbst erlebt habe. Jesus krempelte mein Leben grundlegend um! Es hat einen völlig neuen Kurs bekommen. Vielleicht bist du auch auf der Suche. Du quälst dich mit deiner Schuld und deinem Versagen herum und sehnst dich nach Geborgenheit und Frieden mit Gott. Jesus möchte dir deine Schuld vergeben. Er kennt dein ganzes Leben, deine Gedanken, alle deine Sorgen und Nöte. Jesus bietet dir an, in dein Leben zu kommen und es völlig neu zu machen. Er streckt dir freundlich seine Hand entgegen. Ergreife sie doch! Dino Zander

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Besser als Gold
Besser als Gold

„Lebendig tot! – So denke ich heute über viele Jahre meines Lebens. Meine größte Entdeckung machte ich mit 29 ½ Jahren. Mein ganzes Leben wurde dadurch grundlegend verändert ..." Michael Putzi beschreibt, wie sein Leben durch die Begegnung mit Jesus Christus total verändert wurde und erklärt den Lesern, wie auch sie ein Leben mit Jesus beginnen können. Lebendig tot Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens So denke ich heute über viele Jahre meines Lebens. Meine größte Entdeckung machte ich mit 29 ½ Jahren. Mein ganzes Leben wurde dadurch grundlegend verändert. Meine Jugendzeit war wunderbar und hauptsächlich vom Sport geprägt. Ans Limit zu gehen ist ein Kennzeichen meines Lebens! Mit elf Jahren begann ich mit dem Eishockeysport. Bereits im Juniorenalter holten wir den Regionalmeistertitel und gewannen internationale Turniere. Den Pokal in der Hand zu halten, war ein großartiges Gefühl. Mein Traum war es, Profi zu werden. Dafür lebte ich und mein 100%iger Einsatz führte mich über das erweiterte Team der Schweizer Juniorennationalmannschaft bis in die zweithöchste Liga. Mit 17 Jahren erwachten neue Interessen in mir. Partys und Frauenflirts gehörten auf einmal zu meinen Wochenenderlebnissen dazu. Regelmäßig trank ich größere Mengen Alkohol und nach kurzer Zeit konsumierte ich sogar leichte Drogen. Es kam zu Konflikten mit meinen Eltern und zu Verwarnungen vom Eishockeyverein. Die Pro­bleme häuften sich, Mahnungen schlug ich in den Wind. Dann kam es zu einem folgenschweren Ereignis. Ein selbstverschuldeter Autounfall in angetrunkenem Zustand hätte mir beinahe das Leben gekostet. Doch wie durch ein Wunder blieb ich praktisch unverletzt. Der Eishockeyverein zog sofortige Konsequenzen: Rauswurf aus dem Team. Der Traum von einer Profikarriere war dahin. Jetzt ging es definitiv abwärts. Ohne konkretes Ziel im Leben, berauschte ich mich immer wieder mit Alkohol und Drogen. Jahre der Selbstzerstörung folgten. Mit 29 Jahren war ich am Ende. Ich sah keinen Ausweg mehr. Eine innere Stimme sagte mir: „Du bist ein Ver­sager, Eishockeykarriere zerbrochen, Beziehungen kaputt, das hat keinen Sinn mehr – bring dich doch um.“ Wo war der Ruhm geblieben, wo die vielen Freunde? Eine riesige innere Leere war in mir. Selbstmordgedanken kamen auf. „Wenn das mein Leben sein soll, dann will ich es nicht mehr.“ Dann kam Pfingsten 2004. Nach einem Totalabsturz mit 2,4 Promille und Sachbeschädigung wurde ich in den frühen Morgenstunden von der Polizei verhaftet. Der tiefste Punkt war gekommen. Aber er wurde zum Anfang der größten Wende meines Lebens. Der deutsche Liederdichter Gerhard Ter­steegen sagte einmal: „Nur an einer stillen Stelle legt Gott seinen Anker an.“ Und Jesus Christus sagt in Johannes 10,10: „Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen, Leben in ganzer Fülle.“ Die Sehnsucht nach dem Sinn des Lebens erwachte in mir. „Mit wem kann ich reden, der mir die Wahrheit sagt?“ Auf diese innere Frage kam mir plötzlich mein früherer Religionslehrer in den Sinn. Ich suchte ihn auf und es kam zu einem interessanten Gespräch. Folgende Worte von ihm weckten in mir entscheidend das Verlangen, im Neuen Testament zu lesen: „Nimm dir einen Monat Zeit und beginn die Evangelien zu lesen – das, was Jesus gesagt und getan hat und bitte Jesus bewusst, dass Er sich dir offenbart. Wenn ein Monat lang nichts geschieht, dann kannst du die Bibel wieder weglegen.“ Dieser Satz bewegte mich sehr und war entscheidend für meine Suche nach Jesus Christus. „Was ist schon ein Monat in meinem Leben?“, dachte ich. „Wenn es Jesus wirklich gibt, dann will ich Ihn finden!“ Obwohl ich die große Verheißung der Bibel aus Jeremia 29,13-14 noch nicht kannte, „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR“, begann ich noch am gleichen Abend im Matthäusevangelium zu lesen. Anfangs verstand ich nicht viel und doch las ich weiter mit der Bitte: „Herr Jesus, wenn es dich wirklich gibt, bitte zeig dich mir!“ Durch das Lesen der Bibel wurde mir zum allerersten Mal bewusst, wer Jesus Christus wirklich ist. Er tat Dinge, die kein anderer tun konnte. Dieser Jesus ist einfach wunderbar. Er veränderte nicht nur Situationen, sondern das ganze Leben von Menschen, die sich Ihm öffneten. Es wurde mir auch klar, dass ich so, wie ich bin, nicht vor Gott bestehen kann. Beim zweiten Treffen erzählte ich meinem früheren Religionslehrer, was in der Zwischenzeit alles geschehen ist. Am Ende dieses Abends fragte er mich, ob er für mich beten dürfe. „Natürlich“, antwortete ich. Seine einfachen Worte, die er im Gebet zu Jesus Christus sagte, berührten mich sehr. Dann gab er mir eine kleine Broschüre mit dem Titel „Gott persönlich kennenlernen“. Daheim angekommen, begann ich zu lesen. Darin wurde erklärt, dass alle Menschen durch die Sünde von Gott getrennt sind. Jesus ist als Retter in diese Welt gekommen und am Kreuz für alle Sünden gestorben. Nach drei Tagen ist er wieder auferstanden und bietet jedem Vergebung und ein neues Leben an. Dann traf mich ein Satz aus einem vorformulierten Gebet: „Vater im Himmel, mir ist klar geworden, dass ich mein Leben selbst bestimmt habe und dadurch von dir getrennt bin.“ In diesem Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich von Gott getrennt bin und ewig verloren gehe. Ich las weiter: „Bitte vergib mir meine Schuld. Danke, dass du meine Sünden vergeben hast, weil Christus für mich gestorben und mein Erlöser geworden ist. Herr Jesus, bitte übernimm die Herrschaft in meinem Leben und verändere mich so, wie du mich haben willst. Amen!“ Ich wusste augenblicklich, das ist genau das, was ich brauche. Mein Leben soll Jesus Christus gehören. Er soll mich in Zukunft führen, denn Er ist der Einzige, der weiß, was wirklich gut für mich ist. So betete ich dieses Gebet von ganzem Herzen zu Jesus. Was dann geschah, war einfach wunderbar. Jesus kam an diesem Abend in mein Leben. Mir wurde die Gewissheit geschenkt, dass meine Sünden vergeben sind und Jesus mein Retter ist. Ich wusste, dass ich von der Alkoholsucht befreit bin. Es war so, als ob eine Kette zerrissen wäre. Eine wunderbare Liebe strömte in mein Herz! Liebe Leserin, lieber Leser, durch diese Umkehr begann für mich ein neues Leben. Bekehrung bedeutet, ich bringe meine Schuld zu Jesus und Er nimmt sie mir ab (1. Johannes 1,9). Dann nehme ich Jesus Christus in mein Herz auf und übergebe ihm die Führung meines Lebens. So wird ein Mensch in geistlicher Hinsicht von neuem geboren. Die Bibel sagt in Johannes 1,12: „Allen aber, die ihn [Jesus]  aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Entscheide Dich doch gerade jetzt für das neue Leben mit Jesus. Er sagt in Markus 8,36: „Denn was hat ein Mensch davon, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber seine Seele verliert?“ Jesus möchte auch dein Leben neu machen. Mit folgendem Gebet kannst du dich ihm anvertrauen und die größte Wende in deinem Leben erfahren: „Herr Jesus Christus, ich habe erkannt, dass ich ein Sünder bin. Bitte vergib mir alle meine Schuld. Danke, dass Du für mich gestorben und mein Erlöser geworden bist. Herr Jesus Christus, ich nehme dich jetzt im Glauben auf. Komm Du in mein Leben hinein. Übernimm Du die Herrschaft in meinem Leben und verändere mich so, wie Du mich haben willst. Danke, dass Du mich angenommen hast. Amen!“ Lass es uns wissen, wenn Du diesen Schritt getan hast. Denn das ist „Besser als Gold“. Michael Putzi

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Bio-inspirierte Konstruktionen
Bio-inspirierte Konstruktionen

Von einer bio-inspirierten Konstruktion  (engl. bio-inspired design) spricht man, wenn bessere Technologien für ingenieurmäßige Konzeptionen entwickelt werden konnten, nachdem man biologische Systeme in der Natur studiert hat und sich davon inspirieren ließ. In der Natur finden wir so brillante Konstruktionen, dass sie in der heutigen Zeit eine wichtige Ideenquelle für technische Erfindungen darstellen. Die Beweise für intelligentes Design sind überwältigend. Dies sollte nicht überraschen, denn die Bibel lehrt, dass Gottes Eigenschaften in der Schöpfung klar zu erkennen sind. Professor Burgess ist Professor für technisches Design in Großbritannien (Universität Bristol) und den USA (Liberty Universität) und hat mehrere Bücher über Design in der Natur geschrieben. Er hat einige nationale Auszeichnungen für Design gewonnen, darunter zwei für bio-inspiriertes Design: die „Wessex Scientific Medal“ und den „James Clayton Prize“.  Bio-inspirierte Konstruktionen Prof. Stuart Burgess Von einer bio-inspirierten Konstruktion  (engl. bio-inspired design) spricht man, wenn bessere Technologien für ingenieurmäßige Konzeptionen entwickelt werden konnten, nachdem man biologische Systeme in der Natur studiert hat und sich davon inspirieren ließ. In der Natur finden wir so brillante Konstruktionen, dass sie in der heutigen Zeit eine wichtige Ideenquelle für technische Erfindungen darstellen. Ein frühes Beispiel für die Nachahmung der Natur findet man bei den Gebrüdern Wright, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts das erste Flugzeug, die Kitty Hawk, bauten. Die Ingenieure hatten sich schwer damit getan zu verstehen, wie man einen kontrollierten Flug verwirklichen kann. Als die Gebrüder Wright jedoch den Vogelflug studierten, sahen sie, wie die Vögel ihre Schwanzfedern benutzen, um dem destabilisierenden Reaktionsmoment entgegenzuwirken, das immer dann auftritt, wenn ein Flugzeug eine Kurve dreht. Diese Beobachtung veranlasste sie dazu, Steuerelemente wie Quer-, Höhen- und Seitenruder einzubauen, die einen kontrollierten Flug ermöglichten. Ich hatte das Privileg, in den letzten 20 Jahren mehrere Fallstudien über bio-inspiriertes Design durchzuführen. Auf Grundlage dieser Studien habe ich etwa 50 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die Empfehlungen für bio-inspirierte Konstruktionen enthalten. In diesem Faltblatt werde ich drei meiner bemerkenswertesten Projekte beschreiben und zusammenfassen, welche Lehren ich daraus zog. Von der Libelle inspirierte Drohnen Ingenieure versuchen, sehr kleine Drohnen von der Größe einer Libelle zu entwickeln, die Erkundungsflüge an gefährlichen Orten wie Kernkraftwerken und beschädigten Gebäuden ermöglichen. An meiner Universität habe ich eine Drohne entwickelt, die auf dem Design der gewöhnlichen europäischen Segel­libelle basiert. Mein Team hat Libellen im Labor gefilmt, um im Detail zu studieren, wie sie mit den Flügeln schlagen. Wir waren erstaunt, wie die Libellen mit großer Präzision und Steuerung vorwärts, rückwärts und seitwärts fliegen können. Wir stellten fest, dass die von uns eingefangenen Libellen 40 Flügelschläge in der Sekunde machten. Wenn sie mit den Flügeln schlagen, verdrehen sie diese zudem sehr schnell, wobei ein starker Wirbel erzeugt wird, der ihnen eine große Auftriebskraft verleiht. Wir haben die Libellen auch seziert, um zu sehen, was sich im Inneren befindet, und waren erstaunt, an der Wurzel eines jeden Flügels einen Präzisions-Scharniermechanismus vorzufinden, der so genau arbeitet, als sähen wir in eine Schweizer Uhr. Einen interessanten Mechanismus fanden wir bei den Flügelscharnieren. Dieser besteht aus einem komplizierten Viergelenkgetriebe – also einer technischen Lösung, die in vergleichbarer Form bei Pkw-Radaufhängungen zum Einsatz kommt. Ingenieure wissen, dass solche Systeme eine nicht weiter reduzierbare Komplexität aufweisen. Das bedeutet, dass alle Teile dieses Mechanismus gleichzeitig vorhanden sein müssen, um ihre vorgegebene Funktion zu erfüllen. Solche Mechanismen können sich nicht Schritt für Schritt entwickeln; sie müssen von Anfang an wirksam sein und darum von einem Designer als komplettes System geplant und entworfen worden sein. Wir haben drei Jahre damit verbracht, Mechanismen zu entwickeln, die auch nur annähernd Flügelschläge nachbilden können, wie die Libelle sie zu erzeugen vermag. Wir kamen zu einer sehr ernüchternden Erkenntnis, denn mit unserem Gerät brachten wir es auf zehn Flügelschläge pro Sekunde, was nur einem Viertel der Geschwindigkeit der echten Libelle entsprach. Bei unseren Beobachtungen fanden wir einige erstaunliche Fähigkeiten von Insekten heraus. Einige Mücken können ihre Flügel über 1000-mal pro Sekunde schlagen! Wir haben auch herausgefunden, dass Fliegen kopfüber an einer Decke landen können. Diese erstaunliche Meisterleistung wird vollbracht, indem die Fliege kurz vor der Landung an der Decke ihren Körper um präzise 180 Grad dreht! Wir gelangten zu dem Schluss, Insekten müssen einen Designer haben, der weitaus sachkundiger und mächtiger ist als jeder menschliche Designer. Von der natürlichen Hand inspiriertes Exoskelett Es gibt einen Bedarf an leichteren Exoskeletten für medizinische Anwendungen, die für Patienten leicht handhabbar sein müssen. Solche Exoskelette sind roboterartige Stützstrukturen, die an Gliedmaßen befestigt werden, um diese zu stärken. Wenn jemand einen Schlaganfall erlitten hat und dadurch seine Hände geschwächt wurden, kann ein Exoskelett die fehlende Kraft ergänzen. Mein Forschungsteam analysierte die Konstruktion der menschlichen Hand, um dann ein bio-inspiriertes Exoskelett der Hand zu entwickeln. Wir haben uns die Funktionsweise der Finger genau angesehen, um zu verstehen, wie die Finger gestaltet sind. Einer der Gründe, warum der menschliche Finger so schlank und beweglich ist, liegt darin begründet, dass es in den Fingern keine Muskeln gibt. Stattdessen befinden sich die Muskeln, die die Finger bewegen, in der Hand und im Arm. Diese Muskeln sind über dünne Sehnen mit den Fingern verbunden. Die Sehnen sind von Schutzmänteln, den Sehnenscheiden, umhüllt, die eine genaue Führung der Finger ermöglichen. Der Zeigefinger hat sieben verschiedene Muskeln, die den Finger vorwärts und rückwärts und von rechts nach links bewegen können. Die Muskeln und Sehnen agieren so genau, dass die Finger mit Feinregulierung und Präzision bewegt werden können. Die menschliche Hand kann ein Sandkorn mit einem Gewicht eines Bruchteils eines Gramms halten. Sie kann auf Musikinstrumenten nach Noten spielen und dabei sogar mehr als zehn Noten pro Sekunde gefühlvoll und empfindsam zu Gehör bringen. Unsere Finger vermögen sogar auf einer glatten Fläche eine winzige Erhöhung von nur 13 Nanometern zu ertasten. Auf der Grundlage unserer Beobachtungen haben wir ein Exoskelett entworfen und gebaut. Wir verwendeten die beste Technologie, aber dennoch gelang es uns nicht, die Präzisionsbewegung einer echten menschlichen Hand zu erreichen. Trotz aller Einschränkungen war unser Exoskelett in der Lage, Menschen mit schwachen Armen und Händen zu helfen. Wir testeten unser Exoskelett bei einer Dame, die einen Schlaganfall erlitten hatte, und sie war sehr dankbar dafür, wieder Konservendosen anheben zu können. Unsere Studien der menschlichen Hand zeigten uns, welch ein Kunstwerk und brillantes technisches Meisterwerk sie ist. Es wurde uns klar, die menschliche Hand ist dazu konstruiert, um geschickte Dinge zu erledigen, wie Musikinstrumente zu spielen und handwerkliche Arbeiten auszuführen. So etwas würde man auch erwarten, wenn ein Schöpfergott den Menschen für geschickte Arbeiten und zur Freude geschaffen hätte. Es ist jedoch nicht das, was man von der Evolution erwarten würde, denn laut dieser Theorie hat sich der Mensch nur für Überlebensstrategien wie z. B. für das Kämpfen entwickelt. Vom menschlichen Knie inspiriertes Robotergelenk Mein Forschungsteam hat auf der Grundlage des menschlichen Kniegelenks auch ein Knie für Roboter entwickelt. Das menschliche Kniegelenk verfügt über eine bemerkenswerte Kraft und Ausdauer. Es ist so stark, dass die Knie sogar jenen enormen Kräften standhalten können, wenn Fußballspieler sich drehen, wenden und auf ihren Knien rutschen. Während des 80 Jahre langen Lebens einer aktiven Person kann sich das Kniegelenk mehr als 50 Millionen Mal gebeugt und gestreckt haben. Bei einem dreistündigen Marathonlauf beugt und streckt sich das Gelenk etwa 20 000-mal. Erstaunlicherweise kann sich das Kniegelenk selbst warten und reparieren. Natürlich müssen manche Menschen bei Krankheit, Unfall oder übermäßigem Verschleiß ein Ersatzgelenk bekommen. Wenn man davon einmal absieht, kann das Knie als äußerst robust angesehen werden. Eines der Geheimnisse des menschlichen Kniegelenks, warum es eine so gute Konstruktion ist, ist eine Art Drehscharnier-Gelenk, durch den der Oberschenkelknochen in einer sanften Bewegung über die Kniescheibe und den Schienbeinknochen rollt. Zusätzlich zu diesem Mechanismus sorgen die Bänder des Kniegelenks dafür, dass das Knie eine hohe Stabilität aufweist und sich gleichzeitig gut bewegen kann. Eines der Geheimnisse des menschlichen Kniegelenks, die sein gutes Design ausmachen, ist eine Art Nockengelenk, mit dessen Hilfe der Oberschenkelknochen eine sanfte Drehbewegung gegenüber dem Schienbeinknochen vollführen kann. Die Bänder des Kniegelenks führen und stabilisieren diese Bewegung. Eine zentrale Rolle kommt hierbei dem vorderen und hinteren Kreuzband zu, die gewissermaßen als Bestandteile eines inversen 4-Gelenk-Parallelogramms angeordnet sind. Das Kniegelenk ist ein weiteres Beispiel für nicht reduzierbare Komplexität, da das Kniegelenk nur dann funktionieren kann, wenn alle notwendigen Einzelteile vorhanden und korrekt zusammengebaut sind. Im Gegensatz zum menschlichen Kniegelenk halten Ersatzgelenke nur etwa zehn Jahre und verfügen längst nicht über so viel Bewegungsspielraum. Das alles belegt die Überlegenheit des menschlichen Kniegelenks. Die Überlegenheit des Designs in der Natur Eine der wichtigsten Lehren aus den bio-inspirierten Konstruktionen ist, dass das Design der Natur immer besser ist als die ingenieurmäßigen Konstruktionen des Menschen. Vögel sind bessere Flieger als jedes Flugzeug, Fische sind bessere Schwimmer als jeder Torpedo. Seide hat eine viel größere Reißlänge[1] als jede künstliche Faser. Das menschliche Gehirn ist besser als jeder Supercomputer. Der leistungsstärkste Supercomputer der Welt (IBM-Summet) kann die Leistung eines menschlichen Gehirns nicht erreichen, zudem ist er 1000-mal größer und benötigt eine Million Mal mehr Energie für seinen Betrieb. Genau das würde man auch erwarten, wenn Gott die Welt entworfen hätte, weil Gottes Wissen vollkommen ist. Dem biblischen Schöpfungsmodell können wir entnehmen, dass die Natur der vom Menschen geschaffenen Technik überlegen sein sollte, und genau das belegen unsere Forschungsergebnisse. Im Gegensatz dazu sollte die Natur der Evolution zufolge der vom Menschen geschaffenen Technik unterlegen sein, weil die Evolution auf schrittweise Veränderungen beschränkt ist. Dies entspricht nicht dem, was wir an einzigartigen Mechanismen in der Natur vorfinden. Kein schlechtes Design Eine weitere wichtige Lehre aus den bio-inspirierten Konstruktionen ist, dass es in der Natur kein schlechtes Design gibt, wie manchmal behauptet wird. Solche Annahmen beruhen jedoch auf einem mangelnden Verständnis darüber, was eine gute Konstruktion ausmacht. Manche meinen zum Beispiel, das menschliche Auge sei schlechtes Design, weil das Licht erst die Netzhaut passieren müsse, um die lichtempfindlichen Zellen zu erreichen, die sich hinter der Netzhaut befinden. Wissenschaftler haben jedoch entdeckt, dass das Licht durch die sogenannten Müllerzellen geleitet wird, die ähnlich wie Glasfaserkabel funktionieren. Das bedeutet, das Licht wird auf dem Weg durch die Netzhaut keineswegs beeinträchtigt. Vielmehr ist es so, dass das Lichtsignal noch verbessert wird, weil reflektiertes Licht aus dem einfallenden Lichtsignal dadurch entfernt wird. Andere Leute meinen, dass der rückläufige Kehlkopfnerv (auch Stimmnerv oder Nervus laryngeus recurrens genannt) schlecht konstruiert sei, weil er sich bis zum Herzen schlängelt, anstatt direkt vom Gehirn zum Kehlkopf zu gehen. Nur weil der Nerv eine Schlinge hat, bedeutet dies jedoch nicht unbedingt, dass es sich um ein schlechtes Design handelt. Dies gilt umso mehr, als die Schlinge nicht zu einer verminderten Leistung führt. Es gibt in der Tat sehr logische Gründe dafür, warum der rückläufige Kehlkopfnerv eine Schlinge hat. Es ist von der Technik her bekannt, dass optimale Verkabelungssysteme oft Schleifen haben. Der Vorteil einer Schleife ist, dass sie es ermöglicht, Zwischenverbindungen zu Stellen herzustellen, die sonst nicht erreicht werden könnten. Dies ist beim Kehlkopfnerv der Fall, da er Zwischenverbindungen zur Luft- und Speiseröhre herstellt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Teile sich bewegen können, die miteinander verbunden sind. Dies ist während des Wachstums eines Säuglings der Fall, bei dem sich die Organe deutlich auseinander bewegen. Zu behaupten, der Kehlkopfnerv sei schlecht konstruiert, basiert auf einem mangelnden Verständnis der vielfältigen Funktionen eines Leitungssystems. Das Nervensystem im menschlichen Körper hat ein  erstaunlich ausgeklügeltes Design. Erwachsene haben 150 000 Kilometer „Verkabelungen“ in sich, die praktisch jeden Kubikmillimeter des Körpers durch ein immenses Netzwerk von Nervenbahnen erreichen! Das Nervensystem ist ein Beispiel für brillantes Design, aber keineswegs für ein schlechtes! Der Ursprung von Krankheit und Tod Bei der Betrachtung von Design in der Natur ist es normal, den Ursprung von Verfall und Krankheit zu hinterfragen. Es ist wichtig zu klären, dass die Existenz von Verfall und Krankheit keineswegs bedeutet, das Design in der Natur sei nicht ausgezeichnet. Auch wenn das menschliche Herz dem Verfall und der Krankheit unterworfen ist, ist es dennoch brillant konstruiert. Design und Verfall sind zwei höchst unterschiedliche Dinge. Die Bibel erklärt den Ursprung von Verfall und Krankheit. Als Gott die Welt schuf, war sie vollkommen, sie war ohne Tod und ohne Leiden. Das bedeutet, es gab in der Natur keine Raubtier-Beute-Beziehungen. Dieser Zustand hielt jedoch nicht sehr lange an, da bald die Sünde in die Welt kam und alles veränderte. In 1. Mose 3 wird erklärt, wie Adam und Eva gegen Gott rebellierten, indem sie die verbotene Frucht aßen. Dies führte zu einem Gericht, das einen Fluch über die gesamte Schöpfung mit sich brachte. Seit der Zeit von Adam und Eva befindet sich alles in einem Zustand des Verfalls. Es gibt direkte wissenschaftliche Beweise für diesen Verfall, da viele Arten aussterben und die Lebewesen nach einigen aufeinanderfolgenden Generationen ihre Gesundheit und Schönheit verlieren. Der Zerfall ist auch das, was wir vom zweiten Hauptsatz der Thermodynamik erwarten würden. Trotz der Auswirkungen des Sündenfalls von Adam gibt es immer noch erhabene Schönheit und große Wunder in der Welt, die unzählige Ingenieure und Wissenschaftler inspirieren können. Beweise für intelligentes Design Die Beweise für intelligentes Design sind überwältigend. Dies sollte nicht überraschen, denn die Bibel lehrt, dass Gottes Eigenschaften in der Schöpfung klar zu erkennen sind: Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. (Die Bibel, Römer 1,20) Im Buch Hiob wird über die Schöpfung erklärt: „Gott tut große Dinge, die wir nicht begreifen“ (Hiob 37,5). Die moderne Wissenschaft hat die Wahrheit dieses Verses belegt. Das Buch Hiob weist auch darauf hin, dass Gott in der Erkenntnis vollkommen ist (Hiob 37,16). Es ist kein Wunder, dass Ingenieure Entwürfe aus der Schöpfung kopieren, weil Gott ein vollkommener Konstrukteur ist. Einer der Gründe, warum so viele der Gründerväter der Wissenschaft an Gott glaubten, ist, dass sie in der Schöpfung erstaunliches Design sehen konnten. Isaac Newton sagte, dass der Entwurf des Sonnensystems so fein abgestimmt sei, dass es von einem Schöpfer geschaffen sein müsse. Robert Boyle wies darauf hin: „Denkt daran, demjenigen Ehre zu geben, der die Natur erschaffen hat.“ Auch heute noch gibt es viele Wissenschaftler, die den Gütestempel Gottes in der Schöpfung erkennen. Die Offenbarung des Schöpfers an den Menschen Da die Schöpfung einen Schöpfer hat, würde man erwarten, dass der Schöpfer ein Zeugnis seiner Absichten und Anweisungen für die Menschheit hinterlässt. Genau das finden wir in Form der Bibel vor. Die Bibel ist ein bemerkenswertes Buch, das in seinen historischen Berichten als korrekt verifiziert worden ist. Da Gott unser Schöpfer ist, sind wir IHM gegenüber rechenschaftspflichtig, und eines Tages müssen wir alle vor IHM erscheinen. Wenn wir dem Dreieinigen Gott unsere Sünden nicht bekennen und sie uns nicht vergeben lassen, werden wir für unsere Taten verurteilt und sind nicht für den Himmel qualifiziert. Gottes Wort, die Bibel, erklärt jedoch die frohe Botschaft: Gott hat einen Weg zur Errettung geschaffen. Uns werden unsere Sünden vergeben, wenn wir sie bekennen und unser Vertrauen auf den Herrn Jesus Christus setzen. Dies ist möglich, weil Jesus Christus, der Sohn Gottes, stellvertretend die Strafe für unsere Sünde am Kreuz auf sich nahm. Die Schöpfung zeigt, dass Gott an Weisheit und Verstand vollkommen ist. Deshalb können wir darauf vertrauen, dass der in der Bibel beschriebene Weg der Erlösung vollkommen wirksam und perfekt angelegt ist. Stuart Burgess Professor Burgess ist Professor für technisches Design in Großbritannien (Universität Bristol) und den USA (Liberty Universität) und hat mehrere Bücher über Design in der Natur geschrieben. Er hat einige nationale Auszeichnungen für Design gewonnen, darunter zwei für bio-inspiriertes Design: die „Wessex Scientific Medal“ und den „James Clayton Prize“. Er ist mit Jocelyn verheiratet (die Deutsch spricht) und hat fünf Kinder. Stuart Burgess arbeitete an Projekten für die Europäische Weltraumorganisation ESA (European Space Agency). Dies beinhaltete die Leitung der Design-Entwicklung für das Solargruppen-Entfaltungssystem am weltgrößten Erdbeobachtungssatelliten Envisat. Er arbeitete auch am Design der europäischen Skylark-Rakete. --------------------- [1]             Die Reißlänge ist eine charakteristische Materialeigenschaft, die meistens in km angegeben wird. Es ist diejenige Länge, bei der ein frei hängender Draht oder Faden aufgrund seines Eigengewichtes abreißt. Ein Material ist umso hochwertiger, je größer dieser Wert ist.

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Bionik: Lernen von Gottes Ideen
Bionik: Lernen von Gottes Ideen

Schon unsere alltägliche Erfahrung lehrt, dass jede Idee einen Ideengeber benötigt. Die Relativitätstheorie wurde von Albert Einstein erdacht, der Dieselmotor von Rudolf Diesel und die Bachkantaten von Johann Sebastian Bach. Wer aber ist der Erfinder aller biologischen Konzepte? Wer meint, die ziellose Evolution sei die Ursache, ist schlecht beraten, denn Information, die Basis allen Lebens, kann nach den Naturgesetzen der Information nicht von alleine in der Materie entstehen. Durch diese Naturgesetze kann auch der Nachweis erbracht werden, dass nicht nur eine hohe Intelligenzquelle vonnöten ist, sondern eine mit unendlicher Intelligenz. So bleibt nur ein Gott als Informations- und Ideenquelle übrig. Der Begriff Bionik setzt sich zusammen aus Biologie und Technik und beschreibt das kreative Umsetzen von Ideen aus der Biologie in die Technik. Bionik als Wissenschaftsdisziplin befasst sich mit der technischen Umsetzung von Konstruktionen und Prinzipien biologischer Systeme. Was ist Bionik? Der Begriff Bionik setzt sich zusammen aus Biologie und Technik und beschreibt das kreative Umsetzen von Ideen aus der Biologie in die Technik. Einer der Begründer der Bionik ist der deutsche Zoologe Professor Werner Nachtigall (* 1934). Er definierte den Begriff wie folgt: „Bionik als Wissenschaftsdisziplin befasst sich systematisch mit der technischen Umsetzung und Anwendung von Konstruktionen, Verfahren und Entwicklungsprinzipien biologischer Systeme.“ Als historischer Vordenker der Bionik wird der italienische Erfinder Leonardo da Vinci (1452-1519) angesehen. In seiner Schrift von 1505 „Über den Vogelflug“ analysierte er den Vogelflug und versuchte diese Erkenntnisse auf Flugmaschinen zu übertragen. Das erste deutsche Patent im Bereich Bionik wurde 1920 an den österreichisch-ungarischen Botaniker und Mikrobiologen Raoul Heinrich Francé (1874-1943) erteilt, der einen neuen Salzstreuer nach dem Vorbild einer Mohnkapsel entwarf. Dies war ein Durchbruch in der Bionik-Geschichte, denn für die Vergabe eines Patents ist die Neuheit der Erfindung ausschlaggebend. Da aber die Natur bereits diese Erfindung hervorgebracht hatte, hätte dies zu einer Ablehnung der Patentgenehmigung führen können. Francé erhielt jedoch das Patent, und seitdem gelten bionische Erfindungen als patentwürdig. Dadurch wird das wirtschaftliche Interesse an Bionik gefördert. Biologische Vorbilder für technische Lösungen Der Schweizer Ingenieur Georges de Mestral (1907-1990) entwickelte nach dem Vorbild der Kletten den inzwischen weithin verbreiteten Klettverschluss. Dieses einfache Verbindungselement ist heute von Schuhen, Kleidungsstücken, Blutdruck-Messmanschetten, Baby­windeln, Rucksäcken und Taschen nicht mehr wegzudenken. Schnell schwimmende Haie verfügen über eine besondere Konstruktion der Hautoberfläche mit kleinen, dicht aneinander liegenden Schuppen. Diese sind mit scharfkantigen mikroskopisch kleinen Rillen versehen, die parallel zur Strömung ausgerichtet sind. Sie bewirken eine deutliche Verminderung des Strömungswiderstandes – dieser physikalische Effekt gilt unabhängig vom Medium bei allen turbulenten Strömungen, also auch bei Luft. Nach diesem biologischen Vorbild werden Flugzeuge mit einer bestimmten Folie (Riblet-Folie) beklebt, um den Luftwiderstand und damit auch den Treibstoffverbrauch zu senken. Die indische Lotusblume wächst in schlammigen Gewässern. Schmutz, der auf die Blätter gelangt, bleibt nicht haften. Schon mit geringsten Wassermengen wird er abgespült. Diese Art der Selbstreinigung nennt man „Lotus-Effekt“. Wie ist so etwas möglich? Auf der Blattoberfläche befinden sich 10 bis 20 µm (1 µm = 0,001 mm) hohe 10 bis 15 µm voneinander entfernte Noppen aus Pflanzenwachs, die verhindern, dass Schmutzpartikel und Wasser mit der eigentlichen Blattoberfläche in Berührung kommen. Der Entdecker dieses Lotus-Effektes, der deutsche Botaniker Prof. Wilhelm Barthlott (* 1946), versuchte diese natürliche Selbstreinigung auf technische Oberflächen zu übertragen. Die selbstreinigende Fassadenfarbe ist z.B. eine erfolgreiche Übertragung. Bezüglich der geometrischen Anordnung von Samen finden wir in der Pflanzenwelt wahre Raumwunder vor. Bei der Sonnenblume liegt jeder Kern auf dem Korb im Schnittpunkt einer links- und rechtsdrehenden Spirale. Deren Zahl ist nie eine andere als benachbarte Zahlen der mathematischen Fibonaccireihe. Dieses ausgeklügelte Prinzip wird auch bei den winzigen Einzelblüten eines Gänseblümchens angewandt. Man kann durch Computersimulationen nachweisen, dass Samen auf einer Kreisfläche sich nicht dichter unterbringen lassen. Dabei ist noch besonders beachtenswert, dass während der gesamten Wachstumsphase die Fläche stets vollständig genutzt wird. Zu keinem Zeitpunkt entstehen irgendwelche Leerstellen. Wer gab dem Samenkorn jene Information, die alle Bauanweisungen enthält? Krebse brauchen lichtstarke Weitwinkelaugen. Sie bestehen aus zusammengesetzten Facetten, bei denen die Lichtstrahlen von Spiegelschichten zwischen den Einzelaugen zweimal reflektiert werden und erst dann auf die Sinneszellen gelangen. Durch diese ausgeklügelte Konstruktion wird dreierlei erreicht: Das Auge ist äußerst lichtstark, es kann zudem einen außerordentlich großen Bereich übersehen und erzeugt ein sehr scharfes Bild. Astronomen haben dieses trickreiche Prinzip des Krebsauges genau studiert und danach eine Weitwinkelkamera konstruiert, die sogar auf das sehr kurzwellige Röntgenlicht (10 nm) gerichtet werden kann. Das Eisbärfell weist eine geniale Isolationstechnik auf. In der Mitte des Eisbärhaares liegt ein feiner, glänzender, zylindrischer Hohlraum. Wenn Licht- oder auch Wärmestrahlen eindringen, können diese nicht mehr entweichen. Sie werden hin und her gespiegelt und gelangen somit zur Haarbasis, der Haut des Eisbären. Da die Haut schwarz ist, absorbiert sie die Wärmestrahlen besonders effektiv und heizt sich dadurch auf. Der Eisbär ist also gegen die arktische Kälte durch eine spezielle Klimaanlage geschützt, die sich in jedem einzelnen Haar des weißen Felles befindet. Textilforscher und Maschinenbauer haben sich vom Solarkollektor des Eisbären die solarthermische Energiegewinnung abgeschaut. Termitenhügel können bis zu sieben Meter Höhe erreichen und beherbergen Zehntausende bis einige Millionen Individuen. Für Nahrungszwecke legen die Termiten im Keller Pilzgärten an, die durch ihren Stoffwechsel auch Wärme produzieren. In der Nacht steigt diese warme Luft im mittleren Teil des Hügels auf. Durch das verzweigte Röhrensystem an der Außenwand wird bei der nächtlichen Kälte die Luft abgekühlt und strömt darum nach unten in den Keller. Dort wärmt sie sich wieder auf und steigt nun erneut nach oben – das ergibt ein Kreislaufsystem. Am Tage erwärmt die Sonne die Außenwand, und die Luft durchströmt nun den Stock in umgekehrter Richtung. Das genial konzipierte Klimatisierungssystem wird mal durch Stoffwechselwärme und ein andermal durch Sonnenwärme angetrieben. Umfangreiche Computerprogramme wären vonnöten, um das notwendige weitverzweigte Röhrensystem nach aerodynamischen Gesetzen zu berechnen und die bestmögliche Konstruktion zu entwerfen. Wer gab einem Termitenvolk von mehreren Millionen Indivi­duen den Plan, physikalisch korrekt zu bauen? Woher weiß jede einzelne Termite, wo Material anzufügen ist, und wie funktioniert die Kommunikation untereinander? Beim Bau herrscht Vollbeschäftigung, jede Termite weiß, was zu tun ist, und keine steht arbeitslos herum. Fehlkonstruktionen und Pfusch am Bau sind unbekannt. Die Riesenseerose gibt es in zwei Arten: Victoria amazonica und Victoria cruziana. Beide kommen in warmen Gegenden Südamerikas vor. Kennzeichnend ist das bis zu drei Meter große kreisrunde Schwimmblatt mit hochgewölbtem Rand, das großen Vögeln Platz zum Ausruhen bietet. Auch zwei kleine Kinder könnte es problemlos tragen. Worauf beruht diese besondere Tragfähigkeit? Auf der Unterseite sieht man ein raffiniertes System aus Spanten und Verstärkerleisten. Die einen gehen vom Mittelpunkt aus radial nach außen, andere laufen kreisförmig herum. Kein Material wird verschwendet. Nur dort, wo nach den Gesetzen der Statik und Festigkeitslehre eine Versteifung nötig ist, findet man sie auch. Die riesigen Blätter sind perfekte Leichtbaukonstruktionen, die bei großer Materialersparnis eine maximale Tragfähigkeit erreichen. Wer hat die Konstruktion berechnet? Wer ist ihr Erfinder? Wer hat die Maße festgelegt? Noch etwas ist bemerkenswert: Die Blüten der Victoria öffnen sich mit Einbruch der Dämmerung, sie sind weiß und locken Käfer an, die sie zur Bestäubung in einer Luftkammer einfangen. Am nächsten Tag schließen sich die Blüten. Die Käfer werden dabei mit unter Wasser gezogen. In der zweiten Nacht öffnen sie sich noch einmal, sie sind diesmal rosa gefärbt und entlassen ihre Bestäuber. Im 19. Jahrhundert war das Schwimmblatt der Viktoria das biologische Vorbild für technische Leichtbaukonstruktionen. Ein bekanntes Beispiel ist der Crystal Palace (Kristallpalast), der von dem britischen Architekten Joseph Paxton (1803-1865) eigens für die erste Weltausstellung 1851 in London entworfen wurde. Diese riesige Ausstellungshalle hatte eine Grundfläche von 70 000 Quadratmetern (= viermal Petersdom), in der 3500 Tonnen Gusseisen und 400 000 Glasplatten von 2000 Arbeitern verbaut wurden. Die Schalen mancher Früchte inspirieren Ingenieure und Werkstoffkundler zu technischen Lösungen. Eine der schwersten Zitrusfrüchte ist die Pomelo, die bis zu zwei Kilogramm wiegen kann. Sie wird umhüllt von einer weichen, schaumartig aufgebauten Schale. Die Frucht ist so gut gepolstert, dass sie einen Aufprall aus zehn Metern Höhe auf eine Betonplatte unbeschadet übersteht. Die Bewegungsenergie beim Aufprall wird zu 90 Prozent von der zwei bis drei Zentimeter dicken Fruchtschale aufgenommen. Diese Idee setzten Forscher der Technischen Hochschule Aachen um, indem sie einen Crashschutz aus Metallschaum herstellten. Anfang des 19. Jahrhunderts orientierte sich der britische Ingenieur George Cayley (1773-1857) bei der Konstruktion der ersten funktionierenden Fallschirme an den Flug­samen heimischer Pflanzen. 1852 baute er das erste Gleitflugzeug der Welt, das ohne Pilot getestet wurde. Der deutsche Luftfahrtpionier Otto Lilienthal (1818-1896) studierte eingehend den Vogelflug und erkannte Anfang des 20. Jahrhunderts als Erster die Bedeutung der Flügelwölbung für den Auftrieb. Gewölbte Tragflächen haben im Vergleich zu ebenen Flächen zwar einen geringfügig höheren Luftwiderstand in horizontaler Richtung, jedoch ein Vielfaches an vertikalem Auftrieb. 1889 veröffentlichte er sein Buch „Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst“, das als die wichtigste flugtechnische Veröffentlichung des 19.Jahrhunderts gilt. Über 10 000 Vogelarten sind den Ornithologen heutzutage bekannt, von denen die meisten flugfähig sind. Vielerlei Flugarten (z.B. Gleitflug, Schlagflug, Rüttelflug) wurden ausgeführt. Wer gab jedem Vogel die für seine Zwecke passende Konstruktion mit den unterschiedlichsten Federarten? Wer installierte das unvorstellbar komplexe Flugprogramm im Gehirn des Vogels, um auch bei schwierigen Manövern jede Flügelstellung dem Gehirn zu melden und dann auch im Nu darauf zu reagieren und den Muskeln die notwendigen Befehle zu erteilen? Alle Systeme und Programme müssen fertig sein, um zu funktionieren. Grenzen der Bionik Wir haben eine kleine Auswahl von Konzeptionen aus der Biologie kennengelernt, die als perfekte Lösungen anzusehen sind. Kaum etwas lässt sich direkt kopieren. Vom biologischen Phänomen bis zur technischen Umsetzung ist es meistens noch ein weiter Weg. Nach meiner Sicht der Dinge als Ingenieur und Informatiker können hauptsächlich solche Phänomene umgesetzt werden, die wir in den Ingenieurwissenschaften – und dort im Wesentlichen der Mechanik – zuordnen: Geniale Leichtbauweisen (das verwendete Material wird sehr sparsam eingesetzt – Schwimmblatt der Viktoria, Vogelfeder, Samenanordnungen bei Pflanzen, Spinnennetze) Besondere Werkstoffe (Spinnseide mit höherer Reißfestigkeit als Stahl) Formoptimierungen (die Strukturen werden so leicht wie möglich und so fest wie nötig gestaltet – Astverzweigungen bei Bäumen, Roggenhalme, Knochen, Zähne, Krallen) Sonderkonstruktionen für spezielle Bewegungen (Libellen, Kolibris, Rochen) Geniale Ausnutzung der physikalischen Gesetze (sich schnell bewegende Tiere haben eine Körperform mit geringem Strömungswiderstand – Delphine, Haie) Antriebsprinzipien (Rückstoßprinzip bei Quallen und Tinten­fischen, Propellerprinzip beim Schlagflug der Vögel) Präzise kalkulierte Klimasysteme (Termitenbauten) Optimale Energienutzung (Flug der Zugvögel, Eisbärfell) Miniaturisierung (bisher ist keine höhere Informationsdichte bekannt als die im DNS-Molekül) Sensortechnik. Alle Mechanismen der oben genannten Art sind genial umgesetzt. Es gibt darüber hinaus eine unvorstellbare Vielfalt lebender Systeme auf der Erde. Der deutsche Biologe Professor Gerhard Zotz (* 1960) schätzt die Biodiversität auf unserem Planeten auf etwa 100 Millionen Arten, von denen bisher nur 8,7 Millionen entdeckt sind. Daran vermögen wir zu ermessen, wie atemberaubend die Anzahl hochgenialer Ideen ist, die in den lebenden Systemen verwirklicht ist. Bei allen lebenden Systemen gibt es Konzepte, die weit über alles Ingenieurmäßige hinausgehen. Es sind jene Erfindungen, die uns ehrfürchtig erkennen lassen, dass sie technisch nicht nachzubauen sind. Worum geht es dabei? 1. Allen lebenden Systemen ist gemeinsam, dass sie aus einem vorhandenen lebenden System hervorgegangen sind. Es ist das Konzept Vermehrung. Technisch ausgedrückt bedeutet das, dass aus einem Hammer ein neuer Hammer hervorgeht, aus einem Benzinmotor ein neuer Benzinmotor und aus einem Computer wiederum ein neuer Computer. 2. Weiterhin ist allen lebenden Systemen gemeinsam, dass ihre komplexe Bauanweisung auf engstem Raum als Information gespeichert ist und nach Initiation (Befruchtung, Zellteilung) ein dynamischer Wachstumsprozess in Gang gesetzt wird, der alle Details (Organe, Sensorsysteme) herstellt und auch tausende von Abläufen minutiös steuert. Woher kommen alle diese Ideen? Schon unsere alltägliche Erfahrung lehrt, dass jede Idee einen Ideengeber benötigt. Die Relativitätstheorie wurde von Albert Einstein erdacht, der Dieselmotor von Rudolf Diesel und die Bachkantaten von Johann Sebastian Bach. Wer aber ist der Erfinder aller biologischen Konzepte? Wer meint, die ziellose Evolution sei die Ursache, ist schlecht beraten, denn Information, die Basis allen Lebens, kann nach den Naturgesetzen der Information nicht von alleine in der Materie entstehen. Durch diese Naturgesetze kann auch der Nachweis erbracht werden, dass nicht nur eine hohe Intelligenzquelle vonnöten ist, sondern eine mit unendlicher Intelligenz. So bleibt nur ein Gott als Informations- und Ideenquelle übrig. Die Menschen verehren viele Götter, aber welcher ist der wahre Gott? Nur ein einziger Gott hat uns hier auf der Erde besucht, und das ist der Gott der Bibel1. In Gestalt seines Sohnes Jesus Christus kam er auf diese Erde. Und „durch ihn hat er auch die Welt gemacht“ (Hebräer 1,2b, Die Bibel). Im Kolosserbrief (1,16) wird der Schöpfungsumfang Jesu noch weitergezogen: „Denn in ihm (= Jesus Christus) ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare … es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.“ Er erfüllt auch das oben geforderte Kriterium der unendlichen Intelligenz (Allwissenheit; Johannes 16,30, Die Bibel). Damit sind wir zur Quelle aller Ideen in den Lebewesen vorgedrungen. Geradezu unfassbar ist in dem Zusammenhang die Tatsache, dass Jesus, unser aller Schöpfer, an einem Kreuz sterben musste. Das war der Preis für unsere Verfehlungen, der aber notwendig wurde, damit wir eine ewige Zukunft in seinem Himmelreich erhalten können und nicht in Verlorenheit enden. Vielleicht sind gerade diese letzten Gedanken für Sie neu, und Sie stellen sich die Frage: Ist dieser Himmel auch etwas für mich? Ja, unbedingt! Jesus sagt in Matthäus 9,13: „Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen!“ Damit spricht er die Einladung zum Himmelreich insbesondere an jene aus, die bisher ohne ihn gelebt haben. Nehmen Sie zu Ihrem Urheber durch ein Gebet Kontakt auf. Ein solches Gebet könnte in etwa so lauten: „Herr Jesus Christus, ich bin bewegt von dem, was ich heute gelesen habe. Wenn Du alle Dinge geschaffen hast, dann bist Du auch mein Schöpfer. Ich möchte Dich kennenlernen. Um mehr von Dir zu erfahren, werde ich beginnen, Dein Wort – die Bibel – zu lesen. Ich will auch zu den Deinen gehören, denen Du das ewige Leben zugesagt hast. Amen! Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt

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Das beste Geschenk
Das beste Geschenk

Weihnachten, das bekannteste und größte christliche Fest, ist für viele ein Feiertag ohne wirklichen Sinn. Manfred Röseler weist darauf hin, dass die Bedeutung von Weihnachten in Jesus Christus liegt. Die vielen Geschenke, die an Weihnachten gemacht werden, sind nichts im Vergleich zu dem Geschenk, das Gott uns gegeben hat. Die Menschheit war hoffnungslos mit Sünde verschuldet, aber Gott hat den Menschen ein Geschenk gemacht: Die absolute Sündenvergebung in Jesus Christus. „Bei aller Weihnachtsfeierlichkeit übersehen wir oft, dass es nicht in erster Linie um ein nettes Miteinander geht, sondern um die Erlösung von Sünde und um eine neue Beziehung zu Gott.“ Darum möchte ich fragen: Haben Sie das große Geschenk Gottes schon angenommen? Das beste Geschenk Weihnachten ist für viele Menschen ein Fest der Gemeinschaft, der Familie und ein Anlass, einander Freude zu bereiten. Für andere ist Weihnachten ein Fest der Einsamkeit, für manche sogar der Verzweiflung. Die Zahl der Verzweiflungstaten schnellt jedes Jahr zur Weihnachtszeit in die Höhe. Diese traurige Bilanz zeigt, dass viele den wahren Sinn von Weihnachten nicht kennen. Weihnachten weist auf das Geschenk hin, das Gott uns anbietet. Alles, was wir einander schenken können, ist in Wirklichkeit verschwindend wenig im Vergleich zu dem großen Geschenk, das Gott für uns bereithält. Der Wert von Gottes Geschenk für uns ist unermesslich. Es macht unser Leben neu, reich und lebenswert. Gott sieht unsere Wünsche, Sehnsüchte und Bedürfnisse. Er kennt unsere Stärken und Schwächen. Er weiß auch wie unsere Beziehung zu ihm aussieht. Wie würden Sie Ihre Beziehung zu Gott beurteilen? Ist sie in Ordnung oder gibt es Sünde in Ihrem Leben, die Sie von Gott trennt? Sünde ist z.B. unser Unglaube, unsere Rebellion gegen Gott und dann auch die Übertretung seiner Gebote. Gott kennt jede einzelne unserer Sünden sehr genau. Aufgrund unserer Sünden haben wir viel Schuld Gott gegenüber auf uns geladen. Schulden bei einer Bank können wir gewöhnlich mit regelmäßigen Raten in absehbarer Zeit zurückzahlen. Manche bemühen sich aufrichtig darum, gute Werke zu tun und Gottes Gebote einzuhalten. Unsere Schuld vor Gott können wir allerdings so nicht tilgen. Selbst dann, wenn jemand ab heute nie wieder sündigen würde, wäre die Trennung des Menschen von Gott nicht aufgehoben. In Jesaja 59,2 lesen wir:  „... wie eine Mauer steht eure Schuld zwischen euch und eurem Gott.“ und in 1. Korinther 6,9 steht: „Wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden?“ Ohne Bereinigung unserer Sünde können wir nicht in den Himmel kommen. Auf uns wartet nach dem Tod der Ort der Strafe, die ewige Verdammnis. Das große Geschenk, das Gott uns anbietet, ist die Vergebung unserer Sünden. Er möchte uns von dem Urteil „ewige Verdammnis“ befreien (vgl. Offenbarung 20,15). Er möchte uns zu seinen Kindern und zu Erben seines Reiches machen. Doch wie kann das geschehen? Gott kann nicht einfach über unsere Sünde hinwegsehen und so tun, als sei nichts gewesen. Dann wäre er nicht gerecht. Der einzige Weg zu unserer Rettung besteht darin, dass unsere Sünde vergeben wird und genau dafür sandte Gott seinen Sohn, Jesus Christus, auf diese Erde. Weihnachten erinnert uns an die Geburt von Jesus in Bethlehem vor ca. 2.000 Jahren. Jesus wurde ein Mensch wie wir. Dennoch unterschied sich sein Leben von dem eines gewöhnlichen Menschen. Jesus führte ein völlig schuldloses Leben. Er beging nie eine Sünde. Stattdessen predigte er den Menschen das Evangelium, heilte Kranke und tat viel Gutes. Seine Wunder bestätigten, dass er der im Alten Testament angekündigte Retter ist. Obwohl Jesus unschuldig war, ließ er sich zum Tod verurteilen. Er hatte den Tod nicht verdient. Doch mit seinem Sterben am Kreuz auf Golgatha nahm er unsere Schuld stellvertretend auf sich. Er bezahlte die gesamte Schuld, die wir vor Gott haben. Gott akzeptierte dieses Opfer. Nach drei Tagen erweckte er ihn von den Toten und nahm ihn etwas später zu sich in den Himmel. Jesus lebt auch heute. Der Grund, warum Jesus auf die Erde kam, wird in Matthäus 1,21 erklärt: „Und sie [Maria] wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.“ Jesus kam auf diese Erde und wurde Mensch, um uns mit Gott zu versöhnen. An Weihnachten geht es nicht in erster Linie um ein frohes Miteinander, sondern um unsere Beziehung zu Gott. Durch Jesus können wir von unserer Sünde befreit werden. Wir können Vergebung bekommen und Kinder Gottes werden. Wir dürfen die Gewissheit im Herzen haben, dass wir einmal im Himmel sein werden. Ist das nicht ein großes Geschenk? Ich möchte Sie fragen: „Haben Sie dieses Geschenk angenommen?“ Wenn ja, dann haben Sie allen Grund, mit Freuden Weihnachten zu feiern. Wenn das beste Geschenk noch nicht Ihr Geschenk ist, dann nehmen Sie es heute an. Darüber lesen wir in Apostelgeschichte 3,19 folgendes: „Nun kehrt euch ab von euren Sünden und wendet euch Gott zu, damit ihr von euren Sünden gereinigt werden könnt.“ Im Gebet können Sie mit Jesus reden und ihm alle Ihre Versagen und Sünden bekennen, die Ihnen bewusst sind. Bitten Sie ihn auch um Vergebung für all die Sünden, an die Sie sich nicht mehr erinnern können. Er vergibt Ihnen gern. Doch bleiben Sie nicht dabei stehen. Sagen Sie Jesus auch, dass Sie sich ihm jetzt ganz anvertrauen möchten und dass er die Herrschaft über Ihr Leben übernehmen soll. Laden Sie ihn ein, in Ihr Leben zu kommen und die weitere Führung Ihres Lebens zu übernehmen. Wenn Sie Jesus Ihr Leben anvertrauen, macht er Sie zu einem Kind Gottes (vgl. Johannes 1,12). Nachdem Sie wie oben beschrieben gebetet haben, danken Sie Jesus dafür, dass er für Ihre Schuld gestorben ist, Ihnen vergeben und ein neues, ewiges Leben geschenkt hat. Auf diese Weise dürfen Sie erfahren, dass Gottes Geschenk das beste Geschenk ist, das es überhaupt gibt. Manfred Röseler

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Das Vaterunser

Glaube an Gott oder an Jesus? Zu wem sollen wir beten? Die einen wenden sich im Gebet an Maria, andere an Jehova oder an Allah. Welche Bedeutung hat Jesus? Dieser Flyer möchte dazu motivieren, einen Vortrag von Prof. Dr. Werner Gitt auf YouTube anzuhören. Außerdem befindet sich auf dem Flyer ein Gutschein für das Buch "Fragen, die immer wieder gestellt werden" und für eine Bibel (Altes und Neues Testament, Übersetzung: Schlachter 2000). Ab einer Bestellmenge von mind. 2.500 Stück ist der Eindruck einer eigenen Kontaktadresse möglich.

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Der Anruf
Der Anruf

Verteilschrift für Kinder Tut... tut... tut... Hast du das auch schon erlebt? Du willst deinen besten Freund oder deine beste Freundin anrufen und es ist besetzt? Du wartest fünf Minuten, rufst wieder an, und es ist immer noch besetzt. Wäre es nicht toll, wenn du ihn oder sie zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichen könntest? Wäre es nicht schön, wenn du gar nicht lange warten müsstest, bis deine Freundin oder dein Freund an das Telefon geht? Das wäre doch großartig! Ich kenne eine Verbindung, die immer funktioniert. Derjenige, den ich über diese Leitung erreiche, hat immer Zeit, ist nie genervt, nie im Stress und interessiert sich für alles, was ich ihm sage. Es ist Gott, der himmlische Vater. Durch seinen Sohn Jesus Christus kann ich jederzeit mit ihm verbunden sein. Wie gut, dass es diese Verbindung gibt! Der Anruf Hast du etwas Zeit für mich? Tut... tut... tut... Hast du das auch schon erlebt? Du willst deinen besten Freund oder deine beste Freundin anrufen und es ist besetzt? Du wartest fünf Minuten, rufst wieder an, und es ist immer noch besetzt. Nach mehreren Versuchen fragst du dich, wer da wohl so lange telefoniert. Wäre es nicht toll, wenn du ihn oder sie zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichen könntest? Wäre es nicht schön, wenn du gar nicht lange warten müsstest, bis deine Freundin oder dein Freund an das Telefon geht? Das wäre doch großartig! Mit der Technik von heute können wir leicht Verbindungen zu Personen herstellen, doch wenn der Akku leer ist, ist ein modernes Handy nutzlos. Ich kenne eine Verbindung, die immer funktioniert. Derjenige, den ich über diese Leitung erreiche, hat immer Zeit, ist nie genervt, nie im Stress und interessiert sich für alles, was ich ihm sage. Vielleicht hast du schon erraten, wer das sein könnte: Es ist Gott, der himmlische Vater. Durch seinen Sohn Jesus Christus kann ich jederzeit mit ihm verbunden sein. Wie gut, dass es diese Verbindung gibt! Worüber können wir mit Gott reden? Ich selber telefoniere total gerne mit meinem Freund. Es gibt aber Dinge, die würde ich niemals am Telefon erzählen. Wer weiß, ob da nicht jemand mithört oder ob mein Freund mich richtig versteht? Wenn ich aber mit Gott spreche, weiß ich, dass er mich hört und mich genau versteht. Ihm kann ich alles erzählen, wirklich alles! Es gibt nichts, was ich ihm nicht sagen darf und er versteht mich immer. Vielleicht kennst du das auch: Manchmal hast du Angst, über ein Problem zu reden. Es ist dir peinlich, wenn jemand etwas davon erfährt. Vielleicht befürchtest du, deswegen ausgelacht zu werden. Bei Gott ist das ganz anders. Ihm kannst du alles erzählen, was dich beschäftigt. Er macht sich nicht über dich lustig. Im Gegenteil, er versteht dich und ermutigt dich. Du kannst ihm alles sagen und ihm alle deine Fragen stellen. Es ist egal, ob es etwas Schönes, etwas ganz Peinliches oder auch nur eine kleine Frage ist. Er versteht dich immer. Erfüllt Gott alle unsere Wünsche? Gott antwortet unterschiedlich auf unsere Gebete. Manche Bitten erfüllt er sofort, andere erst später und einige auch gar nicht. Er weiß, ob unsere Wünsche für uns wirklich gut sind. Wichtig ist, dass wir Gott nicht mit einem Kaugummiautomaten verwechseln, in den wir Geldstücke einwerfen und dann bekommen, was wir haben möchten. Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber er gibt uns immer das, was wir nötig haben. Wenn Gott unsere Bitten erfüllt hat, sollten wir ihm auch dafür danken. „Das ist doch selbstverständlich!“, wirst du jetzt vielleicht denken. Ja, das ist es auch. Wenn es uns aber gut geht, vergessen wir manchmal, dass Gott uns geholfen hat. Ist es nicht traurig, wenn du jemandem ein schönes Geschenk machst und er sich nicht bei dir bedankt? Ebenso ist Gott traurig, wenn wir vergessen, ihm zu danken. Wie redet Gott mit uns? Wenn wir Gott bitten, uns bei einer bestimmten Frage weiterzuhelfen, dann hilft er uns auch. Er tut dies auf ganz unterschiedlichen Wegen. Normalerweise hören wir keine laute Stimme vom Himmel. Vieles sagt er uns durch die Bibel. Deswegen bezeichnen wir die Bibel als Gottes Wort. Darin lesen wir, was sich Gott von uns wünscht und was für unser Leben gut ist. Gott redet auch durch unser Gewissen zu uns. Wir bitten ihn, dass er uns hilft und plötzlich merken wir tief in unserem Inneren: „So sollte ich das machen.“ Das kann Gottes Stimme sein. Manches sagt Gott uns auch durch andere Menschen. Wichtig ist dabei, dass wir bereit sind, auf Gottes Stimme zu hören und zu tun, was er uns sagt. Seit wann gibt es diese Verbindung? Ganz am Anfang, als Gott die Menschen geschaffen hatte, gab es diese Verbindung zu Gott. Die ersten Menschen konnten mit Gott wie mit einem Freund reden. Aber eines Tages kam das Böse in diese Welt. Der Teufel, der Feind Gottes, verführte die Menschen dazu, das zu tun, was Gott ihnen verboten hatte. Wie es dazu kam, kannst du am Anfang der Bibel nachlesen (1. Mose, Kapitel 3). Seit diesem Ereignis taten die Menschen immer wieder, was sie wollten, und hörten nicht mehr auf Gott. Durch ihren Ungehorsam wurde die Verbindung zu Gott unterbrochen. Das ist genauso wie beim Handy: Wenn du in einem Funkloch bist und keine Verbindung hast, kannst du nicht mehr telefonieren. So trennt uns die Sünde von Gott. Sünde ist alles Böse, was wir tun, egal, ob es eine kleine Lüge oder ein großer Diebstahl ist. Für Gott gibt es da keinen Unterschied. Gott war sehr traurig darüber, dass die Menschen sich von ihm abgewandt hatten. Weil er aber jeden einzelnen Menschen liebt, hat er alles daran gesetzt, die Verbindung wieder herzustellen. Er suchte nach einem Weg, um uns von unserer Sünde zu befreien. Sein Wunsch war, dass wir wieder Gemeinschaft mit ihm haben können. Die perfekte Verbindung sollte wieder hergestellt werden. Aus Liebe zu uns sandte Gott, der Vater, seinen einzigen Sohn als Retter in unsere Welt: Jesus Christus. Jesus hatte niemals etwas Böses getan, doch er wurde gekreuzigt wie ein Verbrecher. Als Jesus am Kreuz starb, starb er für deine und meine Sünden. Er nahm die Strafe für unsere Schuld auf sich. In der Bibel steht in Johannes 3,16: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verlorengehen, sondern das ewige Leben haben.“ Gott hat seinen Sohn, Jesus, nach drei Tagen von den Toten auferweckt. Er ist jetzt im Himmel bei seinem himmlischen Vater. Jesus bezahlte die Strafe für unsere Schuld. Damit hat er das Problem der Sünde für uns gelöst. Jetzt haben wir durch ihn die Möglichkeit, eine Verbindung zu Gott zu bekommen. Wie bekomme ich diese perfekte Verbindung zu Gott? Alles, was du machen musst, ist, Jesus in dein Leben aufzunehmen und an ihn zu glauben (vergleiche Johannes 1,12). Wenn dies dein Wunsch ist, kannst du dich im Gebet an Jesus wenden und ihm folgendes sagen: „Herr Jesus, ich danke dir, dass du für meine Sünden am Kreuz gestorben bist. Auch ich bin schuldig geworden und bitte dich darum, dass du mir alle meine Sünden vergibst. Ich nehme dich jetzt in mein Leben auf und möchte, dass du mich weiterhin führst und mein Leben so veränderst, wie du es haben willst. Amen!“ Wer Jesus in sein Leben aufgenommen hat, ist ein Kind Gottes geworden und hat eine Verbindung zu Gott. Jetzt kannst du mit Jesus über alles sprechen, über deine Wünsche und auch über deine Probleme. Sage Jesus auch, worüber du dich freust und wofür du dankbar bist. Weil Gott uns so lieb hat, ist es sein Wunsch, dass wir ständig in Verbindung zu ihm bleiben. Er hat es uns so leicht gemacht. Und trotzdem leben die meisten Menschen noch ohne ihn und wollen nichts von seiner Liebe zu uns wissen. Wie entscheidest du dich? Tobias Jakob

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Der Gottesbeweis durch die Liebe
Der Gottesbeweis durch die Liebe

Gottesbeweise gewinnen in unserer Zeit eine ganz neue Bedeutung. Einige Gottesbeweise sind vom naturwissenschaftlichen Denken geprägt. So stellt sich die Frage: Gibt es vielleicht einen Gottesbeweis, der das Herz eines jeden Menschen erreichen kann? Die Liebe ist das Phänomen, wofür jedes menschliche Herz empfänglich ist – sei es ein Urwaldbewohner, der nie etwas von Wissenschaft gehört hat, oder ein Physik-Nobelpreisträger, der versucht, die Urgründe der Materie zu erforschen. Kann es sein, dass Gott sich in seiner Liebe offenbart hat und damit allen Menschen den Universalbeweis seiner Existenz und seines Wesens geliefert hat? In der Tat hat Gott das getan, und das soll in dieser Schrift gezeigt werden. Der Gottesbeweis durch die Liebe Schon seit der Antike hat man versucht, Gott „zu beweisen“, wie z. B. durch den kosmologischen, den ontologischen oder den teleologischen Gottesbeweis[1]. Das kurze Stichwort Gottesbeweis kann in dem Sinne missverstanden werden, als sei es möglich, Gott in seiner ganzen Wesensart beweisbar zu machen. Dies ist schon deshalb nicht möglich, weil Gottes Gedanken und Wege weit höher sind als alles von uns Erdachte (Jesaja 55,8-9). So ist bei jeder Beweisform zu beachten, auf welche Eigenschaft Gottes Bezug genommen wird. Weiterhin ist es wichtig, zwischen harten und weichen Beweisen zu unterscheiden. Harte Beweise basieren auf Naturgesetzen und sind darum nicht widerlegbar. Mit Hilfe der Naturgesetze der Information konnten einige Merkmale Gottes (z. B. seine Existenz, seine Allwissenheit und sein ewiges Wesen) in harter Form bewiesen werden[2]. Eine besondere Form des Gottesbeweises ist der Prophetisch-mathematische Gottesbeweis[3]. Hierbei wird von den erfüllten Prophetien der Bibel ausgegangen, so dass dieser Beweis deutlich über naturgesetzliche Schlussfolgerungen hinausgeht. Er bestätigt die Bibel als das Buch der Wahrheit und damit den Gott der Bibel als den einzig existierenden. Nur ein kleiner prozentualer Anteil der deutschen Bevölkerung kann bezeugen, sich in freier Entscheidung Jesus Christus als dem Retter zum ewigen Leben zugewandt zu haben. Der frühere Bundeskanzler Willy Brandt (1913-1992) äußerte wenige Tage vor seinem Tod: „Ich weiß nicht, ob es Gott gibt. Ich lasse es in der Schwebe.“ Angesichts solcher Unsicherheiten gewinnen Gottesbeweise in unserer Zeit eine ganz neue Bedeutung. Die o. g. Gottesbeweise sind vom mathematisch-naturwissenschaftlichen Denken geprägt. So stellt sich die Frage: Gibt es vielleicht einen Gottesbeweis, der das Herz eines jeden Menschen erreichen kann? Die Liebe ist das Größte, und es ist jenes Phänomen, wofür jedes menschli­che Herz empfänglich ist – sei es ein Urwaldbewohner, der nie etwas von ir­gendeiner Wissenschaft gehört hat, oder ein Physik-Nobelpreisträger, der ver­sucht, die Urgründe der Materie zu erforschen. Kann es sein, dass Gott sich in seiner Liebe offenbart hat und damit allen Menschen – und damit auch Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser – den Universalbeweis seiner Existenz und seines Wesens geliefert hat? In der Tat hat Gott das getan, und das soll im Folgenden gezeigt werden. Wie stellt sich der Mensch des 21. Jahrhunderts Gott vor? Der Journalist Jan Roß beschreibt in einem Buch[4], wie sich wohl der Mensch unserer Tage ohne biblische Offenbarung einen Gott vorstellen würde: „Wahrscheinlich wie ein ins Überdimensionale und Über­menschliche gestei­gerter Comic-Held, ein kosmischer Super­man, Batman oder Spider-Man – stark, unverwüstlich, Athlet und Sheriff, ein Schützer von Recht und Ord­nung für das ganze Universum.“ Wir Menschen stehen vor einem Problem: Wie sollen wir an einen Gott glauben, den wir noch nie gesehen haben und dessen Charaktereigenschaften uns Menschen unbegreiflich sind? Was sagt uns die Schöpfung über Gott? In Römer 1,20 wird uns erklärt, dass „Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, seit der Schöpfung der Welt aus seinen Werken zu ersehen ist.“ Damit haben wir einen deutlichen Hinweis auf den Urheber aller Dinge, aber die Schöpfung vermittelt uns kein eindeutiges Bild über ihn. Wir beobachten in der Schöpfung unermesslich viel Intelligenz und Genialität in den Konzepten aller Lebewesen, aber auch das andere erkennen wir: Schönheit ist mit Hässlichkeit, Güte ist mit Bosheit, Licht mit Dunkelheit, Sanftmut ist mit Gewalt und Liebe mit Hass gepaart. Viele Heidenvölker und selbst Evolutionstheoretiker, die Gottes Wort nicht kennen, sind durch Naturbeobachtung zu dem Schluss gekommen, dass der Gott – wenn es ihn denn gibt – ein böser Gott sein muss. Die Tatsache, dass in der Natur die stärkeren Lebewesen die schwächeren bestialisch töten, um zu überleben, ist für sie ein überzeugendes Argument. Auch die Neigung des Menschen, wenn auch zum Guten, so doch auch zum Bö­sen, scheint diese Aussage zu bestätigen. Menschen, die die Bibel nicht kennen, wissen nichts von einem Sündenfall, der die ursprünglich sehr gute Schöpfung in den Sog des Falles riss und damit sowohl das Wesen der Menschen wie auch die Verhaltensweisen in der Tier­welt veränderte. Ohne vom Sündenfall zu wissen, ziehen die Menschen automatisch den Schluss, dass auch im Herzen Gottes Gutes und Böses wohnen müsse. Auf dieses – aus der Perspektive der Bibel – verzerrte Bild von Gott und der Schöpfung lassen sich wahrscheinlich auch viele animistische Traditionen zurückführen, bei denen Menschen geopfert wurden[5]. Wie aber ist der Gott der Bibel? Alle unsere menschlichen Überlegungen, wie denn Gott wohl sein könnte, greifen ins Leere. Die unvorstellbare Vielfalt der Göttervorstellungen in den Religionen der Völker und ebenso alle philosophischen Abhandlungen belegen dies zur Genüge. Darum stellt sich Gott uns selbst vor. Obwohl er sagt: „Denn eure Gedanken sind nicht meine Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege“ (Jesaja 55,8), nennt er dann für uns alle verständlich seine Charaktereigenschaften, die nicht aus der Schöpfung ableitbar sind: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16). „Mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerbrechen“ (Jesaja 51,6). „Seine Gnade währet ewig“ (Psalm 100,5). „Du bist Gott und deine Worte sind Wahrheit“ (2. Samuel 7,28). „Herr deine Güte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahr­heit, soweit die Wolken gehen“ (Psalm 36,6). „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte“ (Jeremia 31,3). „Gott ist … ein Gott des Friedens“ (1. Korinther 14,33).  „Gelobt sei Gott, … der Vater der Barmherzigkeit“ (2. Korinther 1,3). Wer könnte jemals von sich behaupten, auch nur eine einzige dieser Wesensmerkmale Gottes würde auf ihn zutreffen? Selbst die Liebe, die im Herzen vieler Menschenkinder aufflammt, erlischt oft schon nach kurzer Zeit wie ein Strohfeuer. Ewige, bis zu den Wolken reichende Güte und Treue in den Menschen, findet man nur in der Märchenliteratur. Der Frieden entpuppt sich immer wieder als eine glitzernde Fata Morgana in der Wüste einer kriegerischen Welt. Von der Weisheit sei ganz zu schweigen – wie sonst können selbst Nobel­preisträger eine Idee propagieren, bei der allen Ernstes behauptet wird, die unvorstell­bare Komplexität des Lebens sei allein dem Würfelspiel mit der Materie zu verdanken. Für die göttliche Liebe gibt es ein spezielles Wort, die Agape, sie ist bedingungslos, gütig, gerecht, wertschätzend, barmherzig, sanftmütig, friedlich, auf Wahrheit ge­gründet und ewig. Der Unterschied zwischen menschlicher und göttlicher Liebe ließe sich wie folgt definieren: „Die menschliche Liebe liebt den anderen, weil er so ist, wie er ist. Aber die göttliche Liebe liebt den anderen ganz gleich, wie er ist.“ Woher kommt die Liebe? Wenn die Liebe schon ein von Menschen nicht re­produzierbares Phänomen ist, woher kommt sie dann? Das kann kein Wis­senschaftler erklären. Diejenigen, die meinen, die Welt und alles Leben sei durch Evolution entstanden, müssen konsequenterweise auch annehmen, die Liebe habe sich im Laufe der Evolution entwickelt. Damit wäre die Liebe nur eine willkürliche Spielerei von Materieteilchen. So wie die DNS-Information der Zellen nicht von alleine in der Materie entste­hen kann, sondern einen geistigen Urheber benötigt, braucht auch die Liebe eine Quelle, aus der sie entspringt. Es bleibt nur eine Alternative übrig: Sie wurde von einem weisen Schöpfer kreiert. Und dieser Urheber sagt uns, dass er selbst die Quelle der Liebe ist und dass sie sein Wesen be­schreibt: „Gott ist (die) Liebe“ (1. Johannes 4,16). Wie hat sich Gott offenbart? 1. Gott selbst kommt zu uns In keiner Religion ist je einer der dort genannten Götter zu uns Menschen gekommen. Das tat einzig der Gott der Bibel – er selbst verließ sein Him­melreich und suchte uns in der Gestalt eines Menschen auf: „Obwohl er (Jesus) Gott in allem gleich war und Anteil an Gottes Herrlichkeit hatte, bestand er nicht auf seinen Vorrechten. Nein, er verzichtete darauf und wurde rechtlos wie ein Sklave. Er wurde wie jeder andere Mensch geboren und lebte als Mensch unter Menschen“ (Philipper 2,6-7; Hoffnung für alle). In Jesus, dem Sohn Gottes, kam Gott selbst zu uns. In seiner Vollmacht über die Naturkräfte, über jede Krankheit und sogar über den Tod wies er sich in eindeutiger und unnachahmbarer Weise als Gott aus. Er half jedem, der zu ihm kam. Wer in Sündennot kam, dem vergab er. Rief ihn ein Blinder an, machte er ihn sehend. Hatte jemand eine aus medizinischer Sicht unheilbare Krankheit, so heilte er ihn dennoch. Wie unverständlich erscheint es uns doch angesichts dieser Tatsachen, dass die Menschen ihn ablehnten. Im Gleichnis von Lukas 19,14b sagen die Leute: „Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche.“ In Lukas 7,33-34 beklagt Jesus selbst, wie die Menschen gleich­gültig und ablehnend mit ihm umgegangen sind: „Johannes der Täufer fastete oft und trank keinen Wein. Da habt ihr gesagt: ‚Der ist doch verrückt!‘ Nun ist der Menschensohn gekommen, isst und trinkt wie jeder andere Mensch, und ihr beschimpft ihn: ‚Er ist ein Fresser und Säu­fer. Verbrecher und anderes Gesindel sind seine Freunde‘“ (Hoffnung für alle). Wie Gott sich uns auch zeigt – die meisten Menschen sind abweisend oder bleiben gleichgültig. Das hat sich nach unserer Beobachtung bis heute nicht geändert. Wie hätten wir an der Stelle von Jesus reagiert? „Die Menschen lehnen mich ab, darum werde ich zu meinem Vater im Himmel zurückkehren.“ Aber nicht so Jesus – er bleibt und tut Außergewöhnliches: 2. Er tut stets das, was er uns zu tun gelehrt hat So ein Konzept ist uns unbekannt. Kein Religionsstifter hat je das er­füllt, was er andere gelehrt hat. Auch an Christus Gläubige können nicht immer das einhalten, was im Evangelium gelehrt wird. Hier ist Jesus einzigartig! In Römer 12,15 heißt es: „Freut euch mit den Fröhlichen, und weint mit den Weinenden.“ Auch das tat Jesus: Auf der Hochzeit zu Kana feierte er mit den Hochzeitsgästen. Als aber Lazarus gestorben war und er sah, wie Maria und auch die Juden um ihn herum wein­ten, da weinte auch Jesus mit ihnen (Johannes 11,33). Die Bibel lehrt, dass wir nicht sündigen sollen. Und doch haben wir es alle getan: „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so be­trügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns“ (1. Johannes 1,8). Was immer auch die Bibel von uns fordert, Jesus erfüllte es in allen Punkten. Er sündigte nie: Jesus ist „versucht worden in allem wie wir, und doch blieb er ohne Sünde“ (Hebräer 4,15). Petrus fragte den Herrn Jesus in Matthäus 18,21: „Wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Genügt es siebenmal?“ Darauf antwortet ihm Jesus in Matthäus 18,22: „Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.“ Damit wollte Jesus nicht nur sagen: 490-mal, sondern immer! Diese Aussage Jesu macht uns viel Mut, denn was er von uns fordert, das erfüllt er immer auch selbst. Wenn Jesus von uns verlangt, immer zu vergeben, dann können wir uns fest darauf verlassen – wenn wir uns an ihn wenden oder nachdem wir uns zu ihm bekehrt haben – dass er mit uns ebenso verfährt. 3. Gott gibt sich ganz hin Gott ging noch einen Schritt weiter, die ungläubigen Herzen seiner Ge­schöpfe zu berühren. Jesus, der Sohn Gottes, ging freiwillig zum Kreuz, ohne den Menschen irgendeine Bedingung zu stellen. Er tat es allein aus Liebe und Gnade, um seine Geschöpfe vor der ewigen Verlorenheit zu retten. Am Kreuz trug Jesus jene Strafe, die wir aufgrund unserer Sünde verdient hätten. Jan Roß schrieb über die Erniedrigung Gottes am Kreuz sehr treffend[6]: „Das Bild eines ans Kreuz genagelten sterbenden oder schon toten Men­schenkörpers ist das totale Gegenteil von Macht, Kraft und Vollkommen­heit. Der Kontrast in unserer üblichen Vorstellung vom Göttlichen könnte nicht schreiender und verstörender sein ... Der Gott, der im Stall geboren wurde und am Kreuz starb, der sich tiefer als alle anderen ins Ir­dische und Diesseitige verstrickt hat, steht daher paradoxerweise am we­nigsten in der Gefahr, eine selbstgemachte Kultpuppe seiner Verehrer zu sein. Ihn hätte sich keiner ausgesucht und ausgedacht.“ So wie der Vater das Kind mahnt, nicht mit dem Feuer zu spielen, so mahnt Gott ständig die Menschen, den Weg der ewigen Verlorenheit zu verlassen. Das Wunder der Liebe Gottes – wie er sie uns durch Jesus gezeigt hat – sollte eigentlich jedes versteinerte Menschenherz but­terweich machen und uns dahin bringen, das Geschenk des Himmels anzunehmen. In einer weithin gottlosen Welt hält Gott an seiner liebenden Einladung fest: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden!“ (Apostelgeschichte 16,31). Naturgesetze und Gottes Liebe Aus der Physik wissen wir, dass Naturgesetze angreifbar formuliert werden. Sie müssen jedoch jedem Angriff standhalten. Nachdem sie die Feuerprobe im harten Test der Wirklichkeit bestanden haben, sind sie ausnahmslos gültig. Das Wort Gottes wurde ebenfalls angreifbar formuliert und muss sich an der Wirk­lichkeit testen lassen. Analog zu den Naturgesetzen der Physik hat auch die Liebe Gottes den Status eines Naturgesetzes. Über die Liebe Gottes finden wir in Hohelied 8,6 ein prophetisches Wort: „Denn die Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer ist fest wie die Hölle. Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn.“ Dieser Satz ist angreifbar formuliert. Er kann im Prinzip widerlegt werden. Das Kreuz Jesu war der Härtetest dieses Gesetzes der Liebe Gottes. Diese Liebe hatte Jesus vollständig gelebt. Nie handelte er egoistisch. Was er tat, geschah in selbstloser Liebe zu den Menschen. Ging diese Liebe so weit, dass sie noch nicht einmal vor dem Tod Halt machte? Die Versuchung am Kreuz war groß, den Satz von der unbedingten Liebe zu Fall zu bringen. Der erste Angriff geschah durch die Oberen in Israel: „Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat anderen geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes“ (Lukas 23,35). Das war ein Versuch, die Liebe Gottes zu Fall zu bringen. Wäre Jesus vom Kreuz gestiegen, wäre der obige Satz widerlegt worden. Kurz darauf kam es zum zweiten Angriff, die Liebe Gottes, die so stark wie der Tod ist, zu widerlegen: „Desgleichen schmähten ihn auch die (beiden) Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren“ (Matthäus 27,44), von denen sich späterhin einer zu Jesus hinwandte und Jesus ihn in seiner grenzenlosen Liebe für die Ewigkeit rettete: „Heute wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23,43). Auch der dritte Test: „Und die vorübergingen, lästerten ihn … Ist er der Christus, der König von Israel, so steige er nun vom Kreuz“ (Markus 15,29+32) widerlegte Gottes Liebe nicht! Jesus hätte vom Kreuz stei­gen können, aber er tat es nicht. Die Liebe Gottes erweist sich wirklich stärker als der Tod! Nur dadurch, dass Jesus am Kreuz blieb, können wir durch sein vergossenes Blut gerettet werden (1. Petrus 1,18-19). Gottesbeweise und Rettung Durch die Akzeptanz eines Gottesbeweises ist ein wichtiger Schritt getan. Daraufhin muss ein weiterer Schritt folgen, der rettende Glaube. Nachdem wir verstanden haben, dass ein allmächtiger und allwissender Gott da ist, der sich durch den Herrn Jesus in grenzenloser Liebe zu uns gewandt hat, können wir ihn von ganzem Herzen annehmen. Jesus, der Sohn Gottes, will unser Freund, unser Retter und unser Herr sein. Nehmen Sie ihn heute an, denn er steht einladend vor Ihnen: „Siehe, ich (Jesus) stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftut, zu dem werde ich hineingehen“ (Offenbarung 3,20). Jesus hat fest versprochen, dass er jeden annimmt, der sich zu ihm hin auf den Weg macht: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Johannes 6,37). Wie Sie das ganz praktisch tun können, erkläre ich in dem Video „Wie ich mein Leben Jesus übergebe“: https://wernergitt.de/leben oder auch in Schriftform unter https://wernergitt.de/schritte Direktor und Professor a.D.Dr.-Ing. Werner Gitt _______________ [1]              https://wernergitt.de/gottesbeweise [2]              W. Gitt: Information – Der Schlüssel zum Leben, CLV Bielefeld, 7. Auflage 2020, S. 266-279 und S. 472-476; Download: https://wernergitt.de/information [3]              Ebd., S. 301-314 [4]              Jan Roß: Die Verteidigung des Menschen – Warum Gott gebraucht wird, Rowohlt Berlin, 2012, S. 93 [5]              de.wikipedia.org/wiki/Menschenopfer [6]              Jan Roß, S. 94 u. 102

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Der Gottesbeweis durch die Naturkonstanten
Der Gottesbeweis durch die Naturkonstanten

Wir leben in einer sich ständig verändernden Welt. Die historischen Wissenschaften halten diesen Wandel in ihren Geschichtsbüchern fest. Gibt es wirklich nichts in dieser Welt, was bleibt und feststeht? Nach den gesicherten Erkenntnissen der Physik sind es die Naturgesetze und Naturkonstanten, die keiner Veränderung unterliegen. Es gehört zu den neueren naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, dass das Leben auf unserer Erde grundlegend von den Naturgesetzen und den speziellen Werten für die Naturkonstanten abhängt.   Der Gottesbeweis - durch die Naturkonstanten Wir leben in einer sich ständig verändernden Welt. Die historischen Wissenschaften halten diesen Wandel in ihren Geschichtsbüchern fest. Der auf den griechischen Philosophen Heraklit (535-475 v. Chr.) zurückgehende Ausspruch „panta rhei“ (griech. alles fließt) zeigt, dass man bereits in antiker Zeit eine ständig sich verändernde Welt wahrnahm. Gibt es wirklich nichts in dieser Welt, was bleibt und feststeht? Unveränderliches in unserer Welt Nach den gesicherten Erkenntnissen der Physik sind es die Naturgesetze und Naturkonstanten, die keiner Veränderung unterliegen. Die Naturgesetze haben in der materiellen Welt eine derart durchdringende Wirkung, dass sie bis in die entferntesten Winkel des Universums gültig sind. Noch nicht mal ein einzelnes Atom kann sich ihrem Einfluss entziehen. Alle Prozesse – und es sind bereits Tausende in einer einzigen lebenden Zelle wirksam – stehen unter der absoluten Oberhoheit der Naturgesetze. Kein Vorgang auf dieser Erde und in den Weiten des Universums bleibt noch nicht einmal für den Bruchteil einer Millionstel Sekunde von ihnen unberücksichtigt. Man kann nur in höchstem Maße staunen, dass es so etwas Grundlegendes, Durchgreifendes und alles Durchdringendes über alle Raum- und Zeitgrenzen hinweg gibt. Staunen über Naturgesetze Können wir noch genug über die Wirksamkeit der Naturgesetze staunen? Sie leisten Gewaltiges! Im Hamburger Hafen beobachtete ich kürzlich ein riesiges Schiff, wie es langsame Bewegungen im Hafenwasser ausführte. Darüber nachdenkend fiel mir ein Naturgesetz ein, das schon von Archimedes (285-212 v. Chr.) erkannt worden war: „Ein schwimmender Körper verdrängt genau so viel von der Flüssigkeit, in der er schwimmt, wie er selbst wiegt.“ Sind wir uns eigentlich bewusst, was für ein großartiges Geschehen das ist? Läuft z. B. eine Ratte an Bord, dann reagiert das Schiff darauf prompt und sinkt genau so viel tiefer in das Hafenwasser ein, dass die zusätzlich verdrängte Wassermenge genau dem Gewicht der Ratte entspricht. Wer gibt den Wassermolekülen den Befehl, ein wenig zur Seite zu gehen, damit das Schiff, genau dem Rattengewicht entsprechend, tiefer eintauchen kann? Der britische Physiker Paul Davies (* 1946) sprach den Natur­gesetzen sogar eine gewisse Allmächtigkeit zu, denn sie beherrschen alle physikalischen Systeme des gesamten Universums. Erstaunlicherweise ist es nicht erforderlich, dass die Systeme die Naturgesetze zunächst über ihren Zustand informieren müssten, um dann die richtigen Befehle zu erteilen, dass die Systeme sich den Anweisungen gemäß verhalten. Die Naturkonstanten – Präzision ohnegleichen Das zweite unveränderliche Phänomen sind die Natur­konstanten. Es sind jene physikalischen Größen, deren Wert sich durch nichts beeinflussen lässt – sie sind konstant im ganzen Weltraum und ändern sich auch nicht mit der Zeit. Aus der Vielzahl der Naturkonstanten greifen wir hier beispielhaft vier heraus: Lichtgeschwindigkeit: c = 299 792 458 m/s (einzige ganzzahlige Naturkonstante!) Gravitationskonstante: G = 6,674 08 (31)·10-11 m3/(kg·s2) Plancksches Wirkungsquantum: h = 6,626 070 040(81)·10-34 Js Feinstrukturkonstante: α = 1/137,0360 (dimensionslos) Eine weitere staunenswerte Aussage über die Natur­kon­stanten stammt von dem britischen Physiker und Mathematiker John D. Barrow (* 1952): „Es gibt Aspekte im Gerüst des Universums, deren Geheimnis in ihrer unerschütterlichen Konstanz liegt. Es sind diese unveränderlichen Dinge, die unser Universum zu dem machen, was es ist und was es von anderen denkbaren Welten unterscheidet. Es gibt einen goldenen Faden, aus dem ein Netz von Kontinuität gewebt ist, das die Natur durchzieht. Aufgrund dieses Netzes erwarten wir, dass sich bestimmte Dinge auch fernab im Weltall genauso wie auf der Erde verhalten, dass sie sich auch früher nicht anders verhalten haben als heute, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird und dass für sie weder Zeit noch Ort zählen.“ Keine der Naturkonstanten kann durch eine physikalische Theorie erklärt oder gar berechnet werden. Die Physiker sind auf der Suche nach einer „Theorie für alles“, von der sie sich erhoffen, dass die Naturkonstanten errechenbar werden. Ob es diese Theorie überhaupt gibt, ist zurzeit völlig ergebnisoffen. Es gehört zu den neueren naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, dass das Leben auf unserer Erde grundlegend von den Naturgesetzen und den speziellen Werten für die Naturkonstanten abhängt. In der Fachliteratur spricht man vom „Anthropischen Prinzip“ oder von der „Feinabstimmung“ und meint damit, dass nur die uns bekannte Konstellation der Konstanten das Leben auf der Erde überhaupt erst ermöglicht. Von den Naturkonstanten hängen alle Größenverhältnisse im Universum ab. Sie bestimmen auch, warum ein Atom so klein und eine Sonne so groß ist. Leben am seidenen Faden Unsere Existenz hängt kritisch von jenen Werten ab, die die physikalischen Konstanten aufweisen. So sind beispielsweise die Masse eines Protons und eines Neutrons sehr präzise aufeinander abgestimmt: Protonenmasse: mP = 1,672 623·10-24 g Neutronenmasse: mN = 1,674 928·10-24 g Das Neutron ist nur um mN - mP = 0,002305·10-24 g oder 0,138 % (≈ 1/7 %) schwerer als das Proton. Wäre es anders herum – das Proton schwerer als das Neutron –, dann gäbe es uns nicht. Unsere Existenz hängt also an dem hauchdünnen seidenen Faden der Naturkonstanten – genauer: an ihren präzise aufeinander abgestimmten Werten. Der britische Biologe Rupert Sheldrake (* 1942) schreibt: „Weshalb sind die Naturgesetze so, wie sie sind, und weshalb haben die Grundkonstanten die Werte, die sie haben? ... Hätten die Konstanten andere Werte, gäbe es keine Sterne, keine Atome, keine Planeten, keine Menschen. Wenn die Konstanten auch nur ein wenig anders wären, gäbe es uns nicht. Wäre beispielsweise das Kräfteverhältnis zwischen den Kernkräften und der elektromagnetischen Kraft nur minimal anders als es ist, dann gäbe es keine Kohlenstoffatome und folglich kein auf Kohlenstoff beruhendes Leben wie auf unserem Planeten.“ John Barrow spricht von einem Drahtseilakt der Natur. Er hat zwei beliebige Naturkonstanten ausgewählt – die Feinstrukturkonstante α ≈ 1/137 und das Verhältnis von Masse Elektron zu Proton β = mE/mP ≈ 1/1840 – und nur diese beiden variiert, wobei alle anderen Naturkonstanten und Naturgesetze unverändert bleiben. Dann hat er ein α-β-Diagramm entworfen, in dem jeder Koordinatenpunkt einem anderen gedachten Universum entspricht. Das rechnerische Ergebnis war höchst erstaunlich, denn in großen Bereichen wären gar keine geordneten Strukturen möglich. Nur ein äußerst schmaler Korridor wäre für Leben überhaupt geeignet. Wählt man zwei andere Naturkonstanten aus und entwirft ein entsprechendes Diagramm, das nur diese zwei variiert, so ergibt sich ebenfalls ein sehr schmaler Korridor, in dem Leben möglich ist. Lässt man es zu, dass sich gleichzeitig auch mehrere Konstanten ändern, dann wird der Bereich für Leben immer eingeschränkter. Unsere beobachteten Werte der Naturkonstanten sind also äußerst lebensfreundlich. Sie sind geradezu passend für das Leben geschneidert. Es sind die Naturkonstanten, die unserem Universum seine Existenz gewähren. Hätten diese Konstanten andere Werte, würde es schlichtweg keine Menschen geben. Nicht nur unser Leben, auch alles sonstige Leben, hängt an diesem extrem dünnen Seidenfaden jener aufs Feinste abgestimmten Zahlenwerte in den Naturkonstanten. Der Karlsruher Physiker Thomas Schimmel fand heraus: „Selbst wenn die Naturkonstanten nur für eine Tausendstel Sekunde schwanken, wäre danach alles biologische Leben auf diesem Planeten ausgelöscht.“ Die hohe Präzision der Feinabstimmung der Naturkonstanten lässt sich vergleichen mit der Zielsicherheit eines Scharfschützen, der eine Euromünze als Ziel treffen muss, die sich am anderen Ende des Universums befindet. Er muss also eine Entfernung überwinden, für deren Durchquerung das Licht bei der o.g. Geschwindigkeit von etwa 300 000 km/s weit mehr als 10 Milliarden Jahre brauchen würde. Schlussfolgerungen Wie lässt sich diese unvorstellbar feine Abstimmung der Naturkonstanten erklären? Wie konnte es zu unserem Universum kommen, dessen Existenz so hochempfindlich von dem passenden Satz der Naturkonstanten abhängig ist? Zwei alternative Modelle sind denkbar: Modell 1: Unser Universum ist nur eines unter vielen anderen. Die uns bekannten Naturkonstanten haben sich nur in unserem Universum zufällig so eingestellt. Man muss darum von einem Multiversum ausgehen; d.h. es müsste Millionen und Abermillionen anderer Universen geben, in denen sich ebenso zufällig ganz andere Kombinationen von Naturkonstanten gebildet haben. Nur unser Universum konnte wegen der speziellen Konstellation der Zahlenwerte Leben beheimaten. Macht es überhaupt Sinn über hypothetische Universen mit anderen Naturkonstanten nachzudenken? Niemand weiß, ob es diese Universen überhaupt gibt. Nichts dergleichen ist je gemessen oder beobachtet worden. Und wenn es sie gäbe, warum sollten dort andere Naturkonstanten „installiert“ sein? Können sich Naturkonstanten überhaupt zufällig einstellen und dann auch noch universumsweit gültig sein? Modell 2: Unser Universum hat einen göttlichen Urheber. Diese Schlussfolgerung drängt sich geradezu auf. Die Faktenlage ist so überwältigend, dass man von einem Gottesbeweis sprechen kann. Der bekannte britische Astronom und Mathematiker Sir Fred Hoyle (1915-2001) bekannte von sich: „Nichts hat meinen Atheismus so sehr erschüttert wie die Feinabstimmung der Naturkonstanten.“ Bei einem Gottesbeweis muss man stets fragen, welche Eigenschaft von Gott bewiesen worden ist. Die Schlussfolgerung von den Naturkonstanten auf Gott umfasst nie sein ganzes Wesen, jedoch steht fest: Diesen Urheber muss es geben (Existenzbeweis Gottes) Er muss äußerst genial und mächtig sein, wenn er ein so riesiges Universum planen und erschaffen kann. Dass dieser Gott der Dreieine Gott der Bibel ist, kann aus naturwissenschaftlicher Sicht nicht gefolgert werden. Nachdem sich die atheistische Deutung (Modell 1) als nicht tragfähig erwiesen hat, steht dem biblischen Glauben nichts mehr im Wege.[1] So deuten wir im Folgenden den Urheber des Universums und der so präzise eingestellten Naturkonstanten auf den Gott der Bibel. Woher kommen die Naturgesetze und die Naturkonstanten? Wie jedes Gesetz einen Gesetzgeber erfordert, so haben auch die Naturgesetze ihren Urheber. Die Bibel beginnt mit dem Wort: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (1. Mose 1,1), ohne hier genauer zu spezifizieren, wer dieser Gott ist. Nur an einer Stelle des Alten Testaments klingt an, dass Gott einen ausführenden Werkmeister für die Schöpfung eingesetzt hatte: „Da war ich der Werkmeister bei Gott“ (Sprüche 8,30). Erst im Neuen Testament wird offenbart, dass Jesus, der Sohn Gottes, dieser Urheber aller Dinge ist. In Kolosser 1,16 lesen wir: „Denn in ihm (= Jesus Christus) ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare ... es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.“ So ist die Schöpfung selbst ein Ereignis, das nicht mit Hilfe der Naturgesetze bewirkt wurde. Die so fein aufeinander abgestimmten Naturkonstanten wurden durch den Schöpfer Jesus aufgrund seiner Vollmacht, seines Wortes, seiner Kraft und seiner Weisheit ziel­orientiert festgesetzt, so dass das Leben hier auf der Erde angesiedelt sein kann. Wer hält die Naturkonstanten konstant? Die Naturkonstanten können sich nicht selbst kon­stant halten. Ihre Konstanz wird von ihrem Urheber garantiert: „Denn es besteht alles in ihm“ (Kolosser 1,17). Dieser Eine, der der Schöpfer aller Dinge ist, ist auch ihr Erhalter; es ist Jesus Christus! Wir können es auch so sagen: Jesus hat die Oberhoheit über alle Dinge vom Mikrokosmos bis zum Makrokosmos. In einem Kirchenlied heißt es treffend von ihm „Jesus Christus herrscht als König, alles wird ihm untertänig.“ Nach vollendeter Schöpfung sind alle Naturgesetze „in Betrieb“, so dass nun alle Vorgänge danach ablaufen. Jesus ist der Garant dafür, dass sie immer und überall eingehalten werden. In Hebräer 1,3 heißt es darum von ihm: „Er trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort.“ Im wissenschaftlichen Befund drückt sich dieses Erhaltungshandeln Jesu durch die Naturgesetze aus. In ihrer Gesamtheit bilden sie einen festgefügten Rahmen, innerhalb dessen alle Vorgänge in dieser Welt ablaufen. Kann man den Urheber der Naturkonstanten kennenlernen? JA, denn er hat gesagt: „Die mich suchen, finden mich“ (Sprüche 8,17b). Jesus ist dem Suchenden nur ein Gebet weit entfernt: „Wer den Namen des Herrn (Jesus) anrufen wird, soll gerettet werden“ (Römer 10,13). Solch ein erster Anruf könnte etwa wie folgt lauten: „Herr Jesus Christus, ich habe diese Welt und alles Leben bisher aus Zufallsprozessen zu deuten versucht. Nun ist mir klar geworden, dass Du der Urheber aller Dinge bist. Ich möchte Dich kennenlernen und dann Deiner Spur folgen. Ich werde nun beginnen, Dein Wort – die Bibel – zu lesen, um Dich zu erkennen und durch Dich ewiges Leben zu erlangen. Amen.“ Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt[1]  Die Naturwissenschaft vermag sehr viel zu erklären, aber unsere Fragen gehen weit darüber hinaus. Gibt es dafür eine Informationsquelle mit verbindlichen Antworten? Ja! – es ist die Bibel! Als einziges Buch der Weltgeschichte trägt sie das göttliche Siegel der Wahrheit. Anhand der 3268 erfüllten Prophetien kann mit mathematischer Beweisführung ihre Wahrheit nachgewiesen werden.

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Der größte Rollentausch
Der größte Rollentausch

Haben Sie schon einmal den Wunsch gehabt, mit jemand anderem zu tauschen? Der Rollentausch, der an Weihnachten geschah, ist das größte Geschenk, das Gott dieser Welt gemacht hat. Heinrich Derksen erklärt in dieser Verteilschrift, worin dieser Rollentausch besteht und welche Bedeutung der für uns hat. Diese Verteilschrift ist besonders zur Verbreitung in der Weihnachtszeit geeignet. Der größte Rollentausch Erinnern Sie sich noch, wie Sie sich als Kind gern verkleideten und in die Rolle von Tieren, Gestalten oder anderen Personen schlüpften? Ich hatte meistens bestimmte Lieblingsfiguren, in die ich mich verwandeln wollte. Bei Computerspielen übernehmen Kinder heute gern die Rolle von Helden, Kämpfern oder Sportlern. Sie tauchen ab in eine andere Welt. Von Schauspielern hörte ich, dass sie sich ganz in die Rolle der Person hineinversetzen, die sie spielen wollen. Nur so können sie authentisch wirken. Haben Sie schon einmal den Wunsch gehabt, mit jemand anderem zu tauschen? Vielleicht wünschten Sie sich mehr Geld, mehr Ansehen oder mehr Macht. Wenn wir mit jemanden tauschen wollen, dann jedoch immer nur mit Personen, denen es besser geht als uns selbst. Wer möchte schon freiwillig mit einem Flüchtling oder einem Asylanten tauschen? Auch mit einem hungernden Kind oder mit jemanden, der im Gefängnis misshandelt wird, will niemand tauschen. Auf solch einen Rollentausch verzichten wir gern. Doch an Weihnachten geschah genau das! Weihnachten ist der größte Rollentausch der Geschichte. Gott wurde Mensch! Der Schöpfer wurde ein Geschöpf. Der Herrscher des Universums wurde zu einem Untergebenen. Er, durch dessen allmächtiges Wort die Welt entstand, musste laufen, lesen, schreiben und rechnen lernen. Jesus hatte Hunger und Durst. Er wurde müde, hatte Angst, war traurig, zornig und verzweifelt. Er wurde zur Sünde versucht wie jeder andere Mensch, doch er blieb sündlos. Und schließlich starb der König aller Könige schuldlos am Kreuz auf Golgatha für die Sünden der Welt. Der Weg von Jesus Christus, dem Messias, führte von der Krippe zum Kreuz. Genau damit sorgte er für die Rettung der ganzen Welt. Ohne diesen Rollentausch wäre die Welt für immer verloren! Doch aufgrund von diesem Rollentausch kann er, der Messias uns retten. Die Bibel sagt (Philipper 2,7-8): „Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen. Aber er erniedrigte sich noch mehr; im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich, er starb am Kreuz wie ein Verbrecher.“ Warum ging Jesus freiwillig diesen schweren Weg? Es gab keinen anderen Weg, jeden einzelnen von uns von der Schuld, die wir auf uns geladen haben, zu befreien. Aus Liebe nahm Jesus unsere Schuld auf sich. Ist Gott unbarmherzig, wenn er über unsere Vergehen nicht hinwegsieht? Ich wurde von der Polizei angehalten, weil ich im Auto nicht angeschnallt war. Ich erklärte dem Polizisten, dass ich mich sonst immer anschnalle. Außerdem fuhr ich im Stau so langsam, dass für mich keine Gefahr bestand. Es half nichts. Weil ich dieses eine Mal nicht angeschnallt war, musste ich ein Bußgeld bezahlen. Genauso können wir unsere Sünde Gott gegenüber nicht mit guten Taten wieder gut machen. Wir alle haben aufgrund unserer Schuld den ewigen Tod verdient. Daher brauchen wir jemanden, der sündlos ist und für uns eintritt. Wir brauchen jemanden, der bereit ist, unsere Rolle zu übernehmen und für unsere Sünden zu sterben. Da es nun unter uns keinen sündlosen Menschen gibt, hat Gott selbst in Jesus Christus diese Rolle übernommen. Wir brauchen jemanden, der bereit ist, unsere Rolle zu übernehmen und für unsere Sünden zu sterben. Ein Zeichen der Liebe! Ich habe von einem Richter gehört, der seinen Sohn verurteilen musste. Im Gerichtssaal waren alle gespannt, ob er bei seinem Sohn ein milderes Urteil fällen würde. Als der Richter den Urteilsspruch verlas, waren alle zutiefst erstaunt. Das Urteil fiel sogar härter aus als erwartet. Doch dann zog der Richter seine Robe aus, ging auf seinen Sohn zu und sagte: „Mein Sohn, diese Strafe hast du verdient. Aber ich bin bereit, die Strafe für dich zu übernehmen! Geh, du bist ein freier Mann!“ Was für ein Zeichen der Liebe! Der Vater tauschte die Rolle mit seinem Sohn und nahm die verdiente Strafe seines Sohnes auf sich. Genau das hat Jesus für uns getan. Somit ist Weihnachten nicht nur ein Rollentausch, sondern auch Gottes größter Liebesbeweis für uns Menschen. Jesus, Gottes Sohn, wurde Mensch. Er nahm die verdiente Strafe der ganzen Menschheit auf sich und starb stellvertretend für uns alle am Kreuz von Golgatha. Ist damit jeder Mensch automatisch mit Gott versöhnt und gerettet? Nein! Gott erwartet von jedem einzelnen, dass er dieses Geschenk der Errettung dankbar annimmt. Wenn Sie dies tun möchten, dann bitten Sie Jesus zunächst um die Vergebung aller Ihrer Sünden und nehmen Sie ihn als Herrn in Ihr Leben auf. Jeder, der diesen Weg geht, wird ein Kind Gottes und erhält ewiges Leben. Darüber lesen wir in Johannes 1,12 folgendes: „All denen jedoch, die ihn [Jesus] aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.“ Der Rollentausch, der an Weihnachten geschah, ist das größte Geschenk, das Gott dieser Welt gemacht hat. Hat dieser Rollentausch eine Bedeutung für Sie? Haben Sie das Geschenk der Errettung schon angenommen? Christen singen weltweit zur Weihnachtszeit: „O du fröhliche, O du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen, uns zu versühnen: Freue, freue dich, O Christenheit!“ Wenn Sie an Weihnachten dieses Lied hören oder vielleicht auch selber singen, dann stellen Sie sich die Frage: „Habe ich Jesus um die Vergebung meiner Sünden gebeten? Bin ich mit Gott versöhnt?“ Wenn Sie das bejahen können, dann haben auch Sie einen Rollentausch erlebt. Sie lebten einst ohne Gott, sind aber durch Jesus Christus ein Kind Gottes geworden. Nach diesem Leben werden Sie bei Gott im Himmel sein. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Sie auf dieses Geschenk dank des größten Rollentauschs verzichten wollen. Ich auf jeden Fall nicht! Dr. Heinrich Derksen

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Der Landwirt

Der Landwirt Vom Morgen- bis zum Abendrotackert er für unser Brot!Doch hat er keinen Diesel mehr, bleiben die Regale leer!Drum sollen Bürger in den Städtenfleißig für die Bauern beten! Dieser Flyer möchte dazu motivieren, einen Vortrag von Prof. Dr. Werner Gitt auf YouTube anzuhören. Darin spricht er darüber, wie wir in die Zukunft schauen. Müssen wir uns fürchten? Wer Jesus vertraut, darf froh in die Zukunft sehen. Er weiß, wohin sein Leben steuert. Außerdem befindet sich auf dem Flyer ein Gutschein für das Buch "Fragen, die immer wieder gestellt werden" und für eine Bibel (Altes und Neues Testament, Übersetzung: Schlachter 2000). Ab einer Bestellmenge von mind. 2.500 Stück ist der Eindruck einer eigenen Kontaktadresse möglich.

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Der Mensch - Eine geniale Konstruktion
Der Mensch - Eine geniale Konstruktion

Der Aufbau des menschlichen Körpers liefert uns erstaunliche Informationen. Einige Details wie das Blut, die Zellen, das Gehirn und einiges mehr werden näher betrachtet. Wir erkennen daran, dass der Mensch zweifellos eine geniale Konstruktion ist. Es ist darum unvernünftig, anzunehmen, dass wir das Ergebnis eines planlosen Prozesses sich selbst überlassener Materie sind. Ohne die Annahme einer Schöpfung verrennen wir uns im Dickicht evolutionärer Gedankensysteme und werden der Wirklichkeit nicht gerecht. Die ausführliche wissenschaftliche Argumentation steht in dem Buch »Faszination Mensch« von Werner Gitt, CLV-Verlag, Bielefeld, 3. Auflage 2016, 155 S., ISBN: 978-3-89397-649-2. Der Mensch -Eine geniale Konstruktion Wir alle schleppen eine grundlegende Frage durch unser Leben: Woher kommen wir eigentlich? Eng damit verbunden stellt sich gleich die nächste Frage: Warum leben wir hier eine Zeitlang, und was wird danach sein – ist unsere Existenz dann unwiderruflich ausgelöscht, oder existieren wir für immer und ewig weiter an einem anderen Ort? Es gibt nur zwei Antworten für die Lösung dieses Problems: Modell A: Evolutionstheoretiker und Atheisten sagen uns, wir entstammen einem Prozess, der uns strategielos, intelligenzlos und ohne Zielvorgabe in Jahrmillionen allein aus der Materie hervorgebracht hat. Mit dem Tode ist alles aus, und es gibt auch keinen Gott, vor dem wir einmal Rechenschaft ablegen müssten. Modell B: Dem gegenüber steht die Aussage der Bibel, wonach ein allwissender und allmächtiger Schöpfer uns gewollt und uns zielgerichtet geschaffen hat. Der Tod ist zwar Endpunkt des irdischen Lebens, aber zugleich Beginn des ewigen Lebens, denn unser Urheber möchte mit uns Gemeinschaft im Himmel haben. Die beiden Deutungen liegen so weit auseinander, dass eine davon unbedingt falsch sein muss. Welche Aussage erweist sich mit dem Kenntnisstand des 21. Jahrhunderts als tragfähig? Schauen wir uns einige Sinnesorgane und markante Teile unseres Körpers an und prüfen dabei, ob die Konzepte intelligenzlos sind oder intelligente Merkmale tragen. Parallel dazu schauen wir uns relevante Aussagen der Bibel an. Nach jedem betrachteten Teil des Menschen prüfen wir, ob ein zu vergebender Punkt an Modell A oder B geht. Der Tastsinn Verteilt auf der ganzen Haut Auf einem Quadratzentimeter Haut haben wir sage und schreibe 6 000 000 Zellen und 5 000 Sinneskörperchen, die den Tastsinn ermöglichen. Alles was wir fühlen, ob Wärme, Kälte, Glätte, Rauheit oder Schmerz, wird von jedem Punkt der Haut an das Gehirn weitergeleitet. Dazu braucht es ein äußerst dichtes Netz von Informationsleitungen und eine geschickte Codierung, damit im Gehirn alles nach Ort und Art wahrgenommen werden kann. Dieses Informationsnetz außerhalb des Gehirns hat eine Länge von 380 000 Kilometern. Wer hat dieses Netz geplant, die Leitungen in Hochtechnologie verlegt und sich für das Gehirn ein Programm überlegt, das alles zu identifizieren vermag? So ein zielorientiertes und hochgradig intelligentes System kann nicht aus etwas Ziellosem entstanden sein! Der Punkt geht hier eindeutig an Modell B. Das Ohr mit der genauesten Messtechnik Das menschliche Ohr verfügt über die ungeahnte Fähigkeit, Schallenergieunterschiede in einer Spanne von eins zu einer Billion (= 1012) zu hören. Kein technisches Gerät schafft dies ohne Messbereichsumschaltung. Die Empfindlichkeit des Ohres reicht bis an die physikalisch mögliche Grenze. Dieselbe Schallinformation durchläuft dabei drei verschiedene physikalische Signalformen und erfährt dabei eine zweimalige Signalumwandlung von mechanisch in hydraulisch und schließlich in elektrisch. Derselbe Schall gelangt zunächst direkt auf das Trommelfell und nach Umlauf in der Ohrmuschel eine Fünftausendstel Sekunde später noch einmal. Aus diesen vier Messwerten erzeugt das Gehirn durch Korrelation zwei weitere Signale. Durch diese geniale Verrechnung im Gehirn ist es so, als würden wir mit sechs Ohren hören. Diese ausgefeilte Technik erlaubt eine akustische Analyse, um Richtung, Ursprungsort und Bewegung von Schallquellen in allen Raumebenen zu erkennen. Weiterhin können wir bei einem Gespräch mehrerer Personen uns Unwichtiges in den Hintergrund drängen und Anderes bewusst hervorheben. Das leistet kein technisches Gerät. Woher kommt diese geniale Konstruktion? Kann ein Prozess ohne Zielvorgabe so etwas zuwege bringen? Natürlich nicht! Der Psalmist gibt die kurze, treffende Antwort: »Der das Ohr gestaltet hat, sollte der nicht hören? Der das Auge gebildet hat, sollte der nicht sehen?« (Psalm 94,9). Das Ohr entstammt keinem Evolutionsprozess, sondern beruht auf einer genialen Schöpfertat. Den zu vergebenden Punkt erhält darum Modell B. Das Blut Ein universelles Transportmittel Das Blut nimmt lebensnotwendige Funktionen wahr. Jede Zelle wird mit Brennstoffen aus der Nahrung, mit Sauerstoff, Vitaminen, Hormonen und Wärme versorgt. Ebenso werden Stoffwechselprodukte sowie Wärme von jeder Zelle wieder abgeführt. Das Blut befindet sich ein Leben lang in stetem Fluss, es verbleibt in einer endlosen Schleife, wobei sich das Herz in jeder Sekunde mit Blut füllt, um es dann sogleich wieder auszuwerfen. Eine Besonderheit im Blut sind die roten Blutkörperchen; in jedem mm3 (= 1 μl) Blut sind es 5 Millionen. Sie werden in der Lunge mit Sauerstoff betankt, und gleichzeitig entladen sie dort das Abfallprodukt Kohlendioxid (CO2). Die roten Blutkörperchen enthalten die hochspezialisierte lebensnotwendige chemische Verbindung, das Hämoglobin, welches schon während der Embryonalentwicklung im Einsatz ist. Im fetalen Stadium (ab dem 3. Monat) ändert sich der Sauerstoffbedarf, und darum wird eine andere Hämoglobinart mit anderer chemischer Zusammensetzung benötigt. Kurz vor der Geburt laufen dann alle chemischen Fabriken nochmals auf Hochtouren, um die Umstellung auf das Erwachsenenhämoglobin durchzuführen. Die drei Hämoglobinarten können nicht auf evolutivem Wege durch Ausprobieren gefunden werden, weil die meisten anderen Varianten nicht genügend Sauerstoff transportieren würden, und das brächte den sicheren Tod. Dreimal braucht es eine andere Biomaschinerie für die jeweilige Hämoglobinart, die auch noch zum richtigen Zeitpunkt die Produktion umstellen muss. Woher kommt eine solch komplizierte Maschinerie? Jedwede Evolutionsidee versagt hier gründlich, denn für halbfertige Zwischenstadien gäbe es keine Überlebenschance. Auch dieser Punkt geht eindeutig an Modell B. Die Zellen Grundbausteine des menschlichen Körpers Wussten Sie, dass der menschliche Körper aus etwa 100 Billionen (= 1014) Zellen besteht, von denen jede aus etwa 10 000-mal so vielen Molekülen besteht, wie die Milchstraße Sterne hat? Dabei ist zu bedenken: Unsere Milchstraße besteht aus mindestens 100 Milliarden Einzelsternen. Wollte jemand bis zu der Zahl der Zellen (= 1014) zählen, und würde er das ununterbrochen Tag und Nacht im Takt einer Sekunde tun, so reichte kein Menschenleben dazu aus. Der Zeitbedarf betrüge nämlich drei Millionen Jahre! Es ist wissenschaftlich völlig ungeklärt, wie so riesige Mengen von Zellen sich zu einem lebenswichtigen Organ organisieren. Was für ein Programm bewerkstelligt das Wachstum? Niemand hat das bisher ergründen können. Wenn alle unsere Gelehrsamkeit zum Verständnis nicht ausreicht, wie will die ziellose Strategie der Evolution so etwas erreichen? Auch hier geht der Punkt klar an Modell B. Die DNS Von Computern unerreichte Speichertechnik Im Innern der Zelle, in ihrem mikroskopisch kleinen Kern, wird das wertvollste Material des Körpers aufbewahrt – das Genom, die genetische Information. Alles was zum Aufbau des Körpers, (z. B. Konstruktion der Organe und Gliedmaßen, Herstellung aller benötigten chemischen Verbindungen) nötig ist, ist hier genauestens programmiert. Von der schier unvorstellbaren Informationsdichte im DNS-Molekül wollen wir uns einen anschaulichen Eindruck verschaffen. Stellen wir uns so viel DNS-Material vor, wie es im Volumen eines Stecknadelkopfes Platz hätte. Dann könnten wir 15 Billionen Taschenbücher mit jeweils 160 Seiten darin abspeichern! Aufeinandergelegt ergäbe das einen Bücherstapel, der noch 500-mal höher ist als die Erde vom Mond entfernt ist. Raten Sie einmal, welches Modell hier den Punkt erhält. Das Gehirn Das komplexeste Gebilde im Universum Das Gehirn ist das zentrale übergeordnete Organ unseres Nervensystems, das fast alle Abläufe im Organismus steuert, überwacht und koordiniert. Es sammelt und verwertet Sinneseindrücke, speichert sie und bewirkt ihre sinnvolle Beantwortung. Über die eigentliche Informationsverarbeitung im Gehirn ist so gut wie nichts bekannt. Nur eines ist gewiss: Es muss dort eine große Anzahl ausgeklügelter Programme geben, die alle eingehenden und abgesandten Informationen verarbeiten, verrechnen und koordinieren kann. Alles muss in Echtzeit und in Parallelverarbeitung geschehen. Wir wissen nicht, wie Erinnerungen gespeichert und abgerufen werden. Unbekannt ist ferner, wie wir auf neue Ideen kommen und wie die interaktive Zusammenarbeit mit unserem nichtmateriellen Teil, der Seele, funktioniert. Das Gehirn besteht aus etwa 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen). Ihre Zahl liegt in der Größenordnung der Zahl der Sterne in unserer Milchstraße. Jedes Neuron steht über Synapsen mit Tausenden von anderen Neuronen in Verbindung. Es ist ein Netzwerk höchster Komplexität. Auch hier geht wieder ein eindeutiger Punktsieg an Modell B. Wahrnehmung in dieser und jener Welt Die Funktionen der Sinnesorgane unseres jetzigen Körpers fallen mit dem Tode alle aus. Ist der Tod damit die absolute Endstation, wie es Atheisten und Evolutionsvertreter annehmen? Die Bibel sagt dazu ein klares NEIN! Wir sind nach Gottes Plan Ewigkeitsgeschöpfe, deren Existenz niemals ausgelöscht wird. In Lukas 16 berichtet Jesus von zwei Menschen, deren irdisches Dasein durch den leiblichen Tod beendet wurde. Sie befinden sich aber augenblicklich bei vollem Bewusstsein in der jenseitigen Welt. Bei dem einen spielte Gott in seinem Lebenskonzept keine Rolle, während der andere, Lazarus, sich von Gott getragen wusste. Jesus schildert beider Situation nach dem Tod: »Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben. Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual« (Lukas 16,22-23). Beide haben also durch den Tod diese Welt verlassen und befinden sich nun an einem völlig anderen Ort. Obwohl sie vorher in derselben Stadt lebten, sind ihre jetzigen Aufenthaltsorte nun grundverschieden. Der eine erlebt Herrlichkeit, und der andere befindet sich am Ort der Qual. Für niemanden von uns endet das Leben mit dem biologischen Tod. Für diese Tatsache haben wir eine verlässliche Informationsquelle. In der Auferstehung geschieht die Umwandlung vom irdischen zum ewigen Leib: »Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib« (1. Korinther 15,42+44). Für unseren Ewigkeitsverbleib nennt die Bibel zwei extrem unterschiedliche Orte, den Himmel und die Hölle bzw. den Ort der Herrlichkeit in der Nähe Gottes und den Ort der Verdammnis in der Gottesferne. Wollten wir Himmel und Hölle beschreiben, dann könnten wir es von den Sinnen her sagen: Beides sind Orte der Wahrnehmung – entweder erleben wir ewig Schönes oder ewig Schreckliches. Welches unser Bestimmungsort sein wird, hängt von unserer Stellung zu Jesus Christus ab, genauer – ob wir an ihn glauben und ihm folgen, oder ob wir es nicht tun. Auch hier muss der Punkt an Modell B vergeben werden, da Atheisten für ihre Auffassung keine Informationsquelle besitzen. Der Mensch Eine geniale und geplante Konstruktion Schon an den wenigen betrachteten Details des Menschen wurde deutlich, dass der Mensch zweifellos eine geniale Konstruktion ist. Es ist darum unvernünftig, anzunehmen, dass wir das Ergebnis eines planlosen Prozesses sich selbst überlassener Materie sind. Ohne die Annahme einer Schöpfung verrennen wir uns im Dickicht evolutionärer Gedankensysteme und werden der Wirklichkeit nicht gerecht. Nach Römer 1,19 ist die gedankliche Schlussfolgerung vom Betrachten der Werke auf die Existenz des Schöpfers zwingend, denn »Gottes unsichtbares Wesen … wird wahrgenommen an seinen Werken.« Es ist leicht nachvollziehbar, dass alle Punkte eindeutig dem Modell B gegeben werden mussten. Der Erschaffung des Menschen liegt gemäß der Bibel ein Plan zugrunde: »Lasset uns Menschen machen« (1. Mose 1,26). Diesem Plan folgte sogleich die Ausführung: »Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde« (1. Mose 1,27). Das Neue Testament führt uns tiefer in den Schöpfungsgedanken ein und sagt zur Person des Schöpfers: »Denn in ihm (Jesus Christus) ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare« (Kolosser 1,16). Von Jesus heißt es: »Ihn hat Gott gesetzt zum Erben über alles; durch ihn hat er auch die Welt gemacht« (Hebräer 1,2). In Johannes 14,6 sagt Jesus den radikalen Satz: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das (ewige) Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.« Er ist somit die einzige Tür zum Himmelreich. Nur Er hat für unsere Verfehlungen gegenüber den Geboten Gottes am Kreuz bezahlt. Darum gilt: »Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben« (Johannes 3,36). Bitten Sie darum den Herrn Jesus um Vergebung aller Sünden, damit Sie im Gericht Gottes bestehen können. Nehmen Sie Ihn im Gebet als Ihren persönlichen Schöpfer und Erretter an und folgen Sie Ihm. Dir. und Prof. a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt Die ausführliche wissenschaftliche Argumentation steht in meinem Buch »Faszination Mensch«, CLV-Verlag, Bielefeld, 3. Auflage 2016, 155 S., ISBN: 978-3-89397-649-2.

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Der Urknall kommt zu Fall
Der Urknall kommt zu Fall

Die Urknalltheorien basieren auf sechs Annahmen, die immer vorhanden sind, auch dann, wenn sie nicht ausdrücklich erwähnt werden. Wenn alle richtig sind, könnte man mit den Berechnungen beginnen und der Frage nach dem Ursprung des Universums nähergekommen. Wenn jedoch nur eine der notwendigen Annahmen falsch ist, ist die gesamte Idee des Urknalls hinfällig. Werner Gitt zeigt in diesem Beitrag, dass fünf der sechs Grundannahmen als falsch betrachtet werden müssen. Schließlich zeigt er, wer wirklich der Schöpfer dieser Welt ist: Jesus Christus.   Der Urknall kommt zu Fall Die Urknall-Theorie ist die heute weitgehend akzeptierte Theorie zur Erklärung des Ursprungs unseres Universums. Als Begründer gilt der belgische katholische Priester und Astrophysiker Georges Lemaître (1894-1966), der 1931 für den heißen Anfangszustand des Universums den Begriff „primordiales Atom“ oder „Uratom“, später auch „kosmisches Ei“ verwendete. Die Bezeichnung Urknall (engl. big bang, wörtlich: Großer Knall) geht auf den englischen Astrophysiker und Kosmologen Fred Hoyle (1915-2001) zurück. Mit dieser Wortwahl wollte er die Urknalltheorie unglaubwürdig erscheinen lassen, weil er Anhänger der dazu konkurrierenden Steady-State-Theorie[1] war. In seinem bekannten Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ benannte der bekannte britische Astrophysiker Stephen W. Hawking (1942-2018) einige der bohrenden Fragen, wenn es um das Universum geht: „Nach wie vor haben wir ein unstillbares Bedürfnis zu wissen, warum wir hier sind und woher wir kommen“ (S. 28). „Wir sehen uns in einer befremdlichen Welt leben. Wir möchten verstehen, was wir um uns her wahrnehmen und fragen: Wie ist das Universum beschaffen? Welchen Platz nehmen wir in ihm ein, woher kommt es, und woher kommen wir? Warum ist es so und nicht anders?“ (S. 217). Die Urknalltheorien basieren auf sechs Annahmen, die immer vorhanden sind, auch wenn sie nicht explizit genannt werden. Wenn diese alle richtig sind, kann man mit den Berechnungen beginnen, und wenn wir korrekt rechnen, dann wären wir der Herkunftsfrage des Universums ein Stück näher gekommen. Ist aber auch nur eine der erforderlichen Annahmen falsch, dann ist die ganze Urknall-Idee hinfällig. Dann gilt es, eine tragfähige Alternative zu finden. Schauen wir uns diese Annahmen nun im Einzelnen an: Annahme 1: Die Naturgesetze sind universell gültig. Diese Annahme hat sich durch zahlreiche wissenschaftliche Experimente und Beobachtungen als korrekt erwiesen. Die Naturgesetze haben in der materiellen Welt eine derart durchdringende Wirkung, dass sie bis in die entferntesten Winkel des Universums gültig sind. Nicht einmal ein einzelnes Atom kann sich ihrem Einfluss entziehen. Kein Vorgang auf dieser Erde und in den Weiten des Universums bleibt auch nur für den Bruchteil einer millionstel Sekunde von ihnen unberücksichtigt. Ergebnis: Annahme 1 ist richtig! Annahme 2: Unter dem kosmologischen Prinzip sind sogar zwei kosmologische Grundannahmen zusammengefasst: Das Prinzip der Homogenität und das Prinzip der Isotropie. Die Homogenität des Weltalls besagt: Unabhängig vom Beobachtungspunkt im Raum stellt sich das Universum immer gleich dar. Dass das Weltall isotrop ist, besagt: Das Universum sieht zur selben Zeit von jedem Raumpunkt auch in alle Rich­tungen für große Entfernungen gleich aus. Schon der Blick zum Sternenhimmel mit bloßem Auge zeigt sofort, dass das Universum in der näheren Umgebung der Erde weder homogen noch isotrop ist, denn die Sterne sind sehr unregelmäßig verteilt. Auf größerer Skala bilden die Sterne Galaxien, die ebenfalls sehr ungleichmäßig verteilt sind. Die nächste Hierarchiestufe bilden die Galaxienhaufen. Auf noch größerer Skala ist eine wabenartige Struktur erkennbar. Die beiden Astronomen John P. Huchra und Margaret J. Geller vom Harvard Smithonian Center for Astrophysics in Cambridge, USA, fanden augenfällige Großstrukturen mit Ausmaßen von sage und schreibe 300 Millionen Lichtjahren. Der Bonner Universitätsprofessor Hans Jörg Fahr (*1939) vom Institut für Astrophysik spricht von einem Sandkorn-Universum, das sich bilden sollte, wenn es einen Urknall gegeben hätte. Wir sollten also ein Universum beobachten, das amorph und völlig strukturlos ist – die Materie sollte im Raum gleichverteilt sein. Wie aber kam der Kosmos aus dem Chaos heraus? Nirgendwo im Kosmos finden wir Zufälligkeit. Warum soll die Materie aus sich selbst heraus strukturell sinnvolle Einheiten bilden? Unser Sonnensystem mit den umlaufenden Planeten ist in hohem Maße strukturiert und erscheint genial konstruiert. Wer aber brachte die Ordnungsstruktur ins Universum, wenn gemäß Annahme 6 kein Gott ins Spiel gebracht werden darf? Die Antwort des „Methodischen Atheismus“ lautet: dunkle Materie und dunkle Energie! Was sollen diese exotischen Phänomene, deren Existenz nie nachgewiesen wurde, bewirken? Sie sollen durch gewaltige Gravitationsfelder die Ordnungsstruktur hervorgerufen haben. In „Physics Today“ nennt der Kosmologe Ofer Lahav vom University College London sogar die prozentualen Anteile: 5 % normale Materie, 25 % dunkle Materie, 70 % dunkle Energie. Damit hätten wir 5 % Realität und 95 % reine Spekulation! Die dunkle Materie ist eine reine Erfindung: Sie fällt auch nicht durch irgendwelche Wechselwirkung im Universum auf. Man sieht sie nicht, aber man braucht sie dringend als gravitatives Bindemittel zur Erklärung der verschiedenen Strukturen und Hierarchien in unserem Universum. Ohne die dunkle Materie scheint es aussichtslos, die Strukturen im Weltall irgendeiner Erklärung zuzuführen. Ergebnis: Annahme 2 ist falsch! Annahme 3: Die heutige Beobachtung, dass das Universum sich ausdehnt, wird rückextrapoliert bis zu einem singulären Punkt, wo man sich Masse und Energie in einem Punkt vereinigt denkt. Der US-amerikanische Astronom und Namens­geber des bekannten Hubble-Teleskops Edwin Hubble (1889-1953) entdeckte 1929, dass das Universum sich ausdehnt. Diese messbare Expansionsgeschwindigkeit nennt man Hubble-Konstante. Sie beträgt: H0 = (67,15 ± 1,2) km/s/(Mpc) (1 Mpc = 1 Megaparsekunde = 3,26 Millionen Lichtjahre) Bildet man hiervon den Kehrwert, dann kommt man auf 1/H0 = 14,7 Milliarden Jahre, und diesen Zeitraum definiert man willkürlich als das Alter des Universums. Nach der Hubble-Formel v = H0∙d (v = Aus­dehnungs­geschwindigkeit; d = Abstand einer Galaxie von uns) sollten sich alle Galaxien von uns entfernen. Das ist aber nicht der Fall. Im Gegenteil: Der Andromedanebel, eine unserer nächsten Galaxien, entfernt sich nicht von uns, sondern bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 410 000 km/h auf uns zu. Ergebnis: Die Rückextrapolation auf einen Punkt ist nicht begründbar! Annahme 4: Die Energie des Urknalls ist zufällig entstanden. Alle Materie ist aus anfänglicher purer Energie entstanden nach der Einsteinschen Gleichung E = m∙c2. Am Anfang des Urknalls war das ganze Universum kleiner als ein einziges Atom. Die Annahme 4 widerspricht dem Energiesatz der Physik. Danach kann Energie weder neu entstehen noch kann sie vernichtet werden. Die Annahme 4 ist durch ein Naturgesetz widerlegt. Ergebnis: Annahme 4 ist falsch! Annahme 5: Es ist die philosophische Annahme des Materialismus. Nach dieser Lehre muss alles, was es in dieser Welt gibt, aus Masse und Energie entstanden sein. Der französische Naturforscher Georges Baron de Cuvier (1769-1832) stellte fest: „In dem Maße als die Wissenschaft fortschreitet, ist sie zurückgekommen von den Trugschlüssen des Materialismus.“ Nach der Idee des Materialismus muss das Universum auch irgendwann das Leben hervorgebracht haben. Jedes Lebewesen enthält bekanntermaßen riesige Mengen an Information. Information aber ist nach den Naturgesetzen der Information[2] eine nicht-materielle Größe, die nicht aus der Materie stammen kann. Damit ist die Idee des Materialismus durch Naturgesetze widerlegt (siehe [2], Seite 284). Ergebnis: Annahme 5 ist falsch! Annahme 6: Die Urknall-Theorie beruht auf dem „Methodischen Atheismus“, denn einen Gott gibt es in dem System nicht. Gottesbeweis durch die Information: Da die lebenden Zellen eine riesige Menge an Universeller Information[3] enthalten, aber alle die dadurch codierten Konzepte von keinem Menschen stammen, ist als Quelle ein (göttlicher) intelligenter Sender (Urheber, Gott) erforderlich. Die Notwendigkeit der Existenz eines Urhebers ist nach dem folgenden Naturgesetz der Information zwingend: Universelle Information kann nur von einem intelligenten Sender erzeugt werden (siehe [2], Seite 182). Ergebnis: Annahme 6 ist falsch! Was ist das Fazit unserer Überlegungen? Von den sechs Annahmen der Urknall-Theorie ist nur eine einzige wissenschaftlich nachweisbar, fünf sind nachweislich falsch. Das ist konsequenterweise das wissenschaftliche AUS für diese weitverbreitete Theorie! Damit ist der Urknall zu Fall gekommen! Sagen wir es klar und deutlich: Den Urknall hat es nie gegeben! Was ist die Alternative zum Urknall? Die beiden Astronomen John D. Barrow (University of Sussex, England) und Joseph Silk (University of California, Berkeley) weisen in die richtige Richtung, wenn sie sagen: „Wurde der Kosmos sorgsam auf … das Leben abgestimmt? Dass sich unser Universum dem Leben gegenüber so überraschend gastfreundlich verhält, hat sich bestimmt nicht erst im Zuge der Evolution ergeben … Dass die Naturgesetze die Existenz von Sternen mit Planetensystemen gestatten, aber auch wirklich nur gerade gestatten, hat mit den Variationsmöglichkeiten der Evolution nichts zu tun. Solch unveränderliche Eigenschaften besitzt die Welt entweder, oder sie besitzt sie nicht … Dass tatsächlich eine ganze Anzahl voneinander unabhängiger Eigenschaften zusammentrifft, ... könnte die Vermutung aufkeimen lassen, unser Kosmos sei zum Zweck unseres Erscheinens entworfen worden. Wäre es nicht möglich, dass sich hinter diesen bemerkenswerten ‚Zufällen‘ ein Großer Planer verbirgt?“ („Lust am Forschen“, Piper-Verlag, S. 167-168). Der „Große Planer“ ist keineswegs im Verborgenen geblieben. Er hat sich uns vorgestellt, denn in der Bibel heißt es von ihm: „Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf mancherlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch ihn hat er auch die Welt gemacht“ (Hebräer 1,1-2). Damit ist deutlich gesagt, dass das komplette Universum und alles, was wir darin finden, durch Jesus Christus, den Sohn Gottes, geschaffen wurde. Die folgenden zwei Zitate aus dem Neuen Testament bestätigen uns in allumfassender Weise diese gewaltige Schöpfertätigkeit Jesu: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (Johannes 1,1-3). „Denn in ihm (= Jesus Christus) ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Reiche oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm“ (Kolosser 1,16-17). Die gesamte Sternenwelt entstammt also nicht einem Urknall oder einem sonstigen evolutiven Zufallsprozess, den sich Menschen erdacht haben, sondern sie sind das Ergebnis des planvollen, ziel­orientierten und machtvollen Handelns des Sohnes Gottes. Es ist gedanklich kaum zu fassen, dass dieser allmächtige Gott und Schöpfer seine Gottgleichheit aufgab und uns auf dieser Erde besucht hat, am Kreuz für unsere Sünden starb, am dritten Tage auferstanden und dann wieder in die ewige Himmelswelt zurückgekehrt ist. Diese Gedanken, auf die kein Mensch je gekommen ist, können uns den Atem verschlagen: Der Mann am Kreuz und der Schöpfer des ganzen Universums ist ein und dieselbe Person! Wir befinden uns mit dieser Wahrheit jenseits von dem, was ein Mensch mit all seiner Logik überhaupt noch begreifen kann. Als Jesus am Kreuz die Sünde der Welt trug, verfinsterte sich für drei Stunden die Sonne. Welch unbegreifliche Situation! Der Schöpfer selbst hat sich bis zum Kreuz herab erniedrigt. Er wird unseretwegen machtlos und geschlagen, um damit für uns das Tor zum Himmel zu öffnen. Psalm 139,17-18 charakterisiert unsere Denkgrenze: „Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß! Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand.“ Mag der Gedanke schwer vorstellbar sein, dass der Schöpfer uns in der Person des Gekreuzigten begegnet, so stellt sich doch eine wichtige Frage: Ist der Schöpfer uns so unsagbar weit entfernt – „überm Sternenzelt“, wie der Dichterfürst Friedrich von Schiller meinte – oder kann man persönlich mit ihm in Kontakt treten? Ja! Gott ist uns nahe und wartet auf unser Gebet: „Wer den Namen des Herrn (Jesus) anrufen wird, soll gerettet werden (für das Himmelreich)“ (Römer 10,13). Unser Schöpfer Jesus lädt uns ein, einmal ewig in seinem Himmelreich zu sein. Dieses Bürgerrecht wird jedem zugesprochen, der auf diese Einladung eingeht. Aufgrund der grenzenlosen Liebe Gottes ist jeder dazu eingeladen – auch Sie, liebe Leserin und lieber Leser! Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt   [1]              Der Steady-State-Kosmos ist eine Modellvorstellung, bei der das Universum definitionsgemäß räumlich und zeitlich unbegrenzt ist und keine Anfangssingularität aufweist. [2]           W. Gitt: Information – Der Schlüssel zum Leben, CLV-Verlag, 6. Auflage 2018 [3]           Definition: „Universelle Information (UI) ist eine aus codierten Symbolen abstrakt dargestellte Botschaft, die einer oder mehreren Handlung(en) und einem Ziel dient“ (siehe [2], Seite 97).

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Der Wochenmarkt

Seit hunderten von Jahren schon gibt es diese Tradition. Aus Stadt und Land, von nah und fern,alle treffen sich hier gern! Auf den Tischen Gottesgaben! Jeder möchte davon haben: Brot und Kuchen, Käse, Wurst, Apfelbrause für den Durst,Obst, Gemüse, Honig, Fisch! Nur das Beste! Alles frisch! Am Samstag dann, nur hin und wieder,klingen vom Marktplatz frohe Lieder. Die Sänger loben Jesus Christ, der für uns gestorben ist und bald wiederkommen wird. Jeder freut sich, der es hört! Gottes Wort tut allen gut, nimm und lies, es gibt dir Mut. Dieser Flyer möchte dazu motivieren, einen Vortrag von Prof. Dr. Werner Gitt auf YouTube anzuhören. Darin erklärt er Überraschungen in der Schöpfung in leicht verständlicher Art. Woher kennt der Goldregenpfeifer die 4.500 km lange Route von Alaska nach Hawaii? Beeindruckende Beispiele aus der Natur beweisen: Es geht nicht ohne einen Schöpfer! Außerdem befindet sich auf dem Flyer ein Gutschein für das Buch "Fragen, die immer wieder gestellt werden" und für eine Bibel (Altes und Neues Testament, Übersetzung: Schlachter 2000). Ab einer Bestellmenge von mind. 2.500 Stück ist der Eindruck einer eigenen Kontaktadresse möglich.

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Die größte Einladung
Die größte Einladung

Wer freut sich nicht über einen persönlichen Brief mit einer liebevollen Einladung? Wussten Sie, dass die Bibel als Brief Gottes an uns bezeichnet werden kann? In ihr spricht uns Gott eine Einladung ganz besonderer Art aus. Über die Wahrheit der Bibel gibt es zuweilen heftige Diskussionen. Jede Debatte über die Herkunft und das Wesen der Bibel bleibt letztlich wertlos, wenn das Wort Gottes uns nicht zur persönlichen Anrede wird. Selbst dem flüchtigen Leser der Bibel fällt sofort auf, dass das gesamte Neue Testament Briefcharakter trägt. Gott, der Urheber dieses Briefes, sendet ihn uns aus einem einzigen Grund: Er möchte die Menschen, die sich im Sündenfall von ihm entfernt haben, zurückgewinnen. Er möchte, dass keiner verlorengeht und startete mit dem Kreuz von Golgatha die größte Rettungsaktion der Weltgeschichte. Dieses Traktat eignet sich besonders gut zur Weitergabe an suchende Menschen! Die größte Einladung Der Liebesbrief Gottes an uns Wer freut sich nicht über einen persönlichen Brief mit einer liebevollen Einladung? Wussten Sie, dass die Bibel als Brief Gottes an uns bezeichnet werden kann? In ihr spricht uns Gott eine Einladung ganz besonderer Art aus. Über die Wahrheit der Bibel gibt es zuweilen heftige Diskussionen. Jede Debatte über die Herkunft und das Wesen der Bibel bleibt letztlich wertlos, wenn das Wort Gottes uns nicht zur persönlichen Anrede wird. Selbst dem flüchtigen Leser der Bibel fällt sofort auf, dass das gesamte Neue Testament Briefcharakter trägt. Von ihren 27 Schriften sind schon 21 durch ihre Bezeichnung als Briefe ausgewiesen: z. B. Römerbrief, Korintherbriefe, Galaterbrief. Wie aus den ersten Versen des Lukasevangeliums und der Apostelgeschichte hervorgeht, sind auch diese als Briefe verfasst. Sogar das letzte Buch der Bibel enthält mehrere kurze Briefe, die als Sendschreiben (Offenbarung 2 und 3) bekannt sind. Es kann kein Zufall sein, dass uns das Evangelium von Jesus Christus vor allem in Briefform mitgeteilt wird. Ein Brief ist keine spröde Formelsammlung und kein nüchternes Gesetzbuch, kein trockenes Lehrbuch und kein nur Fakten aneinander reihendes Lexikon. Der Brief ist die persönlichste und individuellste schriftliche Nachricht, die ein Liebender sendet. Man kennt und schätzt sich und teilt dem anderen die Regungen des Herzens mit. Man nimmt Anteil an Sorgen und Freuden und weiß, der Empfänger versteht mich. Der Brief ist ein Zeichen des persönlichen Interesses und der Liebe. Das Neue Testament und darüber hinaus die ganze Bibel möchte als ein Liebesbrief Gottes an uns gelesen werden. Gott liebt uns und Er kennt uns ganz persönlich, und darum redet Er uns in Briefform an. Gott weiß, wann wir verzagt sind und Zuspruch, Trost und Ermutigung nötig haben. Er weiß, wo wir in Gefahr stehen, und darum gibt Er uns Warnung, Ausrichtung und Wegweisung. Er weiß, wie uns Schuld und Sünde belasten, und darum spricht Er uns ganz persönlich Vergebung zu. Er weiß, dass wir Menschen ziellos umherirren, und darum weist Er uns ein ewiges Ziel zu. Er weiß um unsere Verlorenheit, und darum bietet Er uns das ewige Leben an. Sein Wort an uns ist immer konkret, direkt und existentiell hilfreich. Es will darum mit einem liebenden Herzen und in betender Haltung gelesen werden. Wer so an die Bibel herangeht, wird überreich gesegnet, wer kritisch und nörgelnd liest, geht leer aus. Gottes Anliegen Gott, der Urheber dieses Briefes, sendet ihn uns aus einem einzigen Grund: Er möchte die Menschen, die sich im Sündenfall von ihm entfernt haben, zurückgewinnen. Er möchte, dass keiner verlorengeht und startete mit dem Kreuz von Golgatha die größte Rettungsaktion der Weltgeschichte. Die Brücke zum Vaterhaus ist durch Jesus gebaut. Nun sucht Er unter uns Wegweiser. Er braucht Zeugen, die anderen davon sagen, wie sie selbst Rettung erfuhren. Er braucht Mitarbeiter, Beter und Seelsorger, die zu Gehilfen der Freude werden. Er braucht Hoffnungsträger in einer Welt der Angst und Ratlosigkeit, der Resignation und Ausweglosigkeit. Er sucht Träger Seiner Liebe in einer Welt des Hasses, Zwistes und Krieges. Er sucht Missionare, die in ihrer nächsten Umgebung das Evangelium verkünden, und solche, die bis an die Enden der Erde gehen. Er sucht Lehrer, Hirten und Evangelisten. Er sucht Redner und Schreiber des Wortes. Kurz: Bei Gott gibt es keine Arbeitslosen; niemand ist überflüssig. Der Sender des Briefes wartet auf unsere Antwort Wie sehr warten wir auf eine Antwort, nachdem wir einen Brief abgeschickt haben. Wie viel mehr Gott! Er hat uns seine Liebe nicht nur durch das Schreiben eines Briefes bekundet, sondern durch eine Tat. Der Loskaufpreis für unsere Sünde war äußerst hoch: »Jesus Christus, der sich selbst für unsere Sünden hingegeben hat, dass er uns errette« (Galater 1,4). Wir sind mit dem Blut Christi teuer erkauft (1. Petrus 1,19). Der Hebräerbrief gibt uns ernsthaft zu bedenken: »Wie wollen wir entrinnen, wenn wir ein solches Heil nicht achten?« (Hebräer 2,3). Gott wartet also auf unsere persönliche Antwort. Was sagen wir zu Seinem Heilsangebot? Mit unserem Gebet können wir Gott ansprechen und Ihm sagen, dass Sein Brief uns erreicht hat. Wir ergreifen die uns in Jesus entgegengestreckte Hand Gottes und rufen Seinen Namen an, der uns zum Heil wird (Römer 10,13). Wir signalisieren den Empfang Seines Wortes mit Dank und Lobpreis. Wenn wir ständig in Seinem Wort lesen (Josua 1,8) und unser Leben danach ausrichten, dann werden wir selbst zu einem Brief, der wiederum von anderen gelesen wird: »Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, gekannt und gelesen von allen Menschen! Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unseren Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht in steinerne Tafeln, sondern in fleischerne Tafeln des Herzens« (2. Korinther 3,2-3). Mag unser »gelesenes Leben« zu einem Brief Gottes werden, der auf andere einladend wirkt. Erst, wenn wir die Bibel als Liebesbrief Gottes an uns lesen, stehen wir in enger Verbindung zu Ihm. Wissen ist gut, aber Liebe ist besser. Von dieser Beziehung spricht Jesus in Johannes 10,27-28: »Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.« Wer die Stimme des guten Hirten gehört hat, weiß, dass sie unnachahmlich ist. Wer diesem Hirten folgt, ist vom Tode zum Leben hindurch gedrungen; ihm ist das ewige Leben zugeeignet. Wir werden erwartet! Im Laufe unseres Lebens erhalten wir viele Einladungen. Das fängt schon bei Kindern mit der Einladung zu einem Kindergeburtstag an. Als Erwachsene werden wir zu mancherlei Festen wie Geburtstagsfeier, Jubiläum, Richtfest, Gartenparty und Hochzeit eingeladen. Dann gibt es seltene Ereignisse, zu denen Einladungen sehr begehrt sind: Staatsempfang, Nobelpreisverleihung, Krönungsfeier eines Königs. Von all diesen Festen kann gesagt werden: Sie dauern nur eine kurze Zeit; oft nur einen einzigen Tag oder gar nur einen Abend. Je einmaliger das Fest ist, desto wichtiger ist uns die Einladung. Es gibt immer eine begrenzte Teilnehmerzahl. Die Bibel spricht auch von der Einladung zu einem Fest. Im Gegensatz zu allen uns bekannten Festen ist dieses jedoch ein ewiges Fest. Der Gastgeber ist der Höchste und Größte, den es gibt: Es ist Gott selbst. Gott veranstaltet ein großes Hochzeitsmahl, ein Fest der Freude. Das ist das Wesen des Himmels: ewige Freude, ewige Gemeinschaft mit Gott, ewige Gegenwart Jesu. Der Himmel ist also nicht irgendein Weltzustand, nicht eine politische Völkergemeinschaft, nicht eine nach ökonomischen Gesichtspunkten ausgerichtete Staatsordnung oder gar ein klösterliches Asketenleben. Das alles sind Ergebnisse menschlicher Gedankensysteme. Gott aber will uns das Leben und volle Genüge schenken, hier auf der Erde im Vorgeschmack und drüben im Himmel in so vollendeter und unvorstellbarer Weise, dass Paulus es nur so ausdrücken konnte: »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben« (1. Korinther 2,9). In Lukas 14,16-24 wird das Wesen dieser Einladung zum Himmel gleichnishaft beschrieben: 1. Wer ist eingeladen? Gott kennt keine Ausnahme bei den Geladenen. Es ist das Unvorstellbare dieser Botschaft, dass Gott jeden für wert erachtet, zu Ihm zu kommen. Er fragt weder nach Herkunft, Beruf, Nationalität, Hautfarbe, Alter noch nach Bildungsstand. Eine größere Weite gibt es nirgends. 2. Wie oft wird eingeladen? Es bleibt nicht bei einer Einladung. Gott versucht es mehrmals. In unserem Gleichnis ergehen drei Einladungen. Das besondere Gewicht des Rufes zum Heil liegt immer im Heute: »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht« (Hebräer 3,7-8). 3. Wie wird geladen? Die drei Einladungen in Lukas 14 sind in ihrer Dringlichkeitsform zunehmend. Heißt es zuerst: »Kommt, denn es ist alles bereit« (Vers 17), so steigert sie sich bei der zweiten zu »gehe schnell« und »führe herein« (Vers 21), und bei der letzten heißt es »nötige sie!« (Vers 23). Im NT kommt das griechische Wort »anagkazo« neunmal vor, fünfmal ist es mit »nötigen« und viermal mit »zwingen« übersetzt. Hier steckt also mehr als nur ein zaghaftes Bitten dahinter. Der Knecht setzt seine ganze Persönlichkeit ein, alle Mittel der Überredung, der Wahrheit, der Liebe, der Sanftmut, der Höflichkeit, der Beharrlichkeit und Ausdauer, ja manchmal muss er sehr deutlich werden, um die Menschen vor der Hölle zu warnen. 4. Wie groß ist die Teilnehmerzahl? Die im Gleichnis genannten Eingeladenen haben leider alle die Einladung verworfen, nicht aus prinzipiellen Erwägungen, sondern wegen falsch gesetzter Prioritäten. So traurig es ist, der Vers 24 beschreibt die bittere Wahrheit, über jene, die der Einladung nicht folgten: »Denn ich sage euch, dass keiner der Männer, die eingeladen waren, mein Abendmahl schmecken wird.« Sie waren gerufen, aber sie kamen nicht. Nun findet das Fest ohne sie statt. Sie bleiben ewig draußen; die Bibel nennt diese ewige Verlorenheit Hölle. Die Einladung Gottes gilt noch heute für jeden von uns. Wie ist Ihre Entscheidung? Die Tafel wird auf jeden Fall voll. Die Bibel spricht von der Vollzahl, also eine schon bei Gott bekannte Zahl. Wenn der letzte Platz besetzt ist, ergeht keine Einladung mehr. In Jeremia 8,20 wird dies im Bild der Ernte veranschaulicht: »Die Ernte ist vergangen, der Sommer ist dahin, und uns ist keine Hilfe gekommen.« 5. Warum sind wir geladen? Den Grund für Gottes Einladung an uns finden wir sehr schnell, denn in 1. Johannes 4,16 steht: »Gott ist die Liebe.« Sein Wesen ist Liebe, und seine Liebe ist auch die Quelle aller Liebe, die es bei uns Menschen gibt. In Jeremia 31,3 spricht uns Gott direkt an: »Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.« Weiterhin sagt uns Gott in geradezu proklamierender Rede: »So wahr ich lebe, spricht Gott der HERR: ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe!« (Hesekiel 33,11). 6. Wie wird die Einladung angenommen? Für die Eintrittskarte zum Himmel ist Jesus zuständig, denn Ihn »hat Gott für den Glauben hingestellt« (Römer 3,25a), und ohne Ihn kommt niemand zum Vater (Johannes 14,6). Er vergibt alle Sünde, und Er reinigt von aller Untugend, wenn wir sie Ihm mit aufrichtigem Herzen bekennen (1. Johannes 1,9). Durch unser Gebet, in dem wir unser Leben mit allen Sünden und Verfehlungen an Jesus abgeben, haben wir die Einladung angenommen: »Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an seinen Namen glauben« (Johannes 1,12). Nur mit dem dadurch geschenkten, reinen, hochzeitlichen Kleid (Matthäus 22,11; Offenbarung 3,4; 7,9; 7,14 und 19,8) erhalten wir den Einlass in den Himmel. Die Liebe Gottes ist immer universal. Bei Ihm gibt es keine Parteilichkeit, keine Vorurteile und keine nach Sympathie auswählende Liebe. Er möchte jeden in Seiner Liebe annehmen. Die Weite ist zwar unfassbar groß, und doch hat sie auch eine Enge, die die Bibel nicht verschweigt: Wer die Einladung ausschlägt, wer sich nicht dem Herrn Jesus anvertraut, bleibt ewig verloren. Die bekannte holländische Autorin richtungweisender christlicher Bücher, Corrie ten Boom (1892-1983), schrieb (in: »Gefangene macht er frei«) sehr treffend: »Wir können alle in den Himmel kommen ohne Gesundheit, ohne Reichtum, ohne Ruhm, ohne Gelehrsamkeit, ohne Bildung, ohne Schönheit, ohne Freunde, ohne 10 000 andere Dinge, aber wir können nie in den Himmel kommen ohne Jesus Christus.« Wenn Sie nach dem Lesen dieser Schrift erkannt haben, dass Jesus der einzige Weg zu Ihrer Errettung ist und Sie ihm von nun an mit ganzem Herzen folgen wollen, dann können Sie das z. B. durch das folgende Gebet verbindlich machen: »Herr Jesus, ich habe heute gelesen, dass ich nur durch Dich in den Himmel kommen kann. Ich möchte einmal bei Dir im Himmel sein. Errette mich darum vor der Hölle, in die ich wegen all meiner Schuld eigentlich käme. Weil Du mich so sehr liebst, bist Du auch für mich am Kreuz gestorben und hast dort die Strafe für meine Sünden bezahlt. Du siehst alle meine Schuld – von meiner Kindheit an. Du kennst jede Sünde, alles, was mir jetzt bewusst ist, aber auch alles, was ich längst vergessen habe. Du kennst jede Regung meines Herzens. Vor Dir bin ich wie ein aufgeschlagenes Buch. So, wie ich bin, kann ich nicht zu Dir in den Himmel kommen, denn ich habe bisher ohne Dich gelebt. Ich bitte Dich, vergib mir meine Sünden, die mir von Herzen leid tun. Komm Du jetzt in mein Leben und mach es neu. Hilf mir, alles abzulegen, was vor Dir nicht richtig ist und schenke mir neue Gewohnheiten, die unter Deinem Segen stehen. Öffne mir den Zugang zu Deinem Wort, der Bibel. Hilf mir, dass ich verstehe, was Du mir sagen willst und gib mir ein gehorsames Herz, damit ich tue, was Dir gefällt. Du sollst von jetzt an mein HERR sein. Ich will Dir folgen, zeige mir den Weg, den ich gehen soll in allen Bereichen meines Lebens. Ich danke Dir, dass Du mich erhört hast, dass ich jetzt ein Kind Gottes sein darf, das einmal bei Dir im Himmel sein wird. Amen.« Dir. und Prof. a.D. Dr.-Ing. Werner Gitt

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Die Sehnsucht eines LKW-Fahrers
Die Sehnsucht eines LKW-Fahrers

Bereits seit seiner Kindheit hatte Steffen den Traum, LKW-Fahrer zu werden. Er wollte frei sein. Die vielen Stunden auf der Straße, der ständige Termindruck und einige gefährliche Situationen ließen ihn bald an seine Grenzen kommen.  Doch dann traf er an einem Sonntagmorgen Menschen, die zu einer entscheidenden Veränderung in seinem Leben beitrugen. Die Sehnsucht eines LKW-Fahrers In meinem Herzen gab es von Kindheit an immer einen großen Traum: Ich wollte LKW-Fahrer werden und frei sein. Da man den LKW-Führerschein erst mit 21 Jahren machen konnte, begann ich im Alter von 15 Jahren eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker. In dieser Zeit lernte ich ein Leben kennen, das sich von meiner christlichen Erziehung total unterschied. Ich hörte auf, in die Bibelstunde der Gemeinde zu gehen und wollte auch mit Jesus nichts mehr zu tun haben. Die christliche Erziehung meiner Eltern hatte bis dahin eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt; doch jetzt waren Kneipe, Alkohol, Zigaretten und das Fluchen – das ich mir angewöhnt hatte – mein Leben. Meine Eltern wollten dies nicht akzeptieren. Um ihnen klar zu machen, dass ich mit Jesus nichts mehr zu tun haben wollte, tat ich folgendes: Ich zerriss meine Bibel und legte sie in den Schrank, wo die Wäsche liegt. Als meine Eltern die Bibel fanden, war ihr Schmerz darüber natürlich groß, doch das war ja genau das, was ich beabsichtigt hatte. Gefährliche Situationen Endlich wurde ich 21, machte den LKW-Führerschein und suchte mir sofort eine Stelle als Fahrer. Ich erkannte jedoch ziemlich schnell, dass diese Freiheit, von der ich immer geträumt hatte, keine echte Freiheit war. Die vielen Stunden auf der Straße und der ständige Termindruck ließen mich ganz schnell an meine Grenzen kommen. Die Arbeit war einerseits schön, andererseits aber auch sehr anstrengend. Wegen Übermüdung geriet ich manchmal in sehr gefährliche Situationen. In einer Stadt hatte ich morgens um 5 Uhr eine grüne Welle und schlief vor Müdigkeit am Steuer ein, bis ich plötzlich durch das Blitzlicht einer Überwachungskamera an einer roten Ampel geweckt wurde. Ich hatte nichts davon mitbekommen, dass ich auf eine Kreuzung mit roter Ampel zugerast war. Aus dem Bußgeldbescheid – den ich später erhielt – ging hervor, dass die Ampel bereits 18,2 Sekunden auf Rot gestanden hatte, als ich geblitzt wurde. Was hätte dort alles passieren können? Auf dem LKW waren ätzende, gefährliche Chemikalien geladen. Heute bin ich dankbar, dass es dieses Blitzgerät gab. Wenn nicht, wäre ich vielleicht schon nicht mehr hier. Es gab andere Situationen, in denen ich gerade so eben mit dem Leben davon gekommen bin. In solchen Augenblicken stellte ich mir oft die Frage: „Wenn die Bibel recht hat und es ein Leben nach dem Tod gibt, wo werde ich dann die Ewigkeit verbringen?“ Die haben, was mir fehlt           Nach drei Jahren Fernverkehr hatte ich bereits 14 Punkte in Flensburg und viele Anzeigen gesammelt. Ich hatte tausende von Euro an Strafe gezahlt und zweimal den Lappen für vier Wochen abgeben müssen. Da ich nun so viele Punkte hatte, entschloss ich mich, in den Nahverkehr zu wechseln. Jetzt war ich jeden Abend zu Hause und konnte abends in die Kneipe gehen. Ein Freund von mir, der mit seinem Leben völlig am Ende war, fragte mich, ob ich einmal mit ihm in einen Gottesdienst gehen wollte. Dies sah er als die letzte Chance an, um einen Sinn in seinem Leben zu finden. Ich ging mit, um ihm einen Gefallen zu tun. Als wir am Sonntagmorgen in den Gottesdienstraum kamen, erlebte ich ganz bewusst, dass diese Leute etwas hatten, was mir fehlte. Es herrschte eine Atmosphäre der Liebe und der Freundlichkeit, nach der ich mich gesehnt hatte. Von nun an ging ich die Woche über abends in die Kneipe, aber am Sonntagmorgen – wo sonst immer Frühschoppen angesagt war – zog es mich in diesen Gottesdienst. Meine Freundin (heutige Frau) fragte mich, ob ich jetzt fromm werden wolle. Ich sagte ihr: „Kerstin, diese Leute haben etwas, das wir nicht haben.“ Daraufhin wurde sie neugierig und kam am Sonntag auch mit in den Gottesdienst. So besuchten wir einige Monate diese Gemeinde. Alles wurde neu Durch das Wort Gottes, das gepredigt wurde, erkannten wir, dass wir so, wie wir damals waren, vor Gott nicht bestehen konnten. Wir wussten, dass unser Leben bei weitem nicht seinen Maßstäben entsprach. Die Bibel aber lehrt, dass es eine Möglichkeit gibt, um vor Gott bestehen zu können. Jesus Christus sagte über sich, dass er der Weg zu Gott ist. In Johannes 14,6 drückte er es so aus: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“ An einem Samstagabend sprachen Kerstin und ich lange darüber. Wir entschieden uns beide, dass wir diesen Weg mit Jesus gehen wollten. Im Gebet machten wir diese Entscheidung für Jesus fest. Auch wenn ich die Worte im Einzelnen nicht mehr weiß, beteten wir in etwa so: „Herr Jesus Christus, ich danke dir, dass du der Weg und die Wahrheit und das Leben bist. Ich habe erkannt, dass ich so, wie ich bin, vor dir nicht bestehen kann. Ich bringe dir jetzt meine ganze Schuld und bitte dich um Vergebung aller meiner Sünden. Ich möchte dir dienen und nachfolgen und nehme dich jetzt in mein Leben auf. Übernimm du die weitere Führung meines Lebens. Ich danke dir, dass ich jetzt ein Kind Gottes sein darf.“ Kurz nach meiner Bekehrung ging ich noch ein paar Mal in die Kneipe, weil ich mir dabei nichts gedacht hatte. Nachdem ich aber dreimal zu viel getrunken hatte, wurde mir klar, dass dies nicht der richtige Weg ist. Ein besonderes Problem war für mich das Fluchen, das ich mir angewöhnt hatte. Nach meiner Bekehrung habe ich sehr darunter gelitten. Ich wollte frei davon werden. Dies ging aber nicht von heute auf morgen. Einige aus unserer Gemeinde haben mit mir dafür gebetet, dass ich darüber Sieg haben kann und Gott hat dieses Gebet erhört. Ein paar Wochen nach unserer Bekehrung haben wir nach intensivem Gebet geheiratet. Gerade für diesen Weg wollte ich die Gewissheit haben, dass ich die Frau heirate, die Gott für mich vorgesehen hat. Durch einen lieben älteren Mann aus der Gemeinde hat Jesus mir eine klare Antwort gegeben. Es gibt auch heute viele Weggabelungen, wo ich nicht wirklich weiter weiß. Aber Jesus zeigt immer zur richtigen Zeit den Weg, den ER für mich vorgesehen hat. Das ist mit Sicherheit nicht immer der Weg, den ich selbst wählen würde oder den ich verstehen kann, aber ich will auch da ganz auf Jesus vertrauen. Heute darf ich in der Gemeinde mitarbeiten, wo ich zum Glauben gekommen bin. Viele Dinge haben sich in meinem Leben verändert. Das Schönste von allem aber ist, dass ich jetzt weiß, dass Jesus mir alle meine Schuld vergeben hat. Ich habe in meinem Herzen Frieden mit Gott und die Gewissheit, dass ich einmal bei ihm sein werde. Er sehnt sich nach dir Die Entscheidung, die wir damals trafen, nennt die Bibel „Bekehrung“ (vgl. Apostelgeschichte 3,19). Eine Bekehrung ist die Abkehr von einem Leben ohne Jesus und eine Hinkehr zu einem Leben mit Jesus. Dies ist ein Entschluss, der im Herzen getroffen und in einem Gebet festgemacht wird. Als Antwort darauf schenkt Gott dem Menschen ein neues Leben. Die Bibel bezeichnet dieses Geschenk des neuen Lebens auch als „Wiedergeburt“ (Johannes 3,3). Kerstin und ich haben erlebt, dass Jesus unser Leben neu gemacht hat. Liebe Leserin, lieber Leser, wenn du dich auch nach einem Neuanfang in deinem Leben sehnst, dann lade ich dich ein, dich jetzt im Gebet an Jesus zu wenden. Du kannst so beten, wie ich es soeben beschrieben habe. Jesus Christus ist bei dir, auch wenn du ihn nicht siehst. Er hört dich. Er kennt dich sehr genau. Er liebt dich und sehnt sich nach dir. Er möchte, dass du zu ihm kommst. Es gibt nichts in deinem Leben, das er nicht schon wüsste und das Schönste ist: Er will dir alle deine Schuld vergeben und dir ein neues Leben schenken! Wenn du das vorherige Gebet zu deinem Gebet gemacht hast, dann hast auch du ein neues Leben von Jesus bekommen. In geistlicher Hinsicht bist du wie ein kleines Kind, das noch wachsen muss. Wir würden uns freuen, von dir zu hören und dir gern kostenlos einige hilfreiche Schriften zuschicken, die dir Orientierung für deinen neuen Weg mit Jesus geben wollen. Für dich ist es jetzt wichtig, dass du regelmäßig in der Bibel liest und Kontakt zu anderen Christen bekommst. Gern sind wir bereit, dir dabei zu helfen, eine Gemeinde in deiner Nähe zu finden. Steffen Becker

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Die Überraschung – Ostern, Auffahrt, Pfingsten – Warum?
Die Überraschung – Ostern, Auffahrt, Pfingsten – Warum?

An Ostern verstecken wir bunte Sachen für die Kinder, die sie suchen und finden müssen. Besondere Überraschungen erwarten wir allerdings selten. Wenn wir uns aber mit der Bedeutung von Ostern beschäftigen, sehen wir, dass es damals Tage voller Überraschungen waren. Diese Schrift ist zur weiten Verbreitung geeignet!   Die Überraschung Überraschende Begegnungen Drei Tage nachdem Jesus gestorben war, waren seine Jünger in einem verschlossenen Raum beisammen. Da geschah das Unerwartete. Plötzlich stand Jesus in ihrer Mitte und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch“ (Johannes 20,19). In diesem Augenblick wurde allen klar, dass Jesus auferstanden ist und lebt. Doch Thomas, einer der Jünger von Jesus, war bei diesem eindrucksvollen Ereignis nicht dabei. Weil er Jesus nicht gesehen hatte, wollte er auch nicht glauben, dass er auferstanden war und verlangte Beweise. Es dauerte nicht lange, bis Jesus erneut zu seinen Jüngern kam. Er zeigte Thomas seine Hände und Füße, durch die bei der Kreuzigung die Nägel getrieben worden waren. Als Thomas seine Wunden sah, wurde ihm klar, dass Jesus wirklich lebt. Er brauchte keine weiteren Beweise mehr. Maria von Magdala und eine andere Maria hatten ebenfalls ein überraschendes Erlebnis. Sie kamen am ersten Tag der Woche zum Grab, wo Jesus beigesetzt worden war. Da erschien ihnen ein Engel des Herrn, der den Stein weggewälzt und sich darauf gesetzt hatte. Er sprach die Frauen an und sagte zu ihnen: „Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat“ (Matthäus 28,6-7). Insgesamt gab es mehr als 500 Menschen, die Jesus nach seiner Auferstehung gesehen hatten und bezeugten, dass er lebt (vgl. 1. Korinther 15,3-8). Ostern erinnert uns an diese Ereignisse. Die Bedeutung von Ostern besteht aber nicht nur darin, dass Jesus auferstanden ist und lebt. Ostern macht deutlich, dass es eine Hoffnung gibt, dass auch wir auferstehen werden. Die Auferstehung von Jesus ist der Hinweis darauf, dass die Aussagen von Jesus wahr und vertrauenswürdig sind. Auf seine Zusagen können wir getrost unser Leben bauen. Überraschende Veränderungen Die Jünger waren froh, dass Jesus wieder bei ihnen war. Doch schon nach 40 Tagen ging er zurück zu seinem Vater in den Himmel, der ihn auf die Erde gesandt hatte. Die Jünger von Jesus standen auf dem Ölberg und erlebten mit, wie Jesus emporgehoben wurde und eine Wolke ihn ihren Blicken entzog. Ein Engel erschien und erklärte ihnen, dass Jesus so, wie er in den Himmel gegangen ist, einmal wiederkommen wird. Anschließend versammelten sich die Jünger in Jerusalem zu einer Zeit des Gebets. Auch hier geschah etwas Einmaliges. Der Heilige Geist kam auf die Versammelten und rüstete sie für ihren zukünftigen Dienst aus. Zur Erinnerung an dieses Ereignis feiern wir heute Pfingsten. An diesem Tag, der ebenfalls in die Geschichte einging, trat Petrus auf und hielt eine Rede, die so beeindruckend war, dass sich 3.000 der Zuhörer entschieden, Jesus nachzufolgen. Pfingsten war die Geburtsstunde der christlichen Gemeinde und seitdem entscheiden sich täglich Menschen, ihr Vertrauen auf Jesus zu setzen. Bewegung trotz Gegenwind Die neue Bewegung hatte nicht nur Freunde, sondern auch viele Feinde. Einer von ihnen hieß Saulus. Er war ein Eiferer für die jüdische Religion und ein entschiedener Gegner der christlichen Lehre. Wo auch immer es ihm möglich war, stellte er Christen vor Gericht. Er gab sogar seine Einwilligung zur Hinrichtung des Stephanus. Sein fanatischer Verfolgungsdrang wurde allerdings abrupt beendet, als er auf dem Weg nach Damaskus selbst eine Begegnung mit dem auferstandenen Jesus hatte. Aus einem Verfolger wurde fortan ein Verfechter des christlichen Glaubens, der berühmte Apostel Paulus. Was veranlasste Paulus, sein Leben so radikal zu ändern? Es war die Begegnung mit Jesus. Er wusste, dass Jesus von den Toten auferstanden war und lebt. Viele Christen gingen später durch eine harte Verfolgungszeit, doch sie blieben standhaft im Glauben an Jesus, weil sie ihn persönlich erfahren hatten. Die neue Botschaft Worin bestand die besondere Botschaft von Jesus? Warum kam Jesus, der Sohn Gottes, auf diese Erde? Warum nahm er Leiden und Schmerzen auf sich? Die Antwort finden wir in Lukas 19,10. Jesus sagte hier von sich: „Denn der Sohn des Menschen [Jesus] ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ Das große Anliegen von Jesus war die Errettung von uns Menschen. Diesen Satz möchte ich kurz erklären. Die Beziehung eines jeden Menschen zu Gott ist aufgrund seiner Sünde zerstört. Schon die ersten Menschen, Adam und Eva, übertraten Gottes Gebote und versündigten sich an ihm. Dann ging es weiter: Ihre Nachkommen sündigten und somit auch jeder Einzelne von uns. Aufgrund unserer Sünde haben wir Strafe verdient und den Zorn Gottes auf uns gezogen. Vielleicht fragen Sie sich, warum Gott die Sünde so ernst nimmt und von jedem Menschen eine Abkehr von der Sünde erwartet. Stellen Sie sich einmal einen Arzt vor, der sich Zuhause gerade um seine Haustiere kümmert. Da bekommt er einen Anruf aus dem Krankenhaus. Er soll sofort kommen. Eine komplizierte Ope­ra­tion steht an und er wird dafür gebraucht. Wird der Arzt nun so, wie er ist, den Operationssaal betreten? Nein, er wird sich waschen, umziehen und seine Hände desinfizieren. Es darf kein Schmutz in den Operationssaal getragen werden. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Sünde. Sie beschmutzt uns – und wenn wir keine Reinigung von unseren Sünden erfahren, kann Gott uns keinen Zugang zu seiner Herrlichkeit erlauben. Sünde ist sogar noch schlimmer als Schmutz. Sünde bedeutet nämlich Rebellion gegen Gott. Jedes Mal, wenn wir lügen, stehlen, hassen oder uns unreinen Gedanken hingeben, versündigen wir uns gegen Gott. Wenn wir das verstanden haben, wird uns klar, warum die Sünde in den Augen Gottes so schwer wiegt. Wie können wir befreit werden von unserer Sünde? Genau dafür ist Jesus in diese Welt gekommen. Er starb für unsere Schuld am Kreuz auf Golgatha. Er nahm unsere Strafe stellvertretend auf sich. In 1. Korinther 15,3-4 lesen wir: „Denn ich habe euch zu allererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften, und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften.“ Das Sterben am Kreuz auf Golgatha war äußerst qualvoll. Dennoch entschied sich Jesus freiwillig, diesen Tod auf sich zu nehmen. Er wusste, dass es keinen anderen Weg für unsere Errettung gab. Er nahm unsere Schuld stellvertretend auf sich. Darum kann er heute jedem Vergebung anbieten, der zu ihm kommt. Aus der Bibel erfahren wir, was wir unsererseits zu tun haben, um Frieden mit Gott zu finden. So heißt es in Apostelgeschichte 3,19: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden.“ Und in Johannes 1,12 steht: „Allen aber, die ihn [Jesus] aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.“ Wollen Sie diese Schritte gehen? Dann entscheiden Sie sich dafür, Jesus in Ihr Leben aufzunehmen. Wenden Sie sich dazu in einem einfachen Gebet an Jesus. Sagen Sie ihm, dass Sie erkannt haben, dass Sie vor ihm schuldig geworden sind. Vielleicht möchten Sie sogar einige Dinge beispielhaft nennen. Dann sagen Sie ihm, dass Ihre Sünden Ihnen Leid tun und bitten Sie Jesus Christus, Ihnen alle Ihre Schuld zu vergeben. Danach bitten Sie Jesus, in Ihr Leben zu kommen und die Führung Ihres weiteren Lebens zu übernehmen. Anschließend danken Sie ihm für die Vergebung, die er Ihnen geschenkt hat, und dass Sie nun ein Kind Gottes sein dürfen. Nachdem ich mich in ganz ähnlicher Form Jesus anvertraut hatte, spürte ich, dass sein Friede in mein Herz gekommen war. Plötzlich wusste ich, dass alle meine Sünden vergeben sind und dass ich ein Kind Gottes bin. Seit dieser Zeit ist es mein Wunsch, mit Jesus zu leben. Durch ihn habe ich den Sinn für mein Leben gefunden. Nachdem Sie Jesus als Herrn in Ihr Leben aufgenommen haben, wird es ganz sicher einige Dinge geben, die sich bei Ihnen ändern werden. Sie werden den Wunsch haben, die Bibel besser kennen zu lernen und Gottes Willen für Ihr Leben zu erfahren. Sie werden sicher den Wunsch verspüren, sich einer Gemeinde von lebendigen Christen anzuschließen und auch anderen von Ihrer Erfahrung mit Jesus zu erzählen. Die Auferstehung von Jesus hat das Leben zahlreicher Menschen verändert. Auch Sie dürfen ihn kennenlernen. Vertrauen Sie sich einfach Jesus an. Dies kann für Sie die größte und schönste Erfahrung Ihres Lebens werden. Sollten Sie Fragen haben, schreiben Sie uns. Gern helfen wir Ihnen bei diesem entscheidenden Schritt. Manfred Röseler

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Die wichtigste Entscheidung im Leben
Die wichtigste Entscheidung im Leben

Wilhelm Pahls zeigt in wenigen Schritten den Weg zur Errettung auf. Die Hauptpunkte lauten: Das größte Problem des Menschen Der einzige Ausweg Deine Entscheidung ist entscheidend! Die wichtigste Entscheidung im Leben Es gibt viele wichtige Entscheidungen im Leben, aber es gibt eine, die alle anderen in ihrer Wichtigkeit übertrifft. Wer sie verpasst, hat eigentlich umsonst gelebt. Darum möchte ich Dich, liebe Leserin, lieber Leser, herzlich bitten, diese Seiten aufmerksam zu studieren und ernstlich darüber nachzudenken, ob die wichtigste Deiner Lebensfragen geklärt ist. Das größte Problem des Menschen Ob Mann oder Frau, ob jung oder alt, ob reich oder arm – in einem Punkt sind wir vor Gott alle gleich: Wir sind schuldig. Hier geht es nicht darum, wie viel »Gutes« oder »Böses« ein Mensch getan hat. Wir sind aufgrund unserer Sünde von Gott getrennt. Wir haben Gott und seine Ordnungen missachtet. Wir sind unsere eigenen Wege gegangen. Wir haben uns von Gott entfernt und damit seinen Zorn verdient. Weil Gott ein gerechter und heiliger Gott ist, wird er uns im Gericht zur Rechenschaft ziehen. Aus uns heraus können wir nichts bringen, was zu unserer »Ent-Schuldigung« hilft. Die Schuld des Menschen ist sein größtes Problem. Der einzige Ausweg Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma? Ja, Gott selbst hat einen Weg zur Errettung geschaffen. In der Bibel lernen wir Gott nicht nur als einen heiligen und gerechten Gott, sondern auch als einen liebevollen Vater kennen. Er will nicht, dass wir für ewig verlorengehen und für immer von ihm getrennt sind. Er will vielmehr, dass wir gerettet werden und dann in einer engen Beziehung mit ihm leben – hier und in alle Ewigkeit. Um das möglich zu machen, sandte Gott in seiner Liebe Jesus Christus, seinen Sohn, auf diese Erde. Er sollte die Strafe für unsere Schuld stellvertretend auf sich nehmen. Und genau das tat Jesus. Er wurde Mensch. Er erklärte uns das Geheimnis vom Reich Gottes, dem Herrschaftsbereich Gottes. Er zeigte uns, wie groß Gottes Liebe ist. Jesus starb an einem Kreuz auf dem Hügel Golgatha, nahe der Stadt Jerusalem. Jesus starb an unserer Stelle, wegen unserer Schuld. Gott hat den stellvertretenden Tod Jesu akzeptiert und ihn von den Toten auferweckt. Deshalb können wir von unserem Grundproblem, der Trennung von Gott, befreit werden. Wir brauchen die Strafe für unsere Schuld nicht mehr selbst zu tragen, weil Jesus sie auf sich genommen hat. Auch Du kannst gerettet werden, Du kannst aber auch verlorengehen. Die Entscheidung liegt bei Dir. Möchtest Du gerettet werden und später in der ewigen Herrlichkeit bei Gott sein? Dann solltest Du jetzt unbedingt weiterlesen. 1. Schritt: Erkenne Deine Schuld! Viele Menschen sehen ihre eigene Sünde nicht ein. Andere sehen sie, versuchen aber, sie zu überspielen. Wir sind von Natur aus Schauspieler. Immer wieder haben wir es meisterhaft fertiggebracht, uns zu verstellen und einen anderen Eindruck zu erwecken, als es den Tatsachen entspricht. Aber vor Gott ist alles offenbar. Er kennt uns genau. Wir sind vor ihm wie ein aufgeschlagenes Buch. Er kennt alle Einzelheiten unseres Lebens. Vor Menschen kann man seine Sünden zum Teil verbergen. Man kann die Missachtung der göttlichen Ordnungen mit vielen Entschuldigungen begründen. Aber bei Gott zählen diese Entschuldigungen nicht. In der Bibel lesen wir: »Was der Mensch sät, das wird er ernten« (Galater 6,7). Du hast bestimmt schon viele Deiner Sünden vergessen. Gott vergisst sie nicht so einfach. Vielleicht versuchst Du, Deine Sünden zu verbergen. Gott wird sie ans Licht bringen. Die Sünden, die Du als junger Mann getan hast, die Sünden, die Du als junges Mädchen getan hast, sie werden wieder zum Vorschein kommen. Dann fällt jede Maske. Die Bibel sagt: »Alles, was verborgen ist, wird offenbar werden« (vgl. Lukas 12,2). Dann wird Gott Dich für Deine Sünde zur Rechenschaft ziehen und strafen müssen. Und das, obwohl die Sühnung für die Schuld geschehen ist. Obwohl die Vergebung bereit ist. Aber Vergebung kann nur der empfangen, der sich schuldig weiß. Das Erkennen und Eingestehen der eigenen Sünde ist der erste Schritt zur Errettung. 2. Schritt: Bekenne Deine Schuld! Ich glaube, an keiner Stelle der Bibel wird uns der Weg zur Vergebung der Sünden besser erklärt als in Psalm 32. Die Bibel berichtet uns viel von König David. Er erkannte, dass er vor Gott schuldig war, und er litt darunter. Daraufhin bekannte er Gott seine Sünde, und Gott vergab sie ihm. David schrieb später in Psalm 32,1-5: »Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Trug ist! Denn als ich es verschweigen wollte, verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen. Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir ... Darum bekannte ich dir meine Sünde, und meine Schuld verschwieg ich nicht. Ich sprach: ›Ich will dem Herrn meine Übertretungen bekennen.‹ Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde.« Gewöhnlich ruft der Kranke den Arzt, und der Ertrinkende schreit um Hilfe. Was tat David, als er seinen sündigen Zustand erkannte? Er wandte sich an Gott und bat ihn um Hilfe. Er bekannte ihm seine Schuld. Und daraufhin empfing er Vergebung. Sicher kannst Du Dich nicht an jede einzelne Sünde in Deinem Leben erinnern. Es geht auch nicht darum, unsere Vergangenheit bis ins Kleinste zu durchforsten. Aber wir müssen erkennen, dass uns nicht nur ein paar gravierende Sünden von Gott trennen, sondern dass unser ganzes Leben von der Sünde gezeichnet ist. Wir haben gegen Gott rebelliert, indem wir unseren eigenen Weg gegangen sind. Unsere ganze Lebenshaltung ist von der Sünde durchdrungen. Doch Gottes Zusage gilt: »Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit« (1. Johannes 1,9). 3. Schritt: Lade Jesus ein, in Dein Leben zu kommen! Wer seinen sündigen Zustand erkennt, verspürt den Wunsch, jemanden zu haben, der ihm von jetzt an zur Seite steht. Gott vergibt, wenn wir bekennen. Es reicht aber nicht aus, nur die sündigen Taten zu bekennen. Wir brauchen jemanden, der uns Kraft gibt, ein neues Leben zu führen. Dieser »Jemand« ist Jesus Christus. Jesus kam, um unsere ganze Schuld wegzunehmen. Aber er will noch mehr tun. Er macht uns zu Kindern Gottes und schenkt uns ein völlig neues Leben. Im Johannes-Evangelium, Kapitel 1, Vers 12, lesen wir die Zusage: »Alle, die ihn [Jesus] aufnahmen und an seinen Namen glaubten, denen gab er das Recht, Gottes Kinder zu heißen.« Das kannst auch Du heute erleben! Geh an einen Ort, wo Du ganz allein bist, und beginne, mit Jesus zu sprechen. Es kommt bei diesem Gebet nicht auf schöne oder viele Worte an. Wichtig ist, dass Du es ehrlich meinst. Jesus ist da und hört Dich. Er sieht Dein Herz und versteht Dich. Sage ihm mit Deinen eigenen Worten, dass Du jetzt zu ihm kommen möchtest, dass Du erkannt hast, dass Du ein Sünder bist und gegen Gott und Menschen gesündigt hast. Bitte Jesus um Vergebung Deiner Schuld. Dann danke ihm, dass er auch für Deine Sünden am Kreuz gestorben ist. Bleib dann aber nicht auf halbem Wege stehen. Bitte Jesus, jetzt in Dein Leben zu kommen. Sage ihm, dass Du von jetzt an mit ihm leben willst und nicht mehr der Sünde dienen möchtest. Sage Jesus, dass er von jetzt an Dein Herr sein und die weitere Führung Deines Lebens übernehmen soll. Vielleicht fällt es dir schwer, mit eigenen Worten ein Gebet zu formulieren, dann kannst du das folgende Gebet zu deinem eigenen machen, um dein Leben Jesus Christus anzuvertrauen: „Herr Jesus, hier bin ich. Meine Sünden tun mir leid. Meine Kindheit, meine Jugend, meine ganze Vergangenheit bringe ich dir. Herr Jesus, vergib mir. Herr Jesus, wasche mich in deinem Blut. Herr Jesus, rette mich. In der Bibel steht, wer dich aufnimmt, der wird ein Gotteskind. Das glaube ich jetzt. Ich habe schon sehr viel von dir gehört. Aber heute entscheide ich mich für dich. Herr Jesus, ich nehme dich jetzt als meinen Heiland und Erretter auf. Herr Jesus, komm du in mein Herz, komm jetzt in mein Leben; ich will dein sein, und du sollst mein sein für Zeit und Ewigkeit. Von jetzt an will ich dir gehören. Ich will meinen Weg mit dir gehen. Ich will dein Jünger sein. Und ich danke dir, dass du mein Gebet erhört hast. Amen.“ Deine Entscheidung ist entscheidend! Vielleicht möchtest Du die Erklärung der drei Schritte noch einmal lesen? Aber dann tu, was du gerade gelesen hast. Tu es heute. Tu es jetzt! Und dann darfst Du es ganz fest glauben: 1. Wer seine Sünden, sein ganzes altes Leben, im Glauben aufrichtig im Gebet zu Jesus gebracht hat, dem sind seine Sünden vergeben. – Diesen ganzen Vorgang nennt die Bibel auch »Bekehrung«. 2. Wer zu Jesus Christus gebetet und ihn im Glauben in sein Leben aufgenommen hat, der ist ein Gotteskind geworden und hat das ewige Leben. – Dieses Ereignis nennt die Bibel auch »Neue Geburt« (Joh. 3,3). Es ist das Geschenk eines neuen Lebens von Gott. Wenn Du den Weg so weit gegangen bist, darfst Du Dich über Gottes großes Geschenk freuen und ihm immer wieder dafür danken. Jetzt solltest Du Menschen kennenlernen, die dasselbe erlebt haben. Jesus möchte, dass wir in einer guten Gemeinde sein Wort hören und ihn immer besser kennenlernen und gemeinsam mit anderen Christen ihm fröhlich nachfolgen und dienen. Eine der schönsten Erfahrungen für einen echten Christen ist, wenn durch ihn auch andere Menschen Jesus kennenlernen und finden. Wilhelm Pahls

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